EL, e erate werden angenommen in Poſen bei der Expedition Der Zeitung, Wilhelmſtr. 17, SEEN Suſt. Ad. Sales, Hoflieferant, BA Sk. Gerberitr.= u. Breiteſtr.⸗Ecke, Otto Aiekiſch, in Firma J. Ueumaun, Wilhelmsplatz 8. Berantwortlicher Redakteur: 8. Wagner in Poſen. Redattions-Spredftunde von 9—11 Uhr Vorm. |

Kleinbäuerliche Betriebe in Baden.

Unter dem Titel „Drei Dörfer der Badiſchen Hard, eine wirthſchaftliche und eine ſoziale Studie“ (Leipzig 1895) ver⸗ öffentlicht Dr. Moritz Hecht die Ergebniſſe einer recht inter⸗ anten und werthvollen Unterſuchung, welche darlegt, daß auch unter den heutigen als fo ſchlecht verſchrieenen Zeiten der „kleine Mann“ auf dem Lande bei richtiger Wirthſchaft ſich doch ganz gut über Waſſer halten kann, ja daß ſich ſeine Verhältniſſe gegen früher bedeutend gebeſſert haben. Wenn auch die Verhältniſſe in Baden mit den umfrigen nicht gut verglichen werden können, ſo bietet doch dieſe Schilderung ſo viel Beachtenswerthes, daß fie in weiteren Kreiſen bekannt zu werden verdient. Prof. Heinr. Herkner, der bekannte, etwas kathederſozlaliſtiſch angehauchte Sozialpolitiker, beſpricht im Maigeft der „Neuen deutſchen Rundſchau“ (Berlin, S. Fiſcher) in ſehr anziehender Weiſe die Hechtſche Arbeit; wir folgen dieſen beiden Gewährsmännern mit umſomehr Vertrauen, als Moritz Hecht, der als Pfarrersſohn in der von ihm geſchil⸗ derten Dorſbevölkerung aufgewachſen tft, beim Beginn feiner Unterſuchungen von dem Glauben ausgegangen war, die Zu⸗ ſtände ſeien ziemlich ungünſtig. Je weiter indeß die metho⸗ diſche Arbeit vorſchritt, deſto klarer und überzeugender ergab ſich das Gegentheil dieſer Annahme. So leicht alſo k innen ſich, wie Prof. Herkner meint, auch Perſönlichkeiten, die Jahr⸗ zehnte hindurch an Ort und Stelle leben, die mit der Be⸗ völkerung in unmittelbarer Fühlung ſtehen, über den wirklichen Sachverhalt täuſchen, ſolange die Beobachtung nur gelegentlich

und nicht ſyſtematiſch auftritt. 8

Das Gebiet, um das es ſich handelt, genießt bei den maßgebenden deutſchen Agrarſchriftſtellern keine beſondere Werthſchätzung. Es iſt der ſogenannte „Zwergwirthſchafts⸗ winkel“, wo die Grundſätze der Mobilifirung des Bodens ſeit

chezu einem Jahrhundert bereits in Kraft find, Nach der tiſchen Doktrin hat fich der Bauer in der Zeit der aturalwirthſchaft und Eigenproduktion viel beffer als heute befunden, wo er dar der Entwickelung des Weltverkehrs, der Geldwirthſchaft, der Induſtrie die Waffen ſtrecken müſſe. Die Pac drei Dörfer (Blankenloch, Friedrichsthal und agsfeld) bildeten noch vor 45 bis 50 Jahren eine große, iſolirte Haus, und Produktionswirthſchaft. Was die Familie zum Eſſen brauchte, das baute und produzirte ſie ſelber. An en Winterabenden ſpann die Hausfrau ſelbſtgebauten Flachs für Kleider und Wäſche. Im Winter erleuchtete ein Kien⸗ ſpahn und ſpäter auch Oel, das man aus ſelbſtgebautem Raps in der ländlichen Oelmühle herſtellen ließ, die Stube. Das wenige Geld, das zur Entrichtung von Abgaben und zur Beſtreitung der geringen Ausgaben beim Krämer, namentlich für Salz, nothwendig war, wurde aus dem Verkauf von Getreide und Hanf erzielt, aber dieſe Einkünfte hielten ſich bei der geringen Aufnahmefähigkeit des ſtädtiſchen Marktes auf einem ſehr beſcheidenen Niveau. Es beſtanden alſo im Großen und Ganzen die Bedingungen, von deren Wieder⸗ herſtellung die Agrarier die Kräftigung des Bauernſtandes erhoffen. Trotzdem oder gerade deshalb war die Lage aber durchaus nicht befriedigend. Die kleine Gemarkungsfläche, der magere Sandboden, das Fehlen jeder Hausinduſtrie, die Un⸗ möglichkeit, bei der Extenſität des Betriebes lohnende Arbeits⸗ gelegenheiten zu vermehren, das Alles gewährte dem ſtarken Ueberſchuſſe der Bevölkerung keinen andern Ausweg als die Auswanderung. Inzwiſchen aber wuchs das benachbarte Karlsruhe empor, ein neuer, immer lohnenderer Abſatzort that ſich damit auf, und die Eiſenbahn fügte weitere Märkte inzu. Der Preis des Centners Tabak ſtieg von vier bis inf Gulden im Jahre 1841/42 ſchnell auf dreizehn Gulden Mitte der v'erziger Jahre, und auf 73,76 Mark pro Doppelzentner in den Jahren 1881 86. Ein Friedrichsthaler „Zwergbauer“, der nur 21/s Hektar beſitzt, ein Mann von mittlerem Fleiße und Intelligenz, hat von 105, mit Tabak bepflanzten Ar 1825 Mark erlöſt, wobei freilich die Produl⸗ long koſten abzurechnen find. Aber der Ueberſchuß iſt gleich⸗ died, bedeutend. Der landwiethſchaftliche Bezirksverein brachte toffgatern dazu, neue Varietäten von vorzüglichen Frühkar⸗ der . anzubauen, und die Ernte ergiebt jetzt pro Hektar in beelb del 120 Doppelzentner & 4 Mark. Die Bauern bee ſoehen einen ſehr intenſiven Fruchtwechſel. Daſſelbe Feld, das die werthvollen Frühkartoffeln hergegeben, wird ſofort

In dieſer Fe Bede

\ fart zurückgedrängt worden. Getreide kommt nur als Wechſel⸗

Die „Poſener Zeitung! erſcheint täglich drei Mal an den e und geſttage folgenden Tagen ſedoch nur zwei Mal,

é ; an Sonn und Zeſttagen ein Mal, Das Abonnement beträgt viertel- jährlich 4,50 B; für die Stadt Poſen, für ganz ¢ * Deutſchland 5,45 M. Beſtellungen nehmen alle Ausgabeſtellen

der Zeitung jomir alle Voſtämter des Deutſchen Reiches an.

t . a Ci SE Fi Norgen⸗Aus gabe. EEE, ® | Hundertundzweiter Jahrgang.

Sonntag, 12. Mai.

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Inſerate werden angenommen in den Städten der Provinz Poſen bei unſeren Agenturen, ferner bei den Annoncen⸗Expeditionen

R. Moſſe, Baaſenſtein & Vogler A.-G., G. F. Baube & Co., Zuvalideudauk.

Berantmortlich für den Inferateme- theil: W. Braun in Bofen.

Fernſprech⸗Anſchluß Nr. 102.

Inſerate, die ſechsgeſpaltene or ober deren: Raum in der Morgenausgabe 20 Pf., auf der letzten Seite

or, in ber Mittagausgabe 25 Pf., an bevorzugter Stelle entſprechend höher, werden in der Expedition für die N Mittagausgabe bis 8 a: ormittags, für bie Morgenausgabe bis 5 Uhr NHacım. angenommen.

frucht in Betracht; am meiſten wird noch Gerſte gebaut, die] find für das deutſche Bürgerthum, das nichts von Maulkorb⸗

an die Bierbrauer verkauft werden kann. Die drei Dörfer ſind nicht im Stande, das zum eigenen Bedarf erforderliche Ge⸗ treide zu bauen. Trotzdem wird Getreide ausgeführt, aber nur, um dafür Mehl zu kaufen, das in der ſtädtiſchen Kunſt⸗ mühle weit beſſer als in den ländlichen ſogenannten Kunden⸗ mühlen mit ihrer veralteten Technik gemahlen wird. Ein Intereſſe an hohen Getreidepreiſen liegt alſo nicht vor. Hat man das Getreide zu hohen Preiſen verkauft, dann muß auch das Mehl theuer zurückgekauft werden. Dagegen nimmt die Ausfuhr von Milch von Jahr zu Jahr zu. Faſt jede Fae milie verkauft täglich, wenn auch nur 2—3 Liter, wohlhaben⸗ dere Familien auch zwiſchen 10 und 20 Liter. Das Buttern hat die Bäuerin bereits ganz aufgegeben, aus Mangel an Zeit, und weil es ihr rentabler erſcheint, die Milch direkt ab⸗ zugeben. Die Butter für den eigenen Bedarf kauft ſie aus den entfernteren Dörfern, oder ſie verwendet die billigere Margarine oder Cocusnußbutter. Die Nutzung des Melk⸗ viehs ſetzt wieder intenſive rationelle Fütterung voraus. Da der Anbau von Futterpflanzen wegen der hohen Boden⸗ preiſe nur in geringer Ausdehnung möglich iſt, ſo kaufen dieſe „Zwergbauern“ zur beſſeren Fütterung anſehnliche Beträge von Kraftfuttermitteln ein. Auch der kleinſte Mann kauft jährlich für 30 bis 100 Mark Malz, Oelkuchen und dergl. An künſt⸗ lichen Düngemitteln beziehen die drei Gemeinden jährlich etwa für 4000 Mark Chiliſalpeter, Guano, Kaliſuperphosphat 2c., dies alles zumeiſt durch Vermittelung des Konſumvereins. „Der Bauer des 18. Jahrhunderts mit ſeinen 8 bis 10 Hektar war Bauer und Handwerker; der Zwergbauer des 19. Jahr⸗ hunderts mit ſeinen 1 bis 2 Hektar iſt Kopfarbeiter, Unter⸗ nehmer, Kaufmann geworden.“ Die Lebenshaltung hat ſich gebeſſert, die Ernährungs⸗ und Wohnungsverhältniſſe ſind durchaus befriedigend. Die alten winkligen und niedrigen Sani machen ſchmucken Neubauten Platz. Faſt jede amilie hat eine „gute Stube“ mit Sopha, Ovaltiſch, Teppichen, einer geſchmackvollen Lampe, Nippfachen, manchmal auch einem Photographiealbum. Alle Fenſter haben Vorhänge. In jedes Haus, auch das des Geringſten, kommt mindeſtens eine Zeitung in der Woche. Täglich erſcheinende Zeitungen werden in jedem der drei Dörfer von 50 bis 70 Familien geleſen. Viſtten⸗ karten hat Jeder, der irgendwie Beziehungen zu Städten hat 98 Zahl der unehelichen Geburten ſchwankt zwiſchen 4 und rozent. ziffern ſehr gering, in Friedrichsthal ſogar nur 11,4 Prozent. Die Schulden, die natürlich vorhanden ſind, werden meiſt für produktive Zwecke eingegangen. In Blankenloch haben feit 1882 nur 5 Zwangsvöllſtreckungen ſtattgefunden, in Hagsfeld in den letzten 10 Jahren ſogar nur 1, in Frledrichsthal in den letzten 20 Jahren nur 2.

Die wichtige Frage, wie weit dieſe Verhältniſſe als typiſch für kleinbäuerliche Zuſtände gelten können, beantwortet Herkner dahin, daß die Bedingungen, unter denen dieſe Dörſer ſtehen, ebenſo für weite Gebiete von Süd-, Weſt⸗ und Mittel⸗

deutſchland vorhanden find. Die äußere Möglichkeit fei viel⸗ fi

fach gegeben, dieſelben Vortheile zu erringen, wenn in der Be- völkerung derſelbe Geiſt des Fortſchritts, der Betriebſamkeit, Wirthſchaftlichkeit, Selſthilfe und Unabhängigkeit lebt.

Deutſchland.

Poſen, 11. Mat. Endlich iſt alſo die Um ſturz⸗ vorlage gefallen. Nach viertägigen Debatten iſt die Ko⸗ mödie nun zu Ende, denn eine Komödie war ſchließlich dieſe ganze zweite Berathung des „Geſetzentwurfs, betr. Aende⸗ rungen und Ergänzungen des Strafgeſetzbuches, des Militär⸗ ſtrafgeſetzbuches und des Preßgeſetzes“ und wenn die jetzigen Regierungsmänner nur wenig Geſchick beſaßen, dann hätten ſie am beſten gethan, dieſer Komödie früher ein Ende zu machen und die Vorlage zurückzuziehen. Aber während der ganzen groben Redeſchlacht hat ſich nicht ein Regierungsver⸗ treter ſeiner Aufgabe gewachſen gegeigt und die Herren wett⸗ eiferten förmlich miteinander, durch ihr Ungeſchick ihre eigene Stellung zu verſchlechtern. Erſt kam der Reichskanzler und ver⸗ ſchnupfte durch feine abfallige Kritik der Entrüſtungskundgebungen, dann verdarb es Herr Schönſtedt mit dem Centrum, das Hie nicht von ihm ſchulmeiſtern ie wollte und ſchließlich ſchlug Herr v. Köller dem Faß den Boden aus, indem er das ganze Parlament durch ſeine brüske Rederei vor den Kopf ſtieß. Da konnte der Ausgang nicht zweifelhaft ſein. Es iſt ein Glück, daß es ſo gekommen iſt; denn man mußte bei der Schacher⸗ politik, die das Centrum treibt, und bei der jammervollen Haltung vieler Nationalliberalen doch gewärtig ſein, daß ſchließlich noch ein Händelchen zu Stande komme. Von dieſer Sorge ift das deutſche Volk jetzt befreit. Aber es muß auf ſeiner Hut ſein.

Die Säuglingsſterblichkeit iſt trotz hoher Geburts⸗ f

geſetzen, nichts von Knebelung wiſſen will, eine Lehre, daß es ſich die Männer vorher anſieht, die es mit der Wahrung ſeiner Intereſſen betraut. Ein Parlament, das es ehrlich mit der Vertretung des Volkes meint, dürfte ſich gar nicht auf monatelange Verhandlungen einlaſſen, wenn eine ſolche Vor⸗ lage eingebracht würde. Dieſer Entwurf durfte nicht in die Kommiſſion geſchleppt werden, er gehörte in den Papierkorb; ſtatt deſſen hat ſich die Mehrheit unſerer Reichstagsabge⸗ ordneten auf ein trauriges Feilſchen eingelaſſen. Wir wollen dieſe Erfahrung nicht umſonſt gemacht haben; es muß bei allen künftigen Wahlen dem liberalen Bürgerthum dringendſte Pflicht ſein, enger zuſammenſtehen und nur ſolchen Männern namentlich bei Stichwahlen die Stimme zu geben, die die Gewähr dafür bieten, daß fte derartige Geſetzesvorlagen kurzer Hand zurückweiſen; beſonders gilt es vorkommenden Falls, ſich die Herren anzuſehen, die heute für die verkrachte Vorlage geſtimmt haben.

Wie erinnerlich, war die Erſatzwahl für den verſtorbenen Landtagsabgeordneten von Langendorff⸗Kawitſch im Wahlkceife Frauſtadt⸗Liſſa⸗Rawitſch⸗Goſtyn urſprünglich auf den 4. Mai angeſetzt, ſie wurde indeß auf unbeſtimmte Zeit verſchoben, da die Behörden die Vorberei⸗ tungen für dieſe Wahl in Folge nothwendig gewordener Erſatzwahl von Wahlmännern bis zu jenem Termin nicht erledigen konnten. Nunmehr hat der Regierungspräſident von Jagow für die Wahlen zum Erſatz der ſeit dem 7. No⸗ vember 1893 in den Kreiſen Frauſtadt, Liſſa, Rawitſch und Goſtyn durch Tod, Wegziehen oder auf ſonſtige Weiſe aus⸗ geſchiedenen Wahlmänner Termin auf den 22. Mal d. J. und zur Erſatzwahl des Abgeordneten Termin auf den 29. Mai d. J. feſtgeſetzt. Zum Wahlkommiſſar iſt Landrath von Dömming zu Frauſtadt ernannt.

XX Berlin, 10. Mai. In Pommern macht ein Vorgang bon fi reden, der auf die Lage der evangeliſchen Geiſtlichkelt innerhalb der preußiſchen Landeskirche ein beſonderes Licht wirft. Auf einer Verſammlung des Bundes der Landwirthe in einer Pom merſchen Krelsſtadt kam u. a, dle wirthſchaftliche Lage der Sachſengänger aut Sprache. Ein jüngerer Geiſtiicher, der weder der liberalen

lchtung angehört noch den Beruf eines Agttators in ſich ſpürt, hielt es für ſeine Seine Pflicht gegenüber den abfprechenden junkerlichen Reden ein gutes Wort für dieſe übel beleumdete Klaſſe der Lohn⸗ arbeiter einzulegen. Einige Großgrundbeſitzer hielten einen evan⸗ eliſchen Prediger nicht für kompetent, in ſolchen Fragen mitzu⸗ prechen, und gaben ihm zu verſtehen, daß die fitiliche Quallität dieſer Klaſſe von Menſchen eher dazu angethan ſein, ſeelſorgeriſch zu ſtrafen als ſie in Schutz zu nehmen. Beſonders der „Landedel⸗ mann“, der das Patronat über die Stelle des betreffenden Geiſt⸗ lichen in Beſitz hat, verwies „ſeinen“ Prediger nachdrücklich auf die ſchweren ſittlichen Verſtöße der eng beieinander hauſenden Sachſen⸗ Stand er Geiſtliche machte demgegenüber geltend, daß jeder

tand an ſeinen Mängeln zu tragen habe, wie ja auch den * elblſchen Großarundbefigern zum Vorwurf gemacht werde, daß in der Auslegung des er Gebotes kein ſonderlich enges Gee wiſſen bekundeten. Dieſer Disput gab dem Patron Anlaß bee Prediger bei der vorgeſetzten Behörde zu verklagen. Diele, bie offenbar keine Schuld des Geiſtlichen darin finden konnte, daß er ch der bedauernswerthen Sachſengänger angenommen und mit der auch die Großgrundbeſitzer an das chriſtliche Ideal gemahnt hatte, zog die An ang ein in die Länge. Der Patron beſtand aber auf der Maßregelung „ſeines“ Predigers, und als die Provinzialbebörde feine Geduld zu lange auf die Probe ſtellte, wandte er ſich kurzer Hand an den Katſer. Hier Jun die An 8 eine entgegenkommendere Beurtheilung. Die be⸗ treffende Behörde wurde angewieſen, dem Geiſtlichen eine Rüge zu ertheilen. Die Behöre kam dieſer Anweiſung nach. „Prot. Ver. Corr.“ der wir dieſe Details entnehmen, ſchreibt, daß {hr das Material von zuverläffiger Seite zuging, obne daß fie in der Lage geweſen fei, die Einzelheiten des Berichts prüfen zu können. Genannte Korreſpondenz fügt hinzu: Wie kann bon der Wahrnehmung der gelitlihen Amtspflichten geuenüber dem guts⸗ herrlichen Patron noch im Ernſt die Rede fein, wenn die wirtb⸗ ſchaftlich abhängigen Geiſtlichen nicht den erforderlichen Rückhalt im Kirchenreglimente mehr finden? Auf welche Stufe d . ſehens würden die Kirchenbeamten auf dem Lande herabgedrüdt, wenn Vorkommnſſſe dieſer Art ſich wiederholen ſollten? Wo bleibt die Stabilität des kirchlichen Verwaltungs-Organtsmus, wenn mit der Möglichkeit derartiger Eingriffe von außen her jederzeit erechnet werden muß? Eine Aufklärung der Angelegenheit er⸗ cheint dringend wünſchenswerth.

In einem Spezialfall hat der Minifter der Unterrichts xx. Angelegenheiten entſchieden, daß die Erlaubniß zur Ueber⸗ nahme der Leitung einer Privatſchule, welche in ihrem Lehrplane über die Ziele der öffentlichen Volksſchule binausgeht, allgemein nur ſolchen Perſonen zu ertheilen iſt, welche neben der Erfüllung der ſonſtigen Vorausſetzungen auch den Nachweis der beſtandenen Rektoratsprüfung erbracht haben.

IL. C. Die Ausfuhr von Zucker ift im April d. J. im Vergleich zu Ap zwar die Ausfuhr von Rohzucker von 273473 auf 827351 D.., von raffinirtem Zucker von 257719 auf 399291 und

von anderem Zucker (Klaſſe e) von 3658 auf 16068 Doppel⸗

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Die Vorgänge der letzten Monate! Zentner.

1894 erheblich geſtiegen, und

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Der Margarinegeſetzentwurf, der von 97 Abgeordneten der konſervativen, freikonſervativen, antiſemitiſchen und nationalliberalen Partei und einigen Deutſch Hannovera- nern im Reichstag eingebracht wurde, fordert, daß das Salzen wie das Färben der Butter geſtattet, dagegen das Färben von Butterſchmalz, Schmalz, Margarine, fowie der hierbei zur Verwendung kommenden Fette nicht geſtattet ſei. Ebenfalls ſollen Kunſtfette nicht gefärbt werden dürfen. Auch Verkäufer

von Kunſtfetten ſollen verpflichtet fein, auf ſämmtlichen Ein⸗ | fet

hüllungen, Kiſten, Fäſſern, Papieren die genauen Beſtandtheile anzugeben. Anlagen zur Herſtellung von Butter, Schmalz, Margarine, Kunſtfetten und Käſe ſollen jeder Zeit polizeilich unterſucht werden können mit der Berechtigung, auch von den Geſchäfts büchern Einſicht zu nehmen. Butter, Butterſchmalz und Schmalz ſollen nicht in ſolchen Geſchäftsbetrieben verkauft werden, wo Margarine und Kunſtfette verkauft werden. Ge⸗ ſchäftsräume und Verkaufsſtellen, in denen Margarine feilge⸗ halten wird, müſſen an auffallenden Stellen die Inſchrift tragen: Verkauf von Margarine. Aehnliche Beſtimmungen ſind vorgeſchrieben für den Verkauf von Kunſtfetten. Bäcker und Konditoren ſollen verpflichtet werden, ſofern ſie Margarine und Kunſtfette zur Herſtellllung ihrer Backwaare verwenden, durch Anſchlag in ihren Back⸗ und Verkaufsräumen dies be⸗ kannt zu machen. Die Ein⸗ und Ausfuhr von Butter, Butter⸗ ſchmalz. Margarine, Schmalz, Kunſtfetten und Kafe oder an⸗ deren Nachahmungen von Butter iſt verboten, wenn die Pro⸗ dukte nicht den Anforderungen dieſes Geſetzes entſprechen.

Die Novelle zum Geſetz über den Reichsinva⸗ libenfond’ in Ausführung des kaiſerlichen Erlaſſes vom 22. März 1895 iſt nunmehr dem Reichstage zugegangen. Der Invalidenſonds wird dadurch für das Etatsjahr 1895/96 mit dem

etrag von 2 300 (00 M. belaſtet für folgende Zwecke: 1. behufs gnadenweiſer Bewilligung von Penſionszuſchüſſen für diejenigen Offiziere, Militärärzte, Beamten und Mannſchaften des deutſchen Heeres und der fatferlihen Marine, welche in Folge einer im Kriege 1870/71 erlittenen Verwundung oder ſonſtigen Dienſtbeſchä⸗ gung verhindert waren, an den weiteren Unternehmungen des Feldzugs theilzunehmen und dadurch ein zweites bei der Penſio⸗ nirung zu der wirklichen Dauer der Dienſtzeit zuzurechnendes st RN zu erdienen; 2. behufs thetlwetfer Uebernahme der aus den Dispoſitlonsfonds des Kaiſers zu Gnadenbewilligungen aller Art bisher bewilligten und fernerhin zu bewilltgenden Unter⸗ ſtützungen an nicht anerkannte Invalide des Krieges 1870/71; 3. behufs Gewährung von Beihilfen an ſolche Perſonen des Unter⸗ offizler⸗ und Mannſchaftsſtandes des Heeres und der Marine, welche an dem Feldzuge von 1870/71 oder an den von deutſchen Staaten vor 1870 geführten Kriegen ehrenvollen Antheil genommen haben und ſich wegen dauernder gänzlicher Erwerbsunfähigkeit in unterſtützupgsbedürftiger Lage befinden. Die Beihilfen follen jähr⸗ lich 120 M. betragen und monatlich im Voraus gezahlt werden. Ste unterliegen nicht der Beſchlagnahme. Ausgeſchloſſen von den Beihilfen find Perſonen, welche aus Reichsmitteln geſetzliche Inva⸗

lidenpenſionen oder entſprechende ſonſtige Zuwendung beziehen, K

ferner Perſonen, welche nach Ihrer Lebensführung der beabſichtiaten ürſorge als unwürdig anzuſehen find, endlich Perſonen, welche ch nicht im Beſitze des deutſchen Indigenats befinden. Bei gleicher Anwartſchaft entickeiden für den Vorzug in nachſtehender Reihenfolge regelmäßig Auszeichnung vor dem Feinde, die frühere Feldzugsperiode, an welcher der Bewerber theilgenommen hat, und das höhere Lebensalter.

Zur Vorberathung eines Reichsgeſetzes über den Handel mit Dünge⸗, Futtermitteln und Sämereien fand, wie die „Bresl. Ztg.“ erfährt, Dienſtag, den 7. d. Mts., im landwirthſchaftlichen Meintfterium unter dem Vorſitz des Geheim⸗ rath Thiel eine Konfererz der verſchiedenen hierbei in Betracht kommenden Intereſſenten ſtatt. Beſchlüſſe wurden nicht gefaßt, ſondern die Aeußerungen nur ad referendum genommen.

In Sachen des deutſch⸗japanſiſchen Handels vertrages ſind, wie die „Poſt“ mittheilt, die Vorſchläge der deutſchen Regierung nunmehr übermittelt worden; eine Beant⸗ wortung derſelben bat ſelbſtperſtändlich bisher nicht erfolgen köngen. a nn ſelbſt dürften in kürzerer Friſt ſich kaum ab⸗

eßen laſſen.

Der preußlihe Landwirthſchaftsminiſter hat von den Ver⸗ waltungsbehörden einzelner Provinzen Bericht über die Bewegung der Schweineſeuchen (Rothlauf, Schweineſeuche bez. Schweine⸗ pelt) eingefordert, um beurthellen zu können, ob die Einführung der

nzeigepflicht für dieſe Seuchen für bie betreffende Provinz ger boten erſchelnt.

Der „Reichsanzeiger“ fchreibt; In der Preſſe wurden vor einiger Zeit wiederum Mittheilungen verbreitet, welche geeianet find, das Verfahren der Milltär⸗ Verwaltung bet den Naturalien ⸗Ankäufen durch die Plovlantämter in ein unrichtiges Licht zu ſetzen. Es wurde ausgefühct, daß die Proviant⸗ ämter bei ih en Ankäufen von den Produzenten der Provinz Han⸗ nober weit über die bon den Händlern geforderten Preiſe hinaus⸗ gegangen ſelen und zur Vermittelung der Ankäufe ſogenannte Ver⸗ trauensmär ner gegen Zahlung nicht unerheblicher Provlſtonen an⸗ genommen hätten. Der letztere Umftand laſſe den Schluß zu, daß bet, den Beſchaffungen von den Produzenten der Zwiſchengandel nicht entbebrt werden körne. Dieſe Angaben find nicht begründet. Die betreffenden Proviantämter haben ſich bei ihren Ankäufen an den Produzenten ſtets innerhalb ber von den Händlern geforderten Preiſe gehalten, eine unzuläſſige Bevorzugung der Produzenten habe alſo nicht ftattgefunden. Die Vertrauensmänner find nicht an den Proviantämtern, ſondern von den betreffenden land wirtbſchaft⸗ lichen Vereinen im Intereſſe der Produzenten beſtellt worden. Eine Prodifion haben dieſe Vertrauensmänner von den Proviantämtern nicht erhalten. Verſchiedene Zeitungen brachten in den letzten Tagen die Mittheilung, daß etn Artilleriſt Julius Sitz in feiner Garntfon Königsberg 1. Pr. ſtandrechtlich erſchoſſen worden fet; Urſache feiner kriegsgerichtlichen Verurtheſlung jet die Ermordung geweſen. Dieſe Mittheilung iſt ganz und gar erfunden.

Der „Reichsanz.“ konſtatirt entgegen anderweltigen Mel⸗ dungen, daß die Provtantämter bei ihren Ankäufen von den Produzenten der Provinz Hannover nicht über die von den Händlern geforderten Preiſe binausgegangen ſeien und daß die Ankäufe vermittelnder Vertrauensmänner nicht von den Proplant⸗ ämtern, ſondern von den betreffenden landwirlhſchaftlichen Vereinen im r der Produzenten beſtellt werden und daß dieſelben von den Proviantämtern keine Provlſton erhalten haben. Eine D Bevorzugung von Produzenten habe allo nicht ſtatt⸗

L. C. Die „Kreuzztg.“ beſtätigt, daß der Landrath des Militſcher Kreiſes Ab g. v. Heydebrand u. der La ſa zurücktreten werde. Das habe aber mit feiner Stellung- nahme für den Antrag Kanitz nichts zu thun, jondern fet ver⸗ anlaßt durch die angegriffene Geſundheit des Herrn. Bekannt⸗

Ne ene

lich hat auch Herr v Kardorff ſein Landrathsamt nur wegen ſeines Alters er iſt nämlich 62 Jahre alt niederlegt. Merkwürdig, daß die Vertretung des Antrags Kanitz gerade für die Herren Landräthe ſo angreifend tft.

Die Wahlprüfungs⸗Kommiſſton des Reichstages hat die

Wahl des Abg. v. Saliſch (fonf, 2. Breslau) bis zu weiteren Erhebungen beanſtandet. Der Reichstagsabgeordnete für Metz Dr. Haas, wird der „Fran'f. Ztg.“ zufolge unmittelbar nach Schluß der Seſſton ein andat niederlegen und nach Frankreich verziehen. (Es hat, wie bekannt, |. Zt. pet liches Aufſehen erregt, daß Haas feinen Sohn franzöſiſchen Offizier werden ließ. Red.)

In den Tagen vom 9. bis 11. Sunt findet in Neuſtadt

an der Haardt der Parteitag der ſüdweſtdeutſchen freifinntgen Volkspartei ftatt, zu welchem man auch bie Reichstagsabgeordneten R. Schmidt⸗Elberfeld, Albert Träger und Weiß Nürnberg erwartet. Der geſchäftsführende engere Ausſchuß der Deutſchen Lehrerverſammlung ait td für die Geſchäfts periode 1895/97 wie folgt konſtituirt: Cuter Vorſitzender Oberlehrer Mörle⸗Gera, zweiter Vorſitzender Lehrer Clausntger- Fetedrichsfelde bei Berlin, Geſchäftsführer Lehrer Grappler⸗Berlin, Beiſitzer Lehrer und Redakteur Böttner⸗Gotha, Lehrer Ewald⸗ Berlin, Oberlehrer Gärtner⸗München, Seminar⸗Oberlehrer a. D. Halben- Hamburg, Schuldtrettor und Redakteur Kleinert⸗Dresden, Paſtor Rißmann⸗Berlin, Lehrer und Redakteur Röhl⸗Berlin. Die „Allgemeine deutſche Lehrerverſammlung (Deutſcher Lehrertag)“ fol fortan einfach „Deutſche Lehrerverſammlung“ beißen.

Ueber die Unterredung des deutſchen Geſandten bei dem Kalſer von Marokko, Grafen Tattenbach, mit dem Gouverneur in Safft wegen der Ermordung des deutſchen Reichs⸗ angehörigen Rockſtroh erfährt die „Köln. Ztg.“, daß der Geſandte in höflicher, aber äußerſt energiſcher und ſcharfer Weiſe die ſofor⸗ tige Jeſtnahme des Mörders verlangte und verfiderte, daß er nicht eher zurückkehren werde, bis dies geſchehen fet. Der Gouverneur antwortete, er habe keine Gewalt über den Kald Abd⸗El⸗Aſis, zu deſſen Kabylen der Mörder gehöre, und der die Auslieferung des Mörders verweigere Die Unterredung dauerte eine Aae Stadt herrſcht unter den Arabern und Europäern große Aufregung.

Nach 8 155 des deutſchen Gerichtsverfaſſungsgeſetzes wer⸗ den die Dieuſt⸗ und Geſchäftsverhältniſſe der mit Zuſtellungen, Ladungen und Vollſtreckungen zu betrauenden Beamten (Ge⸗ richts vollzieher) bet den Landgerichten durch die Landes⸗ Juſtizverwaltung beſtimmt. Auf Grund deſſen wurden in Preußen die Uebernahme, wie Ausführung von freiwilligen Verſteigerungen durch die Gerichtsvollzieher und andere Nebenbeſchäftigungen be⸗ ſchränkt. So z. B. muß die Ablehnung freiwilliger Verſteigerungen durch den Gerlchtsvollzieher erfolgen, wenn die Vermuthung be⸗ gründet tft, daß es ſich um ein unreelles Auktlonsgeſchäft handelt. Freiwillige Verſteigerungen dürfen mit Zwang sp erſteigerungen nicht derart verbunden werden, daß das Publikum über den Cha: rakter des Geſchäfts in Unſicherheit oder Jerthum verſetzt werden könnte. Auch darf die Veritetgerung von Waren eines Wander: lagers nur dann vom Gerichtsvollzieher übernommen werden, wenn ihm die Entrichtung der Steuer für den Wanderlagerbetrieb nachgewleſen tft. Nach einer neueren Anordnung deer Juſtizver⸗ waltung dürfen die Gerichtsvollztieher die Verwaltung von onkurſen, und zwar nach Einholung der Genehmigung des Oberlandesgerichtspräſidenten, nur daun übernehmen, wenn ein anderer Konkursverwalter nicht zu ere

langen 1 one 1 at durch Urthell vom 14. März

Das Kammergericht d. J. in der Reptſtonsinſtanz entſchteden, daß das Fellbalten le⸗ bender Wachteln während der für diefes Wild vom 1. Fe⸗ bruar bis Ende Auguſt währenden Schonzeit eine Uebertretung des Geſetzes über die Schonzeiten des Lolldes vom 26. Februar 1870 baritellt.

Wie aus Witten gemeldet wird unternehmen etwa 3000 Weſtfalen heute eine Huldigunas⸗ Fahrt nach Frledrichsruh.

Nach einer an das Oberkommando der Marine gelangten telegraphiſchen Meldung iſt S. M. ©. Buffard“ Kommandant Korvettenkapitän Scheder, am 23. April in Apia und S. M. ©. „Iltis“, Kommandant Kapitän Lieutenant Ingenohl, am 10. Mat

in Shang ha! eingetroffen ; told, 8. Mal. Auſträgalgericht. Wie das „Lippiſche Volksblatt“ meldet, iſt durch das Ueber

einkommen zwiſchen der lippiſchen Landesvertretung und der Regentſchaft über die zur Entſcheidung der Thronfolge⸗ ſtreitigkeiten nothwendigen Maßnahmen das Reichs⸗ gericht als Auſträgalgericht in Ausſicht genommen.

Rußland und Pole

Petersburg, 8. Mai. [Original⸗Berichtd. „Po. Ztg.“] Ueber die Ausdehnung des ſtaatlichen Branntweinverkaufs auf weitere Theile des Reichs wurde jetzt endgiltig Beſchluß gefaßt. So wird das Verkaufs⸗ monopol am 1. Juli 1896 eingeführt in den Gouvernements Beſſarabien, Volhynien, Jekaterinoslaw, Kiew, Podolien, Taurien, Cherſſon und Tſchernigow, den 1. Juli 1897 in den Gouvernements Wilna, Witebsk, Grodno, Kowno, Minsk, Mohilew und Smolensk und den 1. Juli 1898 in den Gouvernements des Zarthums Polen. Alſo wird die Krone binnen drei Jahren den Branntweinausſchank in dem ganzen Südweſtgebiet in ihre Hand nehmen. Der Nutzen dieſer Maß⸗ regel iſt unverkennbar, da die bisherigen praktiſchen Verſuche mit dem Branntweinverkaufs⸗Monopol die volle Möglichkeit, der Trunkſucht zu ſteuern, erwieſen haben. Das weibliche mediziniſche Inſtitut wird eröffnet, weil der Reiche» rath nichts dagegen einzuwenden gefunden hat. Gemäß der Organiſation des Inſtituts müſſen neueintretende unverheirathete Studentinnen einen Erlaubnißſchein zum Studium von ihren Eltern oder Vormündern und verheirathete einen ſolchen Schein von ihrem Gatten vorlegen. Bei der Aufnahme wird eine ſpezielle Prüfung in der lateiniſchen und griechiſchen Sprache verlangt. Der volle Lehrkurſus wird auf fünf Jahre berechnet. Das Inſtitut ſoll dem Miniſterium der Volksaufklärung unterſtehen. wit 3

* „Die verbaftete Bolizet.“ Unter dieſen Titel brachten wir neulich eine Erzählung aus Ruſſiſch⸗Polen, von der der Verfaſſer verſicherte, daß fie wahrheitsgetceu fei. Die Gee

ſchichte ſpielt in Radom und ſchildert das Treiben einer Diebesgeſellſchaft unter Mitwirkung bezw. Duldung der

Poltzel. Am Schluß ſagte der Verfaſſer, der Boltzeimeliter werde mit den übrigen Schuldigen vor dem Bezirksgericht er⸗

ſcheinen, „wenn er ſich nicht vorher der irdiſchen Gerechtigkeit ent⸗

zieht.“ Als Fortſetzung dieſer Geſchichte dürfte folgende Depeſche

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der „Voſſ. Ztg.“ aus gemberg, 10. Mal, anzuſehen ſein $ „Nach Warſchauer Meldungen. hiefiger Polenblätter erhenkte fi) in Radom der dortſge Polkzeichef Major Klerczenko, nachdem gezen ihn im A ifteage des Gener algouverneurs Grafen wegen zıblreiher Mißbräuche ein» geleitet worden war. Die Erhebungen er zahen, daß in Radom zahlreiche Diebsgeſellen und andere Verbrecher pft . mit dem Polizeichef zu handeln egten.“

Riga, 8. Mai. [Orig.⸗ Ber. d. „Poſ. Ztg.“ Nachdem die Juden aus wanderung über Libau nach Argentinien in neuerer Zeit ſehr nachgelaſſen hatte, nimmt ſie nunmehr dem Anſchein nach einen bedeutenden Aufſchwung. 1600 Juden ſollen in vier Transporten innerhalb zwei Monaten auf Koſten des Baron Hirſch nach den argentiniſchen Kolonien expedirt werden. Jeder Transport wird von einem Schächter und einem Koch begleitet. Delegierte des Baron Hirſch reiſten kürzlich von Libau auf einem Dampfer nach Argentinien, um für die große Partie Auswanderer dort Quartier zu machen.

„Großbritannien und Irland.

London, 9. Mal. Die „Times of Fadia" enthält einige intereſſante Einzelheiten über den afgbantihen Prinzen Naſuruflah Khan, der bekanntlich nächſte Woche in Eng land eintrifft, um als Stellvertreter des Emtrs von Afabantitan auf einige Zeit der Lime der Salſon zu werden. Sirdar Naſu⸗ rullah Khan tit der zweite Sohn des Emtrd, exit 23 Jahre alt, hat es aber, dank ſeiner Begabung, ſchon bis zum Flaan em niſter gebracht und fod feines Amtes mit elner geſchüftlichen Verf ol rgen- heit walten, die einem Grautopf Ee machen würde. Seine Kenntuiſſe der enaliſchen Sprache find nicht groß, bie der en glichen Herrenmode aber achtungswerth, denn mit Ausnahme der Kopf⸗ bededung, die aus einem mit werthvollen Juwelen dedeckten Eure ban beſteht, trägt er RH gaanz wie ein Alltazs⸗Engländer. Er von mittlerer Gcöze und ſ blank, während der erſt⸗ geborene Sohn des Emirs, Prinz Habbibullak, der Liebling ſeines Volkes, ein breitſchultriger, aroßer Mınn tft. Als ſich der Emir geſundheitshalber gezwungen fab, feine begbſichtigte Reife nach England aufzugeben, ſchlag die engliſche Regierung vor, der älteſte Sohn ſolle die Einladung der Königin anſtatt feiner annehmen der Vuer ſchlug dies ab, da er fett ſeiner Krankheit an ton tbatſächlich die Regierung übertragen habe, und ernannte Bring Naſurullah zu feinem Geſandten, Der Kronprinz jog ein ausge⸗ zelchneter Regent fein und die ihn ken nen, ſagen vorays daß er über kurz oder lang eine Eiſenbahn nach Kabul durchſetzen werde Nachdem der Emir die Abſend ung des Prinzen beſchloſſen. ſſeß er ſofort Vorbereitungen für die Reiſe treffen die Einkäufe von werthvollen Geſchenken einbegriffen; für dieſen Zweck verausgabte er in Kaſchmir allein zwei Bath Rupien für Shawls. Auch ſchenkte er ſäm ut⸗ lichen Mitgliedern des peinzlichen Gefolges, unter dem ftH zwet Mullahs, ein Koſcha⸗Mitzger und eine Anzahl ausgeſuchter Sol⸗ daten befinden, neue Kleldungeg und gab ihnen ihrem Range nach genügende Geldſummen, um ſich in London des Lebens freuen zu können. Vorausſichtlich verbringt der Prinz drei Wochen in Eng⸗ land, beſucht auf der Rückrelſe das Feſtland und fetect am Cade ſener Reiſe in Kandahar ſeine Hochzelt mit der Tochter eines

reichen Häuptlings. Wo es. 8

8. Der „Dziennik“ begrüßt das vorausſichtliche Scheitern der Umſturzvorlage (Re iſt inzwiſchen gefallen. Re) 5 Gefühle der Befriedigung. Dar die Erfahrung belehrt, wüßten die Polen ſehr wohl, daß die Folgen der regierungdfeitg ins Werk geſetzten Aktlon ſich in erſter Linſe an ihrem Körper fühlbar machen würden, abgeſehen von der Thatſache, daß einzelne Vorſchriften des Entwurfs jede fretere, geiſtige Entwickelung mit ernſter Gefahr be⸗ drohten und nicht allein die bürgerliche, ſondern auch die künſt⸗ 1 e und wiſſenſchaftliche Freiheit auf jedem Schritte einſchränkten.

8. Der „Rurper“ batte in der mit einem hleſigen deutſchen Blatte geführten Preßfehde von „polniſchen Ohrenbläſern deutſcher Zeltungen“ geſprochen. Heut fordert der „Oredownk“ dies Blatt auf, Namen zu nennen, da man ſonſt annehmen müſſe, daß es ſich dieſe Anſchuldigung erdacht habe, wie die im Vorjahre in jener bes kannten Broſchüre gegen die polniſche Volkspartet erhobene Bere dächtigung, daß letztere mit dem deutſchen Frelſiun tuntg fraters nifice. Vermuthlich werde obiges Gerücht, ebenſo wie die letztan⸗ geführte Lüge vom „Kuryer“ zu dem Zwecke in die Welt geſetzt. um der Geiſtlichkeit Sand in die Augen zu ſtreuen. Es fel keine Bagatelle, ob ein Pole die Hülfe eines deutſchen Blattes gegen ein polutſches in Anſpruch nehme. Ein derartiges „Organ der Geiſt⸗ lichkeit“, wie der „Kuryer“, das der Volkspartel gefälſchte Papiere in die Taſchen fchtebe, um hinterher aus vollem Galle zu rufen: Seht ihm in die Taſchen!“ ein Blatt, das von deutſchen Zeitungen öffentlich verlange, ſie ſollten nichts aus dem ,Oredotwnit” bringen, el! „Organ der Geiftlichtett” folder Art Lan: öffentlich keine Glaubwürdigkeit beanspruchen.

8. Der „Goniec“ meint, der H. K. T. Verein habe es ſich zur Aufgabe geſtellt, nicht nur die Entfaltung der polniſchen In⸗ duſtrie aufzuhalten, ſondern auch das Aufkaufen polniſchen Bodens au erleichtern und zu beſchleunigen, worin er der Auftebelungs- ommiſſion den Rang abzulaufen trachte. um Beweiſe dafür veröffentlicht das genannte Blatt folgendes „Dokument“:

„In der Provinz Bolen bietet ſich jetzt günſtige Gelegenheit zum Erwerb von Grundbeſitz. Der Kauf kann einmal fretbindig

eſchehen, dann aber auch durch die Vermittelung der königlichen uſtedelungskommiſſion in Poſen oder der königlichen General⸗ Kommiſſton in Soe

Bei der königlichen Anſiedelungskommiſſion erwirbt der Käufer den Grundbeitk vom Staate, welcher große Güter ankauft und Re dann zertheilt, um kleinere Bauernſtellen in der Größe 20 bis 100 Morgen zu ſchaffen. Der Erwerb als Eigenthum findet ſtatt gegen Zahlung einer Rente von ca. 3 pCt. des Werthes. Eine all⸗ mähliche zigung (Amortifatton) findet nicht ftatt. 2

Bei der Löntglihen General⸗Kommiſſton iſt der Verkäufer eln Privatmann, die königliche General⸗Kommiſſion überwacht den Vere käufer. Der Kauf findet ſtatt gegen Zahlung einer jährlichen Rente 25 12 10 worin ¼ pCt. Amortifation zur allmählichen Tilgung

alten iſt.

Kaufluſtige werden dringend vor gewiſſenloſen Agenten gewarnt, welche Käufe vermitteln ohne Rückſicht auf die zukünftige Exiſtenz⸗ möglichkeit des Anſiedlers.

Der Verein zur Förderung des Deutſchthums in den Oftmarten vermittelt Käufe ohne Provlſions zahlung und giebt über Alles Eve forderliche ſtets gern bereitwilligſt genaue Auskunft. .

Das Land tit fruchtbar, theilweiſe reich; über 4000 Familien haben ſchon eine fichere Exiſtenz in Oſten gefunden, tauſende können noch angefiedelt werden.

Die Preiſe für den Morgen Land (1 Morgen gleich / Hektar) ſchwanken zwiſchen 120 und 250 Mark.

Die Adreſſe des Vereins zur Förderung des Deutſchthums in den Oſtmarken iſt Poſen, Wilhelmsplatz 17, IL ö

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Mit Bezug auf die vom Breslauer Schulkollegium an das Gymnaſtum in Lau ban gerichtete Verfügung betreffend das Leſen lutberiſcher Sch:tften im deutſchen Unterricht meint der zKuryer“ „Unferer Meinung nach würde man der durch prote⸗ ſtantiſchen Indifferentismus hervorgerufenen Veralftung () der Herzen katholiſcher Schüler am beſten damit begegnen, wenn man die fimultonen Unterrichtsanſtalten aufhöde. Solange dieſelben befteben, empfehle es ſich, daß die höhere Unterrichtsbebörde eine Verfügung erließe des Juhalts, daß proteſtantiſchen Schülern das Mitbringen irgendwelcher „Schriften“ Luthers in die Schule nicht geſtattet fel. Wir wiſſen aus Erfahrung, welche Verwirrung unter den katboliſchen Schülern das heimliche Leſen der „Bibel“, der z Blalmen und fonfttaer „Werke“ Luthers, die ihnen von ihren broteſtantiſchen Mitſchülern geliehen werden, anrichtet!“ (Wesbalb ſtellt der „Kuryer“ nicht die Forderung auf, man ſolle den Prote⸗ ftanti8mugs überhaapt unte drücken; alle Kinder müßten katholiſch werden? Das wäre doch das Einfachſte. Red.)

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ee ie arene beengt . 0 be Wen aft fi vu

rd dieſe Anlage, wenn der angepflanzte wilde Wein e etenhaus zu den Bögen emporgerankt haben wird, ſehr zur Verſchönerung Der G ‘ent Me { t i i in d des Ganzen beitragen. Als Verbeſſerung tt auch hervorzuheben, er Geſetzentwurf über die Privatfiſcherei in der daß ia unmittelbarer Nähe des Orcheſters die ca. 4000 Sikpläbe Rheinprovinz wird in 3. Leſung angenommen. Desgleichen des Garten: noch um einige Hundert auf einer teraffenartigen An⸗ der Geſetzentwurf betr. Beſtimmungen des Ausführungsgeſetzes lage vermehrt worden find. So tft die Verwaltung unſeres Zoo⸗ zur Zivilprozeß ordnung von 1879 und des Geſetzes

logiſchen Gartens unablä bemüht, d errli ten, Sek uns manche begebe Send Sine 4 = ee von 1869 betr. die Ausstellung gerichtlicher Erbſcheine. h Es folgt die Berathung des Jagdſcheingeſetzes.

nen. Demgegenüber fet wiederholt der Wunſch ausge prochen, daß id das Publikum in energiſcherer Weiſe als bisher des Schutzes der Abg. Imwalle Centr.) empfiehlt Ueberweiſung an die um Anlagen annehmen möge. Leider kommen immer wieder Beſchädi⸗ 7 Mitglieder verftärkte Agrarkommiſſton. gungen aller Art vor. Grüne Zweige und blühende Blumen, die Landwirthſchaftsminiſter Frhr. v. bbs merſtein führt aug, für Alle beſtimmt ſind, werden rückſichtslos von Einzelnen in An⸗ das Geſetz wolle vor allen Dingen Gleichmäßigkeit für Preußen iprud genommen und abgerifien und krotz der vorhandenen Bar⸗ rlere wird der aufſprießende Raſen von Kindern oft unter den Augen der Eltern niedergetreten und vernichtet.

Geologiſch agronomiſche Landes⸗Aufnahme. Die Ar:

Berlin, 11. Mat, Abends.

ſchaffen, was vielfachen Wünſchen entſpreche. Die Einziehung der auf 20 Mark erhöhten Jagdſcheingebühren müſſe auch fernerhin den Kreiskaſſen und den ihnen nebenſtehenden Kaſſen zu Gute kommen. Den Gelegenheitsjäger treffe keine ſch vere Steuer, da er in ſolchem Falle eine Tageskarte löſen könne.

Abg. Buſch (tonj.) meint, die Jagdſteuer von 20 M. belaſte diejenigen, die auf ihrem eigenen Grundbeſttz lagen, zu ſehr. Auch müßten Förſter und Berufsjäger ein für allemal von der Steuer befreit ſein. Redner empfiehlt die Verwelfung an eine Kommiffton von 21 Mitgliedern.

Abg. Möller (nl) hält eine Kommiſſlon von 14 Mitgliedern für genügend.

Abg. Landrath v. Bülow (frt) tritt der Vorlage bet und empfiehlt den Antrag Imwalle auf Ueberweiſung an die um 7 Mitglieder verſtärkte Agrarkommiſſſon.

bg. Kirch (Ei.) verlangt beſſere Formulirung der Be⸗ ſtimmungen über Gewährung und Entziehung der Jagdbe⸗

rechtigung. von Woyna (fet) empfiehlt, für Ausländer die Jagd⸗

en, 11. Mal.

* Die Steen für das Jahr 1895/96 find den Steuerpflichtige nunmehr ſämmtlich behändigt. Die Zettel ſelbſt zeigen, abgeſehen von der veränderten Farbe des Papiers in mancher Beziehung gegen früher Abweichungen, welche durch die mit dem 1. April 1895 in Kraft getretenen Er⸗ gänzungs⸗ und Kommunalabgaben⸗Geſetze bedingt find. Neu Iinzugetreten ift die Ergänzungsſteuer fortgelajjen die Betriebs⸗ ſteuer, Letztere muß binnen zwei Wochen nach erfolgter Be⸗ nachrichtigung Be age ange 5 nae a

ae te Zahlung wir en a. dem Benacicidtigunssicerioer beg nig fikaliſchen und der chemiſchen Konftttution der verſchledenen Boden⸗ ſcheingebühren auf 90 M. zu erhöhen.

Alle übrigen Abgaben und zwar Gemeindeeinkommen⸗, Staats- M ie wird einer Kommiffton von einkommen. Gewerbe, Grund- und Gebäudeſteuer Rente und Wichtigkeit der Aufnahmen, die aus Lanbrofethihaftiiihen Kreiſen 14 Mitgliedern pee mieten. „Es folgt die Berathung Servis⸗Zuſchlag werden wie bisher in vierteljährlichen, 4 die des Antrages Jürgenſen betr. Aufhebung der Grun d⸗ Provingial Heuer Societätsbeiträge in halbjährlichen Beträgen iL ſteuerentſchädigun 3 8 oe Rückzahlungspflicht. an die ſtädtiſche Steuerkaſſe abgeführt und auf dem Steuer⸗ Abg. Jürgen ſen (nl) begründet eingehend feinen Antrag.

ttel quittirt. Mit dem 1. April 1895 iſt bekanntlich die off bie Pa a ees 12 aes Hebung ſämmtlicher Staatsſteuern den Gemeinden übertragen, sehmmeben Vorbehalt gewährt worden. Die Rt ablüngzpſ es haben daher auch die Cenſiten mit Einkommen von mehr würde überhaupt ſchwer durchführbar fein, weil viele früheren

300 M. die Staats⸗Einkommenſteuer an die ſtädtiſche Grundſteuerunterſuchungen vertagt oder eingeſtellt worden find. erke ee und nicht mehr an die Kreiskaſſe a bzuführen Er * ate 5 es 8 20 ge re

5 „Dr. Sattler (ntl.) entgegnet, der Antrag fet re Auf der Rückseite der * 4 e nicht zu begründen, Entf&äblgingen eten’ damals geimäbrt Sonor Tarif neu hinzugekommen, auch in den „Bemerkungen“ fin nt Menderes eingetreten, wie ſie durch die Vor⸗

um den früheren Privilegirten das Zahlen der Grundſteuer zu ere

leichtern. Jetzt müſſe natürlich jede Entſchädigung aufhören. Der ſchrift der neuen Geſetze bedingt werden. Somit enthalten die tttel alles, was den Steuerzahlern das an ſich nicht ſehr

Antrag fei geeignet, den Sozlaldemokraten ein neues Agitations⸗ angenehme Geſchäft der Steuerentrichtung zu erleichtern vermag.

mittel an die Hand zu geben. Abg. von Kröcher (Conf) bemerkt u. A., daß der Staats⸗ kaſſe bie Rückzahlung der Entſchädigungen nur wenig Vorthelle 2 werde und beantragt Ueberwelſung an die Budget⸗Kom⸗ " 2 4 miffion: I. Brattiiche Beſchäftigung ſogen. Zöglinge in Eiſen⸗ Aba. Im wal lle erklärt den Antrag für mißlich, well das ö atten. Bewerber um die Laufbahn zum Bau: 8. 0 weil ba 8 ea Eisenbahn- Sekretär müffen die Berechti⸗ neue Grundſteuergeſetz noch nicht in rechte Wirkſamkelt getreten gung zum einjährig⸗freiwilligen Milttärdlenſt beſitzen und mindeſtens zwei Sabre in einem Baus dezw. Maſchtnenbaubandwexk oder einer Eiſendahn⸗Hauptwerkſtätte praktiſch und mit autem Erfolge, der Regel nach ganz oder thellweiſe vor dem Beſuche der technlſchen

fet. Auch fet er mit dem Rechtsbewußtſein unvereinbar. Nach kurzer Debatte wird der Antrag einer Kommiſſton ſchule gearbeitet haben. Ferner wird von denſelben das Reife⸗ “ea einer ſeitens der Eſſenbahndebörde als genügend aner⸗

von 14 Mitgliedern überwieſen. Nächſte Sitzung Dienſtag

11 Uhr. Tagesordnung: Petitionen und Interpellation ſchule verlangt. Das Zeugniß über die e erſezt en be der

Ring. Nach Berichtigungen aus Weimar ſiegte Reich Sauls Bis jetzt fehlte ſti darüber, unter welchen ebingungen 4 State, die nach ihrer Vorbllpung

muth (konſ) mit über 100 Stimmen, über den Sozialiften zwiſchen den Werkſtattslehrlingen und den Maſchinenbau⸗Eleven

Baudert.

ſtehen, zur praktiſchen Beſchäftigung in Eiſenbahnwerkſtätten zu⸗ elaſſen —— Der Etiſenbahnminiſter hat deshalb das olgende beſtimmt: Junge Leute, welche die Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Milttärbienft erlangt haben, können in mäßiger Zahl zu ihrer handwerksmäßigen Ausbildung in den &tjenbobn-Danptwerkitätten auf die Dauer von längſtens 2 Jahren zugelaſſen werden. Derartige „Zöglinge“ müſſen die erforderliche Beſundbeit, Rüſtigkeit und Gewandtheit, tusbefondere ein ausreichen⸗ des Hör⸗, Seh⸗ und Farbenunterſcheldungsvermögen beſitzen, ſich aus eigenen Mitteln oder durch Unterſtützung ihrer Angehörigen unterhalten können und ih den Beſtimmungen der Arbeitsordnung unterwerfen. Sie können insbeſondere wegen unzulänglicher Fort⸗ ſchritte mit 14tigiger Kündigung entlaſſen werden; im Beſchwerde⸗ falle entscheidet enbaittig die vorgeſetzte Eiſendahn⸗Direltlon. Ihre Beſchäftiaung erfolgt außerhalb des Beamtenverbältuſſſes und ohne daß ihmen ein Recht oder eine Anwartſchaft auf künftige Ueber⸗ nahme in daſſelde oder auf dauernde Beibehaltung exwächſt, was

(Fortſetzung des Lokalen in der 1. Bella ze.)

Celearaphiſche Nachrichten.

*) Budapeſt, 11. Mai. Miniſter Joſika traf Vor⸗ mittag hier ein und fuhr ſofort zum Miniſterpräſidenten, mit dem er eine längere Unterredung hatte. Um 4 Uhr Nach⸗ mittag findet ein Miniſterrath ſtatt, in welcher die Haltung des Kabinets zu der ſchwebenden Angelegenheit ver⸗ einbart wird. Baron Joſika wird mit dem Minifterpraftdenten vorausſichtlich nach Wien reifen, um dem Könige die Verein⸗ barung des Kabinets zu überbringen.

Pofohama, 11. Mal. Admiral Kaboyama iſt zum Höchſt⸗ kommandirenden in Formoſa ernannt worden. Es verlautet, Vicomte Enomote fet zum Geſandten in China beſtimmt. . —— SS

Telephoniſche Nachrichten. Seam, 1 e e

Budapeſt, 11. Mat. Die Ortſchaft Beszea im Komitat Neutra wurde Ei durch eine Feuersbrunſt größtentheifs ar Eine Frau verbrannte, viele andere Perſonen wurden

erletzt.

Paris, 11. Mat. „Mömorial diplomatique“ berichtet, die Reiſe des Fürſten Ferdinand von Bulgarien nach München habe den Zweck gehabt, in Berlin auf eine Intervention zu Gunſten Bulgariens . De dee wt alle direkten derartigen Verſuche ere

5 „folglos geweſen ſeien. gung des Soziallſtengeſetzes vorgebracht habe; ſelbſt ein Freillgrath Briiffel, 11° Mal. In hand elspolitiſchen Kreiſen tft die Erregung über die Annahme des Schutzzoll⸗ gefeges, welche als feſtſtehend gilt, ſehr groß. Man glaubt, nach dieſen Erfolgen würden die Schutzzöllner weiter gehen und dem König ein protektioniſtiſches Kabinet auf⸗ drängen. elgrad, 11. Mal. Die Königin Natalke fol den

Al vorher erſucht 5 nicht unmittelbar nach ihrer me kunft einen Kablnetzwechſel vorzunehmen, da derſelbe ihrem Einfluß zugeſchrieben werden könnte.

über die 9 der Verächtlichmachung von Heereseinrichtunden re Angehör

orlage gelegt fet. ; 112 jet ein ebenſolcher Kautſchukparagrapb. tire gegen die Art, wie Herr von Köller von

len der Vorkämpfer der Oppoſitlon gegen die Vorlage, auch durch eine

8 . mitten - 8 gen Pr en f ie Beſchäftigung geſchieht t enfo habe man den Re a er zu machen verſu ete e ede eee lee "uns| wenn Kirch ale am 28. Mac: 6119 e Well

zwar thunlichſt und ſoweſt dienſtliche Gründe jeweilig nicht ent⸗ f

—j A fer Sahle erei, Dreberel, Schmiede, Formereſ⸗ rleasminiſter Bronſart von MITE orf erklärt, der odellſchreinerel unentgeltlich; doch können fie geeignetenfalls

‘ren Arbeiten entſprechende Vergütung erhalten.

* Der Juſtizminiſter Schönſtedt hat beſtimmt, daß am 14. Juni, dem Tage der Berufs⸗ und Gewerbe⸗ zählung, Termine, welche die Abweſenheit der zu ihnen geladenen Perſonen von ihrem Wohnorte in der für die Zählung maßgebenden Nacht vom 13. auf den 14. Juni noth⸗ wendig machen würden, nicht abgehalten, auch die Schwur⸗ gerichtsperioden fo beſtimmt beziehungsweiſe verlegt werden, daß die Geſchworenen nicht genöthigt find, in der be⸗ zeichneten Nacht von ihrem Wohnorte abweſend zu ſein. Ab⸗

chungen von dieſer Anordnung ſind nur aus dringenden Gründen zuläſſig.

* Radwettfahren. Bezüglich des morgen ſtattfindenden Rennens auf der Radfahrer⸗Rennbahn im Schilling machen wir ae aufmertiam, daß Billets zu ermäßigten Breilen in den Vers Se

Wiſſenſchaſt, Kunſt und Literatur. Dem Irrenhauſe entſprungen. Leben und Schickſale des Jullus Pfeiffer. Von dem Flüchtling ſelbſt verfaßt. 16 Bogen. Verlag von Rob. Lutz. Mt. 1.80 oder in 6 Lieferungen 30 Pf. In der „Heilbronner Ztg.“ urtheilt der bekannte H. Mitarbeiter derſelben über obige Schrift: geftebt gerne, daß er noch felten von einer Erſcheinung der mo⸗ ernen Tagesliteratur fo überraſcht und angezogen worden {ft wie von oben fine Cr Broſchüre. Ein ſchwädif

Milttärverwaltung im Auge habe; fie ae ähre etwas, was gar oden der erungs⸗ vorlage. Ueber die eee habe ſich die Regierung

d tigen Abg. Spahn, Staatsſekretär Nieberdin und Generalauditeur gi ttenbach entipinnt ſich eine Polemi

in von Kardorff erklärt, daß die Reichspartei nach der Erklärung der n gegen die Kommiſſtonsfaſſung ſtimmen werde. Daſſelbe erklären d

Darauf wird Paragraph 112 der Regierungs⸗ vorlage gegen die Stimmen der Ronfervativen und Nationalliberalen abgelehnt, ebenſo die Kommiſſionsfaſſung.

Abg. Richter (fr. Vp.) macht zur Geſchäftsordnung den Vorſchlag, es nunmehr kurz zu machen und über die nachfolgenden Paragraphen ohne Dis kuſſi on abzuſtimmen. erkenswerthes aus dem Zoologiſchen Garten. Manteuffel erklärt ſich Namens der Konſer⸗

vbr. v. Im Zoot den letzten & vativen damit einverſtanden. Rn Pell um ſchr kene Gpemplare ern Das Haus beſchließt demgemäß und lehnt der Reihe

u tft eln Tiger, dem ſchwarzen Panther ein Panther⸗ nach ſämmtliche Paragraphen der Umſturzvorlage gi pete Ut worden. Außerdem nb mehrere Verbeſſerun⸗ gegen es Stimmen der Ronjervativen und Rational-

5 Sgeführt worden. Der Kinderſpielpla %%% nnn, vertagt fic

auch dem, der mit ziemlich ſteptiſchem Sinn an die Lektüre gee gangen iſt (wie S one bien 1935 Zugeſtändniß abnöthlgen: „Der Mann der ſolch ein Buch ſchreiden kann, der tft keineswegs „krank“, ſondern im Beſitz feiner getitigen Fähigkeit, um die thn mancher „Geſunde“ beneiden dürfte ... Geradezu unerfindlich aber

Witelen (fiebe Inſerat) zu haben find. Dem rührigen Renn⸗ ren, welcher fic um die Hebung des Radfabreriports Verdienſte das bat, iſt eine Betbetiigung umſomebr zu wünſchen, als Sportsleben in unſerer Stadt immer noch verhältnißmäßig wenig depfl *

egt wird. welcher der Verfaſſer freimüthige Aufſchlüſſe über feine Schſckſale im Zuchthaus Tah tai Sees zu geben verſpricht . .”

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einer entsprechend großen Gummiplatte belegt durch Fenfter mit Spiegelſchelben erhält der Raum das erforderliche Licht. In dem Gale it alles darauf eingerichtet, daß Staub und Wi- reinigkeit auf Wänden, Fußboden und Geräthen vollkommen abge⸗ waſchen werden können. Von beſonderen Apparaten ſind noch zu erwähnen ein Becken zum Sterillſtren (D. b. zur abſoluten Reini gung) der chirurgiſchen Inſtrumen te durch Bebandlung mit ſieden⸗ dem Waſſer: ein Apparat zum Steriliſtren der Verbandswatte, jo: wie ein Apparat zum Steriliſtren des Waſſers; außerdem ein Waſſerſtrom⸗Heizoppaxat zum vollkommenen Reinigen der Hände. In einem älteren Theile des Gebäudes (bekanntlich einem ehe⸗ maligen Kloster) iit neuerdings das Aufnahmezimmer, in welchem auch die polikliniſche Behandlung von Kranfen vorgenommen wird, eingerichtet worden. Durch eine Vorrothstammer gelangt man zu der reren Dompftüche, die 9 Kochteſſel in zwei Kolonnen, jeder Keſſel u 45 bis 290 Liter Inhalt enthält. Die fertigen Speiſen werden miitelft Aufzuges nach den oberen Stockwerken des Kranken⸗ bauſes gelchafft.! e u See) een toe RE m. Die Breiteſtraſte wird ſich in baulicher Hinſicht vor allen Straßen bex Unterſtadt einer großen Bevorzugung erfreuen. Im Laufe des Sommers erhält die Straße bekanntlich ein neues Pflaſter aus Kopſſteinen oder Würſelſteinen. Dann entſtehen mehrere ſtatiliche Neubauten. Das wiederholt erwähnte aroße Webnbaus von Kindler, an der Ede der Breſteſtraße und Schub: Auacherſtraße. wird zum Herbst heztehbur. Auf beiden Seiten ganz nen aufgebaut wird bas Oſtende der Brelteſtraße, von der Großen Gerberſtraße bis an die Walliſckeibrück. Die alten änfer der linken Seite, vom Alten Markte aus, find in den eſit des Reglerungsbaumelſters Lauder und des Herrn Flegel übergegangen, die dort zwei große ſchöne Wohnhäuſer errichten. Mit dem Bau der an der Brücke liegenden Häuſer wird im Monat Juli begonnen, das Eckhaus kommt ein Jahr ſpäter an die Relhe. Die rechte Seite wird gleichfalls neu bebaut. Die vorderen Gebäude der früheren Gpritfabrit Comtolr, Lagerhaus und Baſſinbaus an der Straße werden abgebrochen und machen einem modernen Wobnbaule Platz, ebenſo ſpäter das einſtöckige

E der Breiteſtraße und Gr. Gerberſtraße. Der Bauherr deer Grurd tte ift der Eſſigfabritant Baſzynskſl. Mit dem Ab: druch der vorderen Fabrikgebäude wurde beute begonnen dae

auptſabrikgebäude bleibt zur weiteren Benutzung fteben. In der Serben eet ri at ale werden dieſe Neubauten felt lan abren die erſten fein. 3 = den Jakante Stellen für Militäranwärter. Im Beairt des V. Armeekorps: Sofort beim Magiſtrat von Görlitz: die Stelle eines Pollzeiſergeanten, mit 1200 2. Gehalt, welches von drei zu drei Jahren um je 100 M. bis 1800 M. ſtelgt, und Dienſikleldung; bei dereinitiger Penſtonſrung wird bie geſammte Militärdienſtzeit als per ſionsfähige Dtenftzett angerechnet. die Stelle eines Nevierichreibers mit 900 M. Gehalt, welches von drei zu drei Jahren um je 100 M. bis zum Höchſtaehalt von 1500 M fteigt, und Dienſtkleidung; bei der Penſtontrung wird die ge fammte Militärdienſtzeſt als a Dienftzett angerechnet. Ferner die Stellen von 2 Boltzei-Hlifsfergeanten mit je 900 M. Gehalt, welches von 3 zu 3 Jahren um je 100 M. bis zum Höchſt⸗ gehalt von 1500 M. ſteigt, und Dienſtkleidung; bei dereinſtiger Benftontrung wied die geſammte Mtlitärdienſtzeit als penſtons⸗ fühtge Dientigett angerechnet. Sodann die Stellen von 2 Ober⸗ Wacgimanners mit je 900 WM. Gehalt, welches von 3 zu 3 Jahren um je 100 M. bis zum Höchſtgehalt von 1500 M. ſteigt, und Dienſtkleldung; bei dereinſtiger Penſiontrung wird die geſammte Milttärdtenſtzeit als penſtons färige Dienftzeit angerechnet. Ferner die Stellen von 2 Poltzeiboten mit je 900 M. Gehalt, welches von drei zu drei Jahren um je 100 M. bis zum Höchſtaebalt von 1500 P. Hetgt, und Dienſtkleſdung; bei dereinſtiger Penſtontrung wird die geſammte Milttärdienſtzeit als penflonsfibige Dienſtzeit ange⸗ Endlich die Stelle eines Poltzel⸗Gefangen⸗Aufſehers mit 900 M. Gehalt, welches von drei zu drei Jahren um 100 M. bis zum Höch ſigebalt von 1500 M. ſtelgt, und Dienſttleidung; fur Wohnung, Heizung und Beleuchtung werden 120 M. pro Jahr in Abzug gebracht; bei dereinſtiger Penſtontrung wird die geſammte Milttärbienftzelt als penſionsfäbige Dienſtzeit angerechnet. Zum 1. Juli d. J. beim Magiſtrat von Vib en die Stelle eines Nacht. wüchters mit 306 M:; die Stelle iſt nicht penſtons berechtigt. Sofort bet Magiſtrat und Poltzetverwaltung von Meſeritz die Stelle eines Polizel⸗Wachtmeiſters und Vollzu hungsbeamten mit 1000 M. Gehalt exkl. der Gebühren als Bollzlebungsbramter; bei dee Penftonteung wird die zurückgelegte Milttärdienſtzelt nicht an gerechnet; es tit eine Kaution von 150 M. zu ſtellen, welche durch Gehalts abzüge gedeckt werden kann. Sofort beim köntal. Amts: gericht Raw tſch die Stelle eines Kang lelaehllſen mit 6 Bf, Schreiblohn für die Seite. Im Bezirt der 4 Divifion: Nach 8 Wochen bias Salt | * u De a Wohn are para ulkaſtellan . Gehalt, freier ig und Heizung * von 200 Mark; die Stelle iſt nicht penfionsde: rechtigt. a * * Gamilienttammbiider, Seit einer Reihe von Jabren find in einem großen Theile des Oberlandesgerichtsbezirks Köln, ſowie des Reglerungsbezirks Wiespapen fogenannte Famtlienſtammbücher eingeführt worden. Das Weſen dieser Bücher, die bet Eheſchlle⸗ ungen den Neuvermählten durch den Standesbeqmten ausgehän⸗ digt werden, besteht Davin, daß in ihnen die Ebeſchließung, ſowte ſpater die in der neugegründeten Familie vorkommenden Geburten und Sterbefälle beſcheinlgt werden. ehlt dieſen Beſcheinigungen auch die formelle Beweiskraft, jo werden fie doch ſowobl im pri⸗ vaten Verkehr als auch im Verkehr mit Behörden als genügende Beweismittel für die Riichtiakeit derjenigen Thatſachen ongeſehen, deren Eintragung in die Standes regiſter fie beſcheinſgen. Für das Publttum beſteht der Werth der Familſenſtammbücher vor zugsweiſe Aden daß fie jedem Jamtlientaupt die Weöglichteit gemäbren, ſit Da „einen Famil enſtand jederzeit mit Leichtigkeit aus zuweiſen. ebtiagerdem dieſe Bücher auch für die Zwecke des Staates er: Polt Bedeutung haben, jo bat der Weiniiter des Innern die milienyenoenten erjucht, auf die allgemeine Einführung ſolcher Fa⸗ Standegzumbücher hinzuwirken. Die Eintragungen durch die MeSheamten ſollen unentgeltlich erfolgen. ch Reg. Bezirk Bolen. Evangeliſche rer . a) Nan die eee eee m me Id., Fechner in Swiba ; unter Vorbehalt des iberruls die ‘Sauiamistandidaten Suasdor| in Bitte, gien Katboliſche die Lehrerin Reimann vom 1. Jull ao in sictn. atholtſche Schulen. In den Ruheſtand verlegt: Ledrer Borowka

[Reg. ⸗B [Vertretung beauftragt die Schulamtskandidaten Kelm in Oſtrowitz,

Ferner $

. Beilage zur Poſener Zeitung.

in Prußy zum 1. Oktober d. J. Angeſtellt: a) definitiv die Lehrer Jernafczyt in Krotsſchin Pläne, Spendowski in Granowko, Jordan in Bachorzew, Sempinski in Dembnica, Dropinski in Wlosclejewli, Wittig in Sowy, Plewa in Krutſchin. Kukulka vom 1. Juli ab in

ankow; b) unter Vorbehalt des Widerrufs: Lehrer Borkert in

rodki, Schulamtskandidat Mierſchalla in Wroblew; c) vertre⸗ tungsweiſe Schulamtskandidat Beiſert in Bukwitz. Paritätiſche Schulen. Ernannt zum Hauptlehrer: Lehrer Schulz in Kähme. ezirk Bromberg. Evangeliſche Schulen. Mit der

Fraſe in Güntergoſt Kol., Eſchenbach in Grünfeld. Angeſtellt: Sinitwetlig und widerruflich die Schulamtskandidaten Broſe in Exin, Schmidt in Joſefinen, Lehrer Meißner in Paliſchewo, Stök⸗ mann in Schneidemühl; b) endgültig die Lehrer Wieſe in Cyarnun, Eckert in Böthkenwalde, Fratzke in Schneidemühl und Groß in Schönmädel. Katholiſche Schulen Angeſtellt: einſtweflig und widerruflich Schulamtskandidat Berndt in Wich; b) endailtig die Lehrer Gorny in Dobbertin. Smudzinski in Szezytnik Kal., Meni in Rosko, Potrsebstt in Ritſcherheim, Menzel in Wengorzewo, Scl8lomatt in Ponkowo, Jendroſſet in Schneidemühl, Hoffs in Schneidemübl, Wlenke in Rzadkowo. Paritätiſche Schulen. Mit der Vertretung e die Schulamtskandidaten Radeke in Bartſchin und Fiſcher in Wunſchheim

r. Die uniformirte Kompagnie des Poſener Landwehr⸗ vereins hielt kürzlich einen Appell ab, bei welchen von dem Kommandeur der Kompagnie, Lieutenant v. Geißler, und einer von dem Vorſtande beauftragten Kommiſſion die Waffen, Uni⸗ formen und Ausrüſtungs⸗Gegenſtände der Kompagnie einer

genauen Reviſton unterzogen und der Beſchluß gefaßt wurde, bei

dem Vereins⸗Vorſtande die Neubeſchaffung einzelner Uniformſtücke ſowie die Mittel zu den erforderlichen Reparaturen zu beantragen. Vor Schluß des Appells machte der Kommandeur den Kameraden der Kompagnie die Mittheilung: es fet der Wunſch des Vorſtandes, daß die geſammte uniformirte Kompagnie am 7. Poſener Pro⸗ vinzial⸗Landwehrſeſte in Gneſen theilnehme; um dies zu er⸗ möglichen, habe ein ungenannt ſein wollender Wohlthäter des Vereins (Vorſtandsmitglied) es übernommen, die erforderlichen Pervfleaungsgeloer der Kompagnie zur Verfügung zu ſtellen. Dieſe Mittheilung wurde mit Freude und großem Danke entzegen- genommen.

r Exlaß von Lager: und Platzgeld bei nicht rechtzei⸗ tiger Wagengeſtellung. Zu weiterer Behebung der Schwierig. keiten, die ſich für entfernt von der Station wohnende Verfrachter aus nicht rechtzeitiger Ueberweiſung beſtellter Elſenbahnwagen er⸗ geben, hat der Miniſter der önentlichen Arbeiten angeordnet, daß in den Fällen, in denen der Verſender mit dem Gut auf dem Bahnhof eintrifft und den rechtzeitig beſtellten Wagen nicht vor⸗ findet, die Lagerung der angefahrenen Sendungen auf Gefahr der Intereſſenten an verfügbaren Stellen des Bahnhofs oder des an⸗ ſchließenden bahneigenen Geländes oder nöthigenfalls, wenn bie Natur des Gegenſtandes dies erfordert, in den Schuppenräumen ſoweit Raum verfügbar bis zur Bereitſtellung des ver⸗ langten Wagens koſtenlos zu geſtatten if. Bisher mußte in ſolchen Fällen ſtets das tarifmäßige Lagergeld entrichtet werden.

n. Polizeiverordnung. Nach einer von dem Herrn Regie, rungepräſidenten unterm 11. März d. J. erlaſſenen Poltzeiverord⸗ nung müſſen diejenigen Perſonen, welche ein Gewerbe im Umher⸗ lehen betreiben, die bei Ausübung deſſelben benutzten Pferde in jedem Kalendermonat einmal durch einen beamteten Kreisthlerarzt unterſuchen laſſen. Zu dieſer Polizeiverordnung hat der Herr Po⸗ ligetprafident beſtimmt, daß im hleſigen Pollzeibezirk die angeord⸗ nete Unterſuchung am letzten Montage eines jeden Monats auf dem hieſigen Viehmarkte ſtattzufinden hat.

* Bei der Poſthülfsſtelle in Konojad (Bez. Bolen, Kreis Koſten) wird am 12. Mat Telegraphenbetrieb mit beſchränktem Tagesdienit, ſowie der telegraphiſche Unfallmeldedienſt eingerichtet. Die zur Einlieferung gelangenden, auf Unfall ſich beziehenden Telegramme werden jederzeit, allo auch des Nachts, unter Mit⸗ wirkung des als Ueberwetſungsanſtalt dienenden Poſtamts in Koſten (Bez. Poſen) unverzüglich zur Beförderung gelangen.

* Hans Julius Rahn, früher einmal Direktor des neuen Stadttheaters in Poſen, zuletzt Leiter des fürſtlichen Theaters in Gera, hat vom 1. September d. J. ab die Direktton des Stadt⸗ thegterg in Halle a. S. auf mehrere Jahre übertragen erhalten. Sein Vorgänger Rudolph in Halle a. S. hat demiſſtonirt.

n. Mit dem Aus beſſern der Eich woldſtraße tit geſtern be⸗ gonnen worden.

Eine eigenartige elektriſche Straßenbeleuchtung iſt in unſerer Vorortsgemein ge Wilda angelegt und, wie mitgetheilt, in den erſten Tagen der verfloſſenen Woche in Betrleb geſetzt worden, nämlich eine fombinixte Beleuchtungsanlage für Bogen⸗ und Glüblicht, wie ſie nach Mittheilungen von Fachmännern in ihrer Anordnung gegenwärtig faſt einzig daſteht. Während 40 Bogen⸗ lampen von je 10 Ampere, d. (. gleich 1200 Normalkerzen Ltcht- ſtärke, dazu beſttmmt find, allabendlich in der Zeit vom Dunkel⸗ werden bis gegen 11 Uhr das bekannte rs pe ende Straßenlicht zu geben, ſind eine gleiche Anzahl von Glühlampen, von denen jede 35 Normalkerzen Lichtſtärke Hat, dafür vorgeſehen, das Dunkel der pätcren Nachtzeit in beſchränkterer Weile zu erhellen. Der Vortheil dieſer Einrichtung iſt ein mehrfacher. Einmal kann die intenſivere, aber auch koſtſpieligere Bogenlichtbeleuchtung auf die verkehrsreichere Abendzeit und damit auch der maſchtnelle Betrieb des Elektrizitäts⸗ werkes fur die Dauer derſelben beſchränkt, trotzdem aber auch in der weiteren Nachtzeit ein ausreichendes Licht von der Accumula: toren» Batterie aus geliefert werden. Beide Lichtarten werden über: dies auch an Private abgegeben, und ſtellten ſich die Beleuchtungs⸗ unkoſten nach den angeſtellten Berechnungen verhältnißmäßla billiger als bei Petroleum⸗ oder Gasbeleuchtung. Sie betragen in Wilda für jede Brennſtunde einer 10 normalkerzigen Glühlampe 1 Pf., einer 16terzigen 1,5, einer 25kerzigen 25 und einer Böferzigen 3,5 Pfennige; die Brennſtunde eines Bogenlampenpaares zu 6 Ampere = 750 Normalkerzen koſtet 20 Pf., zu 8 Ampere = 900 Normalterzen 25 und zu 10 Ampere = 1200 Normalterzen 30 Pf. Wie verlautet, wollen ſich auch die Etabliſſements⸗Beſitzer an der Eichwaldſtraße an das Wildaer Eleltrizitäts⸗Werk anſchlleen und wird dieſerhalb in dieſen Tagen von denſelben in einer öffentlichen Verſammlung eine Beſprechung der Angelegenheit ftattfinden.

r. Wilda, 11. Mal. [Kommunale s.] Mit der Pflaſterung der Kren pt ra Re iſt in dieſer Woche begonnen, die der Villenſtraße iſt heut zu Ende geführt worden. Geſtern Nachmittag fanden an veeſchledenen Ortstheilen S p xt B- verſuche von den e aus ſtait, wobei kon⸗ ſtaurt wurde, daß das Waſſer bei 4 Atmoſppären⸗Druck in den Reſervatoren von der Straße aus üder das Dach eines im oberen Ortstbelle gelegenen dreiſtöcktgen Hauſes binmweggebt, Dieier Druck alfo bei einem Brande vollſtändig zum Löſchen des Feuers genügt. Falls nothwendig, kann die Stärke des Luftdrucks auf 6 Atmo⸗ paaren geſteigerk werden. Da bis dahin hierorts wegen des bis⸗ herigen Waſſermangels bet Verſicherungen der Gebäude und Mobilien gegen Feuers gefahr durchweg ein ziemlich Gober Prozent⸗ ſatz an Prämſengebühren zu entrichten war, erhofft man jetz infolge

12. Mai 1895

der veränderten Waſſerverhältniſſe eine allgemeine Ermäßigung der betreffenden Sätze.

Aus dem Gerichts ſaal.

* Schneidemühl, 10. Mai. In der Sitzung der bieſigen Strafkammer am 8. Mai Hatten ſich der Stadtwacht⸗ meiſter Woycke und der Bürgermeiſter Dalski, beide aus Uſch wegen Beleidigung des Hauptlehrers Poſe zu Uſch zu verantworten. Woycke will gelegentlich einer amtlichen Reviſion des Schulzimmers, in dem Poſe unterrichtete, den Eindruck gehabt haben, als ob der Lehrer geſchlafen hätte. Daraufhin hat der Angeklagte Dalski am nächſten Tage zu dem P. geſagt: „Schlafen Sie nicht, Sie haben erſt geſtern wieder geſchlafen.“ Der Gerichtshof hielt die Angeklagten der Beleidigung für ſchuldig und ein Verſchulden des P. für nicht erwieſen; er verurtheilte den Angeklagten Stadtwachtmeiſter Woycke zu einer

ch Geldſtrafe von 30 Mark eventuell 6 Tagen Haft und den

Angeklagten Bürgermeiſter Dalskt zu einer Geldſtrafe von 100 Mark eventuell 20 Tagen Haft. Wie verlautet, wollen die An⸗ geklagten Reviſion einlegen.

BVermiſchtes.

Aus der Reichshauptſtadt, 10. Mal. Die Unter ſuchunggegendile beiden verhafteten Anarchkſten, Schneidermeiſter Paul Töds und Karl Krebs ſoll zwar, wle ge⸗ meldet, nichts Ernſthaftes ergeben haben, aber die beiden find, wle ein Berichterſtatter mittheilt, in der Berliner revolutionären Bewe⸗ gung nicht unbekannt. Töbs lebte von ſeiner Frau getrennt. Seine Angeberin, die ſeinem Haushalte 1 Jahre vorgeſtanden bat, hätte die Gepflogenheiten der Anarchiſten ſehr genau gekannt, zu mal dieſe in Berlin im Allgemeinen mit einander ſehr zwanaslos ver⸗ kehren. Töbs hatte ſich nun neuerdings einer anderen Frauens⸗ perſon zugewandt; ſeine Wirthichaftertn hat ihn aus Rache hierfür angegeben. Wirtbichaftlich iſt Töbs nicht ſchlecht geſtellt. Beſtraft tft er bereits wegen Majeſtätsbeleldigung und auch in verſchiedene Anarchiſtenprozeſſe war er verwickelt. Seit den Vorgängen ta Friedrichshain, die zum ſogenannten Gummiſchlauchprozeſſe geführt baben, fol Töbs mit ſeinen anarchiſtiſchen Genoſſen nicht mehr viel verkehrt haben. Karl Krebs ſoll ebenfalls ein alter Partel- genoſſe der Revolutionäre fein. Wie man ſieht, ſchweben alle diele Ungaben noch völlig baltlos in der Luft.

Ein Vermächtniß von 300000 Mark zu mop: thätigen Zwecken hat der „Volksztg.“ zufolge der Rathsmaurer⸗ meiſter Borſtel geſtiftet und gost 100 00) M. für das Kalſer Krledrich⸗Krankenbaus, 100 000 M. für das Eliſabeth⸗Holpital und 100 000 M für den Verein für häusliche Geſundheitspflege, und zwar für deſſen Frauenkolonien. Dieſes Virmächtniz ſoll nun nach dem Tode ſeiner Wittwe unter dem Namen Guſtav Borſtel'ſ de Stiftung vom Magiftrat verwaltet werden. Das Ma giſtrats⸗ kollegium hat mit Rückſicht darauf, daß mit dieſem Vermächtniſſe der Stadtgemeinde Laſten und Koſten auferlegt werden, beichloffen, zunächſt der Stadtveroroneten⸗Verſammlung eine bezügliche Vor⸗ lage zugehen zu laſſen.

Vergiftung in einer Fabrik? Der 43jährige Ar⸗ better Th., welcher längere Jahre in der Anilin⸗Fabrik vor dem Schleſiſchen Thore hlerſelbſt beſchäftlat und nie ernſtlich krank ge⸗ weſen war, wurde Anfang März d. J. plötzlich vom Tode über⸗ raſcht. Die hinterbliebene Wittwe behauptet, daß der Tod ihres Ernährers in 179 7 von Vergiftung eingetreten fet, welche ſich beim

antiven mit giftigen Subftanzen zugezogen habe welche Angabe

e dadurch glaubhaft zu machen ſucht, daß ihr Mann bei ſeinem Ableben etne Wunde am Finger gehabt habe. Die Frau beabſich⸗ tlate nun, wie die „B. N. N.” melden, zur Erzielung einer Reute für ſich und ihre vier unmitcdigen Kinder gegen die Unfallverſiche⸗ rung Klage zu erheben und batte bei der Staatsanwaltſchaft die Exhumirung des Verſtorbenen beantragt. Nachdem die Genehmigung bierzu ertheilt war, wurde der Sarg mit der Leiche über Nacht aus der Erde gehoben und nach dem Sezirzimmer der Leichenhalle des neuen Thomas⸗Kirch⸗ hofes geſchafft. Tags darauf in der Frühe erfchlenen dann in Begleitung von Gerichtsärzten ein Vertreter der Stagtsanwalt⸗ ſchaft und Rrxdorfer Poltzeiorgane. Nach Rekoanoszirung der Leiche ihres Mannes ſeitens der anweſenden Wittwe wurde die Sektion vorgenommen. Letztere währte nahezu ſechs Stunden, doch verlautet über den Befund derſelben nur, daß Th., deſſen einer Finger thatſächlich mit einem Verband veriehen war, ein ca. 4 Centſmeter großes Geſchwür in der Herzgegend gehabt habe. Hierauf wurde der noch völlig erhaltene Leichnam der Erde wieder übergeben. 2

+ Ferdinand Nesmüller, der bekannte Schauſpieler, Bühnen⸗ dichter und frühere Olrektor des zweiten Theaters in Dresden tit jetzt in Hamburg im Alter von etwa 72 Jahren geſtorden. Nes⸗ müller ftamınte aus Oeſterreich; er hatte ſeine Laufbahn als Lehrer gegonnen, wurde dann Schauspieler und errang große Erfolge in komiſchen und humoriſtiſchen Rollen. Sein Kalchaßz in der „Schönen Helena“, fein „Vlehbändler von Oberösterreich“ und fein Baron Gondremark in „Pariſer Leben ceregten in Dresden ftets ſtürmiſche Heiterkelt. Als Bübnendichter hat ſich Nesmüller wiederholt verſucht und eine große Popularität erreichten feine „Zillertbaler“. Als Theaterdtrektor war er nicht ſehr vom Glück beyünftiat. Die letzten zehn Jahre ſeines Lebens verbrachte Nes⸗ müller in Da

+ Eine Original⸗Merikaner Damen⸗ und Sa Rennſport Kompagnie gaſtirt augenblicklich in Köln. ah rend des Rennens am AXontagd tit dort, wie fron kurz ges meldet, unter der großen Tribüne Feuer ausgebrochen, welches in kurzer Zeit den ganzen Holzbau einäſcherte. Der „Hamb. Lor.“ berichtet nun Näheres darüber: Der Beſuch des Rennens war ſehr ſchwach, auf der Tribüne hatten nur 71 Perſonen nach ge⸗ nauer Zäblung Platz genommen; wäre fie voll beſetzt geweſen, ſo hätte ohne allen Zweifel ein ganz ſchreckliches, unberechenbaxes Malheur entſtehen können. Das Hauptrennen mochte bis zur 27. Runde vorgeſchritten fein, als es dem Tribünenpublikum auf ein- mal etwas warm wurde. Schon tauſchte man gegenfeittg einige Bemerkungen über diefe eigenkhümliche Wärme aus, da plötzlich dörte man allfettig ein leiſes Sntitern, und bier und da ſprang protien den Sitzen eine Stichflamme hervor. „Feuer, es brennt,“ diefer Ruf brachte eine allgemeine Panit auf der Tribüne zum Ausbruch. Alles flüchtete und dränzte die Treppen hinunter. Viele ſprangen von oben herab auf die Bahn, der Ruf des wat: 8 Polizeikommiſſars um Ruhe verhallte ungebört. Im

u brachen nun von allen Seiten die Flammen hervor, und im Augenblick war die ganze Tribüne ein großes Feuermeer. fürchterlichem Krachen fiel das Dach der Tribüne ia die Bluth, und mit entieglihem Praſſeln ſchlugen die Flammen hoch auf. Die Rennen mußten natürlich abgebrochen werden. Veclezt wurde alücklicherweiſe Niemand. ©

Der ergrünte Spohr. Das berühmte Spohr⸗Denkmal in Raffel tt noch deruhmter geworden. Wir leſen darüber: Wit meiſter Spohr ſollte einmal gründlich gewaſchen werden, weshald

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einmal im Traum gefptelt bat.

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das Stadtbauamt einem Anftreichermeif r en ſchriftlichen Auf⸗] bekommt. Zwei Stunden Exerzleren am frühen Morgen und trag ertheilte, das Denkmal mit Seife und Waſſer und einem der Reſt des Tages gehört Euch, und das an einem Platze, wo Heinen Zuſatz von Soda zu reinigen. Der Meiſter, der von] Vergnügungen aller Art zu haben find. Jetzt iſt die Zeit, einzu⸗

erzener Komponiſtenwäſche nur wenig verſteht, ſchickt zum Spohr Denkmal einen Gehilfen, der erſt recht nichts davon verſteht. Dieſer denkt, der berühmte Geigenfürſt kann doch unmöglich mit einer Brühe gewaſchen werden, mit der man ſchmutzige Windeln wäſcht, der muß mit einer anderen Lauge gewaſchen werden! Er geht zu einem kundigen Drogiſten und fragt ihn um Rath, er er⸗ bält die Antwort: Nehmen Sie Salzſäure, das iſt das richtige Mittel! Ohne jeden Auftrag von dem Stadtbauamt geht nun der Schlaue hin und wäſcht das ganze Spohr⸗Denkmal mit Salz faure! Und Altmelſter Spohr ärgerte ſich dermaßen über dieſe ſalzig⸗ſaure Wäſche, daß er von oben bis unten ganz grün wurde. (Bor einiger Zeit wurde aus einer andern Stadt von einer ähn- lichen Denkmalswäſche eczählt, doch war der Erfolg ein anderer: Das Denkmal wurde blitzblank)

+ Statiſtik der Taufnamen in Oeſterreich. Nach der letzten Volkszählung ſtellten ſich (in runden Zahlen angegeben) als die hänfigft vorkommenden Taufnamen in Oeſterreich folgende dar. Es giebt alte und junge Herren: Franz 1834 000, Johann 1884000,

ofepb 1085000, Leopolo 584000 und Wenzel 448000. Von weib⸗ lichen Namen tft Anna am häufigſten, deren es 1 780 000 giebt; Li folgt Marta mit 1652000 und Eiſabeth mit 1260000 Ber: eterinnen.

P. Kleine Neuigkeiten aus Rußland. Der Graf de Saint⸗ Germain hat an ein Petersburger Blatt ein Schreiben gerichtet, in dem er den Vorſchlag macht, ihn in der Lotterte 8 Er fet 27 Jahre alt, vom älteſten franzöſiſchen Adel, aber nicht vermögend. Der Herr Graf ſchlägt vor, eine Million Looſe zu vier Francs aufzugeben. Der einzige Gewinn ſoll in der Perſon des Herrn Grafen ſelbſt beſtehen, der ſeine Hand der glücklichen Gewinnerin, wenn dieſelbe ein heirathsluſtiges junges Mädchen iſt, anbietet. Eine Millſon Frances will er felbft, eine Millton ſoll eine Braut bekommen, eine Million die Zeitung und die vlerte

illion will er den Armen geben. Die Zeitung theilte dem ſpekulativen Grafen mit, er folle ſeinen Vorſchlag per Cirkular an alle Irrenhäuſer der Welt ſchicken, unter den Bewohnerinnen der⸗ ſelben werde fic ſchon eine des Grafen würdige Braut finden. Auf der Fahrt von Nikolajew nach Moskau find dem Hofrath Arkaß eine Schatulle mit Brillant⸗ und Goldſachen im Betrage von 25 000 Rubel und eine Mappe mit Dokumenten, Bankbilleten und für 8800 Rubel Kreditbillete geſtohlen worden. Der Diebſtahl wurde vermuthlich zwiſchen den Stationen Charkow und Kursk ausgeführt. Die in der letzten Zeit in der Krim herrſchende Kälte mit ſtarken Nachtfröſten iſt den Obſtgärten verderblich ge: worden. Auch auf die Frühzahrs⸗ und Winterſaaten find die röſte von ungünſtigem Einfluß. Die Weingärten haben ſich sher noch glücklich 17 7 2 wenn jedoch die Fröſte noch länger andauern ſollten, ſo droht auch ihnen große Gefahr. Die erb⸗ lich: Ehrenbürgerin Prochorowa in Moskau ſpendete dem dortigen Kaufmannsamt 100 000 Rubel zur Errichtung einer Abtheilung für ſchwache und kranke Perſonen weiblichen Geſchlechts jeden Alters bei dem Chludowſchen Verſorgungshauſe. Von einem Pferdebahnwagen in Moskau fiel der Bauernknabe Panin, als der Wagen bei einer Weiche einen Stoß erhielt und ſich die ſchlecht oder gar nicht verſchloſſene Gitterthür nach außen öffnete, berab. Der Ano be wurde überfahren und erlitt eine Zerſplitterung des rechten Fußes, der abgenommen werden mußte. Dieſer Tage wurde nun die Mostauer Pferdebahn⸗Geſellſchaft gu einer an den Verunglückten zu zahlenden Buße von 9000 Rubel vom Bezirks⸗ ericht verurtheflt. Vor einiger Zeit hatte bekanntlich der Bierdebahnbeamte Wisniewski in Warſchau feine drei Kinder erſchoſſen und ſeine Frau ſchwer verletzt.

ireten, wenn Ihr gute Offiziere, gutes Eſſen, gutes Trinken, gute Kleider, gute Wohnung, gute Bezahlung, gute Geſellſchaft und Sport im Ueberfluß haben könnt!“

+ Eine Moſchee in Paris zu bauen, iſt der neueſte „tolle Einfall“, den man den „M. N. N.“ unterm 8. Mai aus der franzöſiſchen Hauptſtadt wie folgt berichtet: Eine größere Anzahl hervorragender Perſonen, unter denen ſich die Abgeordneten Aynard und Fürſt d' Arenberg, Präſident des „Komitee de l' Afrique Francaiſe“, General Marquis de Galliffet, Seinepräfekt Poubelle, der Maler Benjamin Conſtant, der Präſident der Pariſer Handels⸗ kammer Delannay⸗Belleville, der Forſchunge reiſende Major Mizon und andere befinden, hat ein Komitee zu dem Zwecke gebildet, in Paris eine Moſchee zu errichten. Die Urheber dieſes Plans find der Anſicht, die zahlreichen Freunde, die Frankreich in den muſel männiſchen Ländern beſitzt, würden dieſem für dieſen Beweis der Achtung und die ihnen gebotene Möglichkeit Dank wiſſen, in Paris den Vorſchriften ihres Kultus nachkommen zu können. Eine Sub⸗ ſkriptlon tft bereits eröffnet worden.

Handel und Verkehr.

Lage der Berliner Textil⸗Induſtrie. Der ruhlgere Geſchäftsgang, welcher in der hieſtaen D. menmäntelbranche einge» treten tft, Latte zur Folge, daß ſich in Damenmäntelſtoffen in dieſer Woche die Umſätze weſentlich verringert haben. Das Letztere gilt auch von Seidenwaaren, während die Verkäufe in baumwollenen Waaren nach wie vor befriedigend bleiben. Auch in der Teppich⸗ branche hält die gute Beſchäftigung an. Etwas ſtiller tit der Ver⸗ kehr bet den Strumpfwaarenfabrikanten; die Fabrikanten wollener Pbantaſteartikel, fomte die Shales⸗ und Tücherfabrikanten haben nur mäßig zu tbun. Für Tuche und Buckskins, wenigſtens für beſtimmte Stapelqualitäten, hat ſich die Kaufluſt etwas gehoben. Der Garnmarkt verkehrte in dieſer Woke recht Hil. Größere Abſchlüſſe haben weder in wollenen noch in baumwollenen Garnen ſtattgefunden. Die Preiſe für engliſche Wollengarne, insbeſondere für Mohalrgarne zeigen ganz bedeutende Steigerungen, ohne daß ſich die hieſigen Verbraucher bereit finden, darin größere Unter⸗

nehmungen zu machen.

Berlin, 9. Mat. [Wollwochenbericht.] Die Nähe der neuen Schur und der Wollmärkte, die geringe Auswahl auf den Lägern, dringt den Reflektanten die größte Enthaltſamkeit in ihren Einkäufen auf, und fie aquiriren eben nur in Preis und Be⸗ ſchaffenheit ihnen genehme Poſten. Die des Rohprodukts bedürf⸗ tigen Etabliſſements, baben in den voraufgegangenen Monaten, reichlich Vorſorge zur Deckung für ihren eigenen Bedarf getroffen und erklört dies den lebhafteren Geſchäftsgang im März und April. Unter dieſen Umſtänden konnte der diesmwöchentliche Abzug von unſeren Lägern kein ollzu erheblicher ſein. Er dürfte ſich in Rücken⸗ wäſchen auf ca. 500 Centner, in Schmutz⸗ oder Schweißwollen auf nur ca. 200 Centner beziffert haben, wodei die von uns zuletzt an⸗ gegebenen Preiſe maßgebend waren. Leider hat ſich in der Angahe

eingeſchlichen, indem für Schmutzwollen ein Preis von 31 bis Mitte 40er Mark angegeben war, während derſelbe von 37 bis Mitte 40er Mark beißen wußte, ſelbſtverſtändlich etwas darunter oder darüber, je nach Waſchergebniß und Güte der Wollen. Iſt doch ſogar bis 54 Mark für allerbeſte Qualitäten erzielt worden. In überſeeiſchen Wollen hat der Abzug von unſeren Beſtänden einen ruhigen, ſtetigen Verlauf genommen. Allerdings konnten die Meldungen von der neuen Londoner Verſteigerung keinen animi⸗ renden Einfluß auf die Preisgeſtaltung ausüben, denn nur ee bene

n

Jetzt tit nun auch die Qualftäten ließen dort letzte Notirungen erzielen, währe Frau . ben, bet der Sektion der Leiche wurden im Körper dieselben für SH Antigen Gattungen ſich durchſchuſt lich 5 Prozent zwei Ren lverkugeln gefunden. In Kuba (Kaukoſus) wurden] niedriger ſtellten.

dreizehn Räuber zum Tode durch den Strang verurtheilt. Aus der latholtſchen Kirche in Dzialoſzice in Ruſſiſch⸗Polen tft das geſammte werthvolle Kirchengeräth und der Inhalt der Opferbüchſe geſtohlen worden. Durch Zufall wurde einige Tage ſpäter an einer abgelegenen Stelle das ganze geſtohlene Gut vergraben auf⸗ efunden. Eine große Feuersbrunſt wüthete in dem Städtchen

oprzywnlca im Kreiſe . Binnen vier Stunden wurden über hundert Häuſer mit verſchſedenen Wirthſchaftsgebäuden in Aſche gelegt, auch ſind mehrere Kinder und ältere

Lübecker Wollmarkt. Der diesjährige Lübecker Wollmarkt findet am 2, und 21. Sunt ſtatt.

** Halle a. d. S., 11. Mat. In der heutigen Aufſichtsraths⸗ ſitzung der Riebeckſchen Montanwerke wurde beſchloſſen, eine Dividende von 10 Proz. vor⸗ zuſchlagen.

eute in den Börſen⸗Telegramme.

„11. Mal. Schlußtkurſe. N. v 10. Flammen umgekommen. Berlin, 11. + „Taunhäuſer“ in Paris. Man weiß, daß 1861 Wagners EUREN IT Sn uses ciate. ER ORB Tannhäufer* in Paris aufgeführt, aber aus Haß gegen den deut⸗ Roggen pr. Mai N RO IE ſchen Komponiſten lärmend abgelehnt wurde. Neuerdings bat man e be Ek BD betanntti den „Lobenaein. und „Die Woaltire” in der franzöf. | Spiritus. (Nac amitlder Rotirungen.) _ N:v.1O hen Hauptſtadt mit durchſchlagendem Erfolge gegeben und das . ein cone Faß gen. 6 0 9 ermuthigt die Große Oper, es nun noch einmal mit dem „Tann⸗ do. 70er Mai AN hauler” zu verſuchen. Die Premiere ſoll nächſten Montag ſtatt⸗ ar ‘hoe aos TERRI N are finden. Am 9. d. M. wurde vor einem n Publikum dle be: 0er Jul! 2 geen 40 BO Generalprobe abgehalten, die mit einem vollſtändigen Siege des 50 70er A uguſt. r 41 10 40 80 einſt von den Parſſern fo ſchnöde behandelten Tonwerkes endete. on 70er Septbr. N RT dk Obgleich die chauviniſtlſche Preſſe auch diesmal kräftig best, erwartet 30. 50er 158 0 F. e we Bits oe le et > Bare de 0 N 5 F Nb. 10 ne geſchlaſene Carambolpartie. Man jdretbt der] Dt. 5, Reichs⸗Anl. ag 20] 98 2 [Rul] Banknoten 120 20219 95 „Wiener Allg Zia, aus Parts: Em nettes Hiſtörchen, das en 106 ZUR. 7 Boe. Bib 1:3 10.103 20

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ng wollte ſich der Pariſer nicht gefallen laſſen und | IſtyrSüdb. E. S. A 90 25,90 7. Schwarztop 255 251 25 poste bie ache get ben Seo en a 525 Salomo von Marten. a bE 8 9. | 2 Gelen En = 1 4 1 Rouen gerieth über die Affäre in einige Verlegenheit; plötzlich Quer Prin, Heng 80 25 88 2 Jah nene So 188 8 66 aber erbellte ein Sichtfirabl feine Zuge. at Ibnen.“ fragte er Polu 4% Senn 69 351 69 200 Chem. wabrit Wile 17 147 den 3 en, „ber Wirth aud die Kugeln zur Verfügung ge Griech. 4 Goldr. Bi 29 9 O0 Klee AN 8 sal ae: a ftellt ?* „Ste lagen in ihren Löchern,“ mußte biefer zugeben.] Italien. 4%, Rente. 88 30 88 5 er = 1 nd. sat Saige „Dann tft die Sache einfach,“ erklärte der Richter. gon dem | do 3°, Gifenb.-DbL. 54 Aul ba 4 Soc. ni Augendlide an, da das Billard mit all’ feinem Zugebör Ihnen 7 8 0:

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ur Verfügung ſtebt, iſt es ein Billard, welches Sie gemiethet 3 4 und fein Bett.“ Und der Pariſer war gezwungen, die Ge⸗ dühr für eine achtſtündige Carambolpartie zu zahlen, die er nicht

+ Grenden engliſcher Soldaten. In England giebt es bekanntlich keine allgemeine Wehrpflicht, ſondern die Vaterlands⸗ vertheldiger werden, wie im vorigen Jahrhundert in Deutſchland, „freihändig“ angeworben. Charakteriſtiſch iſt folgende Annonce eines „Werbers“ in gif en Blättern: „V. R. Sergent Pomfrett,

utlrungsſergent, Barking. 100 Rekruten, 100 geſucht 100 ge- ſucht! Lopale und treue Burſchen, um in Ibrer Majeſtät Reat⸗ mentern, den guten alten „Fla Irons“ (44) und den „Pompa⸗ dours“ (66) zu dienen! Die Vierundvlerziger ſtehen jetzt in Fermoy,

rland, wo fle glücklich find wie Lords, mit Fiſchen, Bootfahren, ricket, Schleßen, Spaziergängen übers Land und jeder Art Sport. Die Sechsundfünfziger ſtehen jetzt in Indien, dem Soldatenpara⸗ dies, wo Tommy Alkins (Spitzname für den engliſchen Soldaten) feinen eigenen Diener und Mrs. Atkins ihren eigenen Haus hälter

Berliner Wetterprognoſe für den 12. Mai auf Grund lokaler Brobachtungen und des meteorologtihen De peſchenmaterials der Deufſchen Seewarte vprivatlich aufgeſtellt.

Wärmeres, vielfach heiteres, zeitweiſe wolkiges Wetter, mit ſchwachen ſüdlichen Winden, Gewitter nicht ansge⸗ ſchloſſen, ſonſt trocken.

derſelben im letzten Referate ein recht bedauerlicher Schreibfehler | S

ausverkauft. 52—56 M., für III. 44—48 M., für IV. 37—43 M. für 100 Pfd. Fleiſchgewicht mit 20 Proz. Tara. Zum Ver⸗ kauf ſtanden 6338 Schweine. Der Schweinemarkt war am Schluß ganz verflaut, aber geräumt. Die Preiſe notirten für I. 44—45 M., für II. 42—43 M., für III. 40 bis Al M. für 100 Pfd. Fleiſchgewicht mit 20 Proz. Tara. Zum Verkauf ſtanden 1300 Kälber. Der Kälberhandel war ſchleppend. Die Preiſe notirten für I. 54 —58 Pf., ausge⸗ ſuchte darüber, für II. 46 —53 Pf., für III. 38 45 Pf. für ein Pfund Fleiſchgewicht. Zum Verkauf ſtanden 12 402 Hammel. Der Hammelmarkt war ſchleppend und nicht ganz geräumt. Die Preife notirten für I. 45—47 Pf., für II. 42—44 Pf., Lämmer bis 50 Pf. für ein Pfund Fleiſchgewicht. Sresl reichendem Angebot blieben unverändert. Weizen bei mäßigem Angebot matter, weißer per 1000 Kilo 15,40 —15.7. M., gelber per 100 Kilogr. 15,30 15,60 M., feinfter über Notiz. Roggen behauptet, per Lu Kilogramm 12.9 —13,10—13 60 M., feinſter über Nottz. re ohne Aenderung, per 100 Kilogramm 9,40 bis 10,40 bis 11.40 bis 12.00 bis 1380 Mark. Hafer ſehr ſchwacher ÜUmſatz. per 100 Kllogramm 11,80-12.49—1279 M., feinſter über Notiz. Mals wenig Geſchäft, per 100 wilogramm 12,50 bis 1300 Mark. Ero ſen ſchwacher Umfatz, Kcherbſen vex 00 Ku gramm 11.0 —12,00 bis 13,25 Mark, Viktoria Erbſen per 100 Kilogramm 13,00 —13.50 Mark. Futter- extien p. 100 Kilogramm 10,00 - 11,00 Marl. Gobnen ſchwach angeb. . iv Kg. 21,00 22,00 23.0% N. Lupinen genügend, 780—8,3) M. blaue 7.007,35 M. Witten ruhig. per 100 Kilo 10,00—10,50 M. - Schlaglein rubig, ver 100 Kiloqr. 16—1.— 18 bis 19 bis 19,50 M. Oelſaaten geſchäfts⸗ los. Honfſaat ſchwach an eboten zer 100 Kllogr. 1900 bis 2.00 M. Rabocucen gefragt. ber 10% Miln ſchleſtſche 10.25 bis 1100 I. Kanus 52. 10 nanos. 41.25 Bat, einkuchen gute Kaufluſt, per 10 Aogr. leſiſcher 12,00 bis 12,25 Mark. Septbr.⸗Okt. 12,25 12.50 N. ee 518 1225 Mark. Pa mterntuchr, begehrt der 10% Kilo 9,00—9,50 Mark, September Oktober 9,25 975 M. Klee fasten faſt ohne Umſatz, rother per 50 Klloar. 35—49—50 bis 58 Mark, weißer ausreſchend angeboten, per 50 Kllogramm 40 bis 50 bis 70 bis 90 bis 94 Mark, feinſter über Notiz. chwediſcher Kleeſamen wenig umgeſetzt, ver 50 Kilo⸗ gramm 30 bis 35 bis 38 bis 42 bis 45 Mark. Tans nen⸗Kleeſamen nominell. Gelbklee per 50 Kilo 18 bis 20—23 M. Tymothee ſchwach angeboten, per 50 Kilo 20 bis 25—30—32 M., Seradella per 50 Kilogr. 5—5,75 M. Mehl rubta, per 100 Kilogramm inkl. Sack Brutto Weizen⸗ mehl 00 22.50 23,00 Mark. 00 21 5022,00 M., e ee 2125-2150 M. Roggenfuttermehl er 100 Kilogramm inländiſches 8 80—9,20 M., ausländiſches 8,00 pie eee Bart. 55 n per a0 en pp 8.20 8.60 M. nd. 7.80 . peiſekartoffeln bei Ihwacher Zufuhr feft, pr ‚Kilogr. 2,00 4. Ka r ff fe Aft tre An une feſter, ber

11. Mai. [Privatbericht.] Bei au war die Stimmung ſehr ruhig und Prelſe

100 Kilogramm 17.00 17,25 Mark. Preiſe bei 10 000 Kllogramm. Feſtſetzungen der ſtädtiſchen Markt⸗Notirungs⸗Kommiſſton.

Feſtſetzungen gute mittlere | gering. Waare

; er Hör | Nie» Kies ſtädt. Markt» Notirungs.

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Breslauer Mehlmarkt. Ne en per Brutto 100 Kilogr. inkl. Sack 23,50 2400 Mk. Welze Semmelmehl per Brutto 100 Kilogr. intl. Sack 22 50.23 00 Mk. Weizenkleie per Netto 100 Kilogr. in Käufers Säcken a. inländiſches Fabrikat 8,20—8,60 Mk., b. ausländiſches Fabrikat 8.008,40 Mk. Roggenmehl fein per Brutto 100 Kllogr. inkl. Sack 21,50 2200 Mkt. Futtermehl per Netto 100 Kilogr. in Käufers Säcken: a. inländiſches Fabrikat 885-9200 M. b. ausl. Fabrikat 8.80— 9.20 M.

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Breslau, 11. Mai. [Spiritusberlcht. Mat

50er 54,50 M., Mai 70er 34,70 M. Tendenz: Niedriger. London, 11 Mat. 6pro Savazuder 11%, feſt, Tendenz:

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Zur Kanaliſation.

Bei dem diesjährigen Hochwaſſer haben ſich an der Ka⸗ naliſation in der Unterſtadt gewiſſe Uebelſtände gezeigt. In dem größten Theil der an kanaliſirten Straßen gelegenen Grundſtücke drang Waſſer ein und füllte mehr oder weniger die Keller, obgleich die Straßen noch nicht Überfluthet waren. Es wurden hiervon ſogar Grundſtücke betroffen, deren Keller

dem Hochwaſſer der Jahre 1888 und 1889 trocken blie⸗ ben, trotzdem der Hochwaſſerſtand damals um etwa zwei Mtr. höher war als in dieſem en Abgeſehen von den Grund» ſtücken, welche dicht an der Warthe oder tief an Waſſerläufen liegen, die ſich mit dem Fluſſe ausſpiegeln, wurden früher die Keller in der Regel erſt überſchwemmt, wenn das Waſſer nach Ueberfluthung der Straße von obenher in die Räume floß. Es iſt ſcheinbar eine Verſchlechterung des bisherigen Zuſtandes eingetreten, was natürlich zu Klagen der Betroffenen Anlaß giebt, denn mit der Anfüllung der zu den verſchledenſten Zwecken enutzten Keller mit Waſſer ſind mehr oder weniger empfind⸗ liche Uebelſtände und Nachtheile verbunden. Da ſich dieſe un⸗ liebſame Erſcheinung gerade in den kanaliſirten Straßen gee zeigt hat, wird man nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß die veränderten Verhältniſſe durch die Kanaliſation her⸗ beigeführt worden find. Mit dem Steigen der Warthe füllen ſich auch die Kanäle; das Waſſer ſteht in dieſen ſtets ſo hoch, Lab es ſich mit dem Hochwaſſerſpiegel in gleicher Höhe befin⸗ det. So ſtehen bei einem Hochwaſſerſtande von fünf Mtr. am Warthepegel alle Kanäle unter der Einwirkung der Hochwaſſer, die 1555 der Linie Halbdorfſtraße, Schulſtraße, Alter Markt liegen. Sie wirken für die Abführung der von der Stadt hinzukommenden Wirthſchafts⸗ und e nur noch als kommunizirende Röhren. Je tiefer die Kanäle unter dem jewei⸗ ligen Hochwaſſerſtande liegen, deſto größer wird in ihnen der Waſſerdruck, welcher ſich in den in der Nähe der Warthe ge⸗ legenen Straßen bis über zwei Mtr. Waſſerſäule (gleich zwei Atoſphären) ſteigern kann. Die hohe Spannung drückt das Waſſer gegen die Kanalwandungen und gegen die Dichtungen und bewirkt ein Austreten überall dort, wo unterhalb des arthewaſſerſpiegels Oeffnungen vorhanden find, oder wo die Kanaldichtungen dem Drucke des Waſſers nicht widerſtehen.

Die zur Verwendung gekommenen Cementröhren, aus denen die Hauptkanäle in der Mitte der Straße beſtehen, find auf einen inneren Waſſerdruck von 5 Meter Waſſerſäule ge- pri und werden beim Verlegen in den Stoßfugen mit einer

Cementmörtel verlegten Ziegelflachſchicht ummauert. Sie können daher der auftretenden Spannung widerſtehen und ſind auch in den Stoßfugen bei ſorgfältiger . als völlig undurchläſſig anzuſehen. Von den Hauptkanälen zweigen ſich die Seitenkanäle nach den einzelnen Grundſtücken ab. Dieſe

en aus gebrannten Thonröhren, welche an den Stoßenden mit doppelt gelegten Theerſtricken und einer waſſerundurch⸗ läſſigen Thonumhüllung gedichtet find. Dieſe Dichtung ge⸗ ftattet bei jorgfältiger Ausführung ebenfalls ein Austreten des Waſſers nicht. Wenn auch Prüfungen der hergeſtellten Kanal⸗ leitungen auf inneren Waſſerdruck unſeres Wiſſens nicht ſtatt⸗ gefunden haben, fo haben wir keine Urſache zu der Annahme, f. Verlegung nicht mit aller Sorgfalt verfahren

orden iſt.

Induſtrie und Gewerbe in Stadt und Provinz Poſen.

VII. Nachdruck verboten. F. H. Beombere? Induſtrieſtätten.

Ein Rückblick in Brombergs Vergangenheit, wenn auch nur zurück auf einige Jahrzehnte und eine Betrachtung der induſtriellen Verhältniſſe im Stadt⸗ und Landkreiſe Bromberg zeigt uns, daß die Induſtrie vor 50 und 40 „Jahren im allgemeinen bei uns eine unbedeutende und wenig entwickelte war. Das einzige größere induſtrielle Etabliſſement Brombergs war das der königlichen Seehandlung gehörige und noch jetzt bier beſtehende Mühlenetabliſſement, welches in den dreißiger

ahren, wo es von der Seehandlung gekauft wurde, ſich im Beſitze der Firma Gebrüder Schickler befand. In den vierziger Jahren iſt das in der Mitte der Stadt Münz⸗ werder an der Brahe liegende und aus drei großen Waſſermühlen beſtehende Etabliſſement bedeutend erweitert und in ſeinen maſchinellen Einrichtungen nach und nach verbeſſert worden, ſo daß die Fabrikate der Bromberger Mühle ſich bis heute eines guten Rufs weit über die Grenzen der Bromberger Jegend hinaus erfreuen und die Preisnotirungen derſelben ‘onangebend find. Außer dieſem Süblenetablifjement hatte

omberg in den dreißiger Jahren bis Mitte der vierziger Jahre keine Induſtrieſtätte aufzuweiſen. Erſt im Jahre 1844 bob ſich ein Dampfſchlot auf dem jetzt Albert Wieſeſchen Arundſtücke am Kanal in der Nähe der zweiten Schleuſe

einwar die Ernſt Kämmererſche Eiſengießerei, welche vor befaß Jahren eingegangen iſt. In den dreißiger Jahren

Ciyslo in der Nähe von Bromberg in dem Dorfe ac Whe Mühle jetzt Schleuſenau eine Papiermühle, ſogenannte Büttenpapier lieferte und dem Mühlen⸗

Waſſermühlen in der Gegend zu damaliger Zei ted ger Zeit durch Waſſerkraft er Als Papiermühle ift dieſes Etabliſſement ſchon vor einer Reihe von Jahren eingegangen und in eine Dampfmahlmühle umgebaut worden, in welcher Geſtalt ſie noch jetzt beſteht. Beſitzer derſelben iſt der frühere Bäder: meiſter Brunck. Dann gabs um jene Zeit, in den vierziger

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Sicherheit von Hochwaſſer erreichen.

beſitzer Braun gehörte. Sie wurde wie auch die Mahlmühlen

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2. Beilage zur Poſener Zeitung.

Wenn trotzdem das Waſſer in die Keller und offenbar aus den Kanälen gedrungen iſt, ſo ſind die Urſachen innerhalb der Grundſtücke zu ſuchen. Hier ſind zwei Kategorien zu unterſcheiden, nämlich Grundſtücke, die mit Entwäſſerungsanlagen verſehen und an den Kanal angeſchloſſen ſind, und ſolche, bei denen dieſe Maßregel noch nicht ausge⸗ führt iff. Bei der letzten Kategorie konnte eine Ueberfluthung der Keller füglich nicht ausbleiben. Da der Kanalanſchluß fämmtlicher Grundſtücke bis zum 1. Januar d. J. erfolgen follte, find ſeitens des Tiefbauamtes, welche alle Kanäle unter dem Straßendamm herzuſtellen hat, im vergangenen Jahre auch alle Abzweigkanäle bis zu den Grundſtücken verlegt, wo ſie offen enden und durch die Hauseigenthümer in Haus⸗ entwäſſerungsanlagen fortzuführen waren. Wo dies nicht ge⸗ ſchehen iſt, konnte natürlich das Kanalwaſſer aus den offenen Kanalenden an der Frontmauer des Gebäudes heraustreten und nach den Kellerräumen durchdringen.

Mehr zu denken giebt die Ueberfluthung der Keller in den an den Kanal angeſchloſſenen Grundſtücken. Hier hätte dieſer Uebelſtand nicht eintreten können, wenn die Anlagen vorſchrifts⸗ mäßig zur Ausführung gekommen wären. Es iſt zwar eine bautechniſche Hilfskraft ſeitens des Magiſtrats mit der Ueber⸗ wachung der Ausführung von Hausentwäſſerungsanlagen be⸗ auftragt, doch werden die Entwäſſerungsanlagen meiſt in einer Anzahl von Grundſtücken gleichzeitig ausgeführt, ſodaß die Kontrole keine ſehr genaue wird, während dem Hausbeſitzer, ſelbſt wenn er ſich die Ueberwachung der Arbeiten in ſeinem Grundſtück angelegen ſein läßt, meiſt die genügenden techniſchen Kenntniſſe fehlen. Dazu kommt, daß ſich die Unternehmer oft derart unterbieten, daß ſie, winn fie nicht Verluſte tragen ſollen, kaum exakte Arbeiten liefern können. Auf dieſe Weiſe entſtehen Anlagen, die wohl genügend bei der Ableitung der Abwäſſer funktioniren, die aber, ſobald in Folge des Rückſtaues ein innerer Druck eintritt, Mängel aufweiſen, indem ſie ein Ausſickern des Waſſers geſtatten, das ſich in den Souterrain⸗ räumen anſammelt.

In unſerer Stadt befindet ſich eine große Anzahl Rohr⸗ leitungen, die unter beſtändigem inneren Drucke ſtehen und dabei ſehr ſelten undicht werden. Es ſind dies die ſoge⸗ nannten Saugrohrleitungen, die von den Abortgruben nach den Straßen führen. Sie werden freilich unmittelbar nach der Anlegung auf einen inneren Waſſerdruck von 4 Atmosphären geprüft, wobet ſich nur in wenigen Fällen eine Undichtigkeit zeigt, die dann alsbald beſeitigt wird. Allerdings wird die vorgeſchriebene Prüfung der Leitungen viel dazu beitragen, daß bei der Herſtellung von vornherein die nöthige Sorgfalt ver⸗ wendet wird, weil der Unternehmer etwaige Undichtigkeiten auf ſeine Koſten beſeitigen muß. Leider iſt eine ähnliche Prüfung der fertiggeſtellten Entwäſſerungsleitungen ſchwer ausführbar, umſomehr iſt erforderlich auf eine ſorgfältige Ausführung zu achten. Eine gewiſſe Gewähr dafür bietet ein suertaficer Unternehmer; tritt dazu noch eine Ueberwachung feitens des Hausbeſitzers und dieſer hat an der guten Ausführung der Anlagen das lebhafteſte Intereſſe ſo läßt ſich unſchwer egen die Bewäſſerung der Keller bei Gelegenheit 1 Thatſächlich find auch mehrere an den Kanal angeſchloſſene Grundſtücke, in denen die Ent⸗

und fünfziger Jahren im Kreiſe Bromberg in Prondy einen Kupferhammer, der als folder vor vielen Jahren eingegangen iſt. Mit dem Wachsthum Brombergs und der Zunahme der Bevölkerungsziffer in derſelben, was namentlich der Fall war, als im Jahre 1851 Bromberg mit Eröffnung der Eiſenbahn⸗ ſtrecke Berlin⸗Kreuz⸗Stettin⸗Bromberg Eiſenbahn erhielt und die Verlehrsverhältniſſe mit der Erweiterung der Eiſenbahn⸗ fireden nach Danzig⸗Königsberg⸗Thorn⸗Poſen ꝛc. beſſere wurden, traten auch auf dem Felde der Induſtrie neue Erſcheinungen ins Leben. Man wird jetzt nicht mehr ſagen können, Bromberg fei eine Beamtenſtadt, wie dies noch vor 30 oder 40 Jahren der Fall war, welcher Ausſpruch damals eine gewiſſe Berechtigung hatte, ſondern man kann wohl ſagen, daß Bromberg ſich zu einer Induſtrieſtadt empor⸗ eſchwungen hat, wie wir dies bei Beſprechung der einzelnen nduſtrieſtätten darthun werden. Von den induſtriellen Anlagen der Stadt verdienen zunächſt die Maſchinenfabriken als diejenigen der älteſten Induſtriewerkſtätten Brombergs hier angeführt zu werden.

Die Firma F. Eberhardt wurde im Jahre 1847 ge⸗ gründet und ift, da die anderen Fabriken inzwiſchen eingegangen ſind, die älteſte der am Orte befindlichen Maſchinenfabriken. Die in der Berlinerſtraße liegende Fabrik umfaßt eine Ma⸗ ſchinenbauanſtalt, Eiſengießerei und Dampfkeſſelſchmiede und iſt in jeder Beziehung mit den neueſten und bewährteſten Ma⸗ ſchinen und Werkzeugen e ge Die Zahl der ſtändig beſchäftigten Arbeiter ſchwankt zwiſchen 150 bis 200 Mann. Die Firma, welche ſich in früheren Jahren hauptſächlich mit dem Bau landwirthſchaftlicher Maſchinen, Lokomobilen x. befaßte, betreibt gegenwärtig in ihrer Fabrik den Bau von Dampfmafchinen jeder Art, Maſchinen für Brauereien und Gerbereien, Schneide- und Mehlmühlen, ſowie von Trans⸗ miſſionen, ferner die Einrichtung von Dampfziegeleien und Brennereien der von der 9 angefertigte patentirte Maiſche⸗Entſchälungs⸗Apparat iſt in mehr als 1200 Brenne- reien des In- und Auslandes eingeführt. In der mit Schweißerei und mmerſchmiede verbundenen Dampfkeſſel⸗ ſchmiede werden außer Dampfkeſſeln der bewährteſten Syſteme eiſerne Dach⸗ und Brückenkonſtruktionen, Waſſerſtationen, Schiebebühnen. Drehſcheiben, Krähne aller Art angefertigt.

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12, Mai 1895.

wäſſerungsanlagen exakt hergeſtellt worden find, von Waſſer verſchont geblieben, obgleich die Kanäle angeſpannt waren. Um die Hausbeſitzer in die Lage zu ſetzen, die Verlegung der Leitungen zu kontrolliren, ſeien die bezüglichen Vorſchriften mitgetheilt, auf deren genaue Befolgung es ankommt.

Innerhalb der Gebäude müſſen ſtets eiſerne Rohre verwendet werden, im Hofe können dagegen innen und außen glafirte Thon⸗ röhren, welche billiger als eiſerne Rohre ſind, Verwendung finden. Mit dem Verlegen der Röhren darf nicht früher begonnen werden. als bis die Sohle der Baugrube 10 Meter lang richtig bergeſtellt. die Sandbettung eingebracht und dem anzuwendenden Gefälle ent⸗ ſprechend geebnet iſt. Die meiſte Sorgfalt beanſpruchen die Dich⸗ tungen der Rohrverbindungen. Die Dichtung an eiſernen Röhren muß mit geöltem Hanfſtrick und Weichblei erfolgen. Höchſtens zwei Drittel der Muffentiefe find mit feſt eingetriebenem Hanfſtrick aus⸗ zufüllen, während mindeſtens ein Drittel mit Blei zu dergieken und dieſes reft einzutreiben iſt. Die Thonröhren werden mit Theer⸗ ſteicke und einer Thonumhüllung gedichtet. Die Theerſtricke muͤſſen Geniigend mit Theer getränkt und der Rohrweite entſprechend ſtark und lang fein. Bet jedem Stoß find mindeſtens zwei Stück zu verwenden, von denen der eine um das Eude des Rohres vor der Verlegung geſchlagen wird, während der zweite nach der Verlegung mit dem Dichtungsbolz nachzutrelben tit. Darauf iſt um die Rohr⸗ verbindung überall anſchließend eine Thonumhüllung von mindeſtens 6 Centimeter Stärke zu legen, weſche vorher in Würſten in einer dem Rohrumfange entſprechenden Länge gerollt fein muß. Dabet tit namentlich auf die gute Abdichtung des unteren Thells des Stoßes zu achten. '

Eine gewiſſenhafte Erfüllung dieſer Bore ſchriften wird bei eintretendem Rück wie folder beim ochwaſſer und auch bet ftarfen Regengüſſen eintritt, ein Austreten des Waffers aus den Leitungen verbindern.

Damit find die Urticen der Kellerüberfluthungen auf unter⸗ ürdiſchem Wege jedoch noch nicht erſchöpft Blelſach wird der Uebelſtand durch mangelhafte Funktion der Rückſtauklappen in Folge fehlerhafter Anlage oder eingetretener Verunreinigung herbeigeführt. Wo ſich ſolche Einrichtungen befinden, nämlich über⸗ all da, wo in den Kellern Leitungsenden vorhanden ſind, müſſen fie von Zeit zu Zeit auf ihre Funktionsfähigkeit unterſucht werden. Weiterhin findet ſich im Keller an vielen Stellen eigentliches Grund⸗ waſſer ein, welches mit dem Anſchwellen der Warthe, wodurch es am Abfluß in den tieferen Schichten verhindert wird, anſteigt und von unten her in die Keller emporquillt. Sodann ſpielt bet den Grundſtücken, die in der Nähe der Warthe oder deren Zuflüſſe liegen, das ſogenannte ig das Jo eine gewiſſe Rolle. Der durchläſſige Untergrund läßt das hochſtehende Flußwaſſer in das Uferland eindringen, durchzieht dieſes und fteigt in den Hohlräumen der Häuſer empor. Grund⸗ und Qualmwaſſer laſſen ſich nur durch Auspumpen der Sanaltfatton beſeitigen.

Ob in die Keller Grundwaſſer und Qualmwaſſer oder Kanal⸗ waſſer eingedrungen iſt, läßt ſich leicht erkennen. Grund⸗ und Qualmwaſſer find rein und können nur Beimiſchungen enthalten, die im Keller vorhanden geweſen find. Kanalwaſſer dagegen tft mit dem Wirtbſchaftswaſſer vermiſcht und ſchmutzia. Wo letztere Wahrnehmung bet den an den Kanal angeſchloſſenen Grundſtücken gemacht iſt, werden die Hausbeſitzer gut thun, die Entwäſſerungs⸗ anlagen einer Prüfung unterziehen zu laſſen und die dabei ermit⸗ telten Mängel zu beſeitigen.

Der Rückſtau des Waſſers in die Kanäle bet Hochwaſſer hat noch eine andere Seite. Er hebt das natürliche Gefälle auf und bewirkt, daß die hag der Abwäſſer ſich in die Kanäle ablagern. Dadurch kann eine in ſanktärer Beziehung bedenkliche Verſchlam⸗ mung der Kanallſation eintreten, die ſich bis in die Hauler erſtreckt und, wenn der Zuſtand mehrere Jahre dauert, ſchwer beſeltigen läßt.

Alle dieſe Mißſtände der Kanaltſation in der Unterſtadt find dem Magiſtrat, wie wir wiſſen, keineswegs entgangen. Das Auf⸗ treten der Grund⸗ und Qualmwaſſer, die Verſchlammung der Kanäle find vorhergeſeben und nur als vorübergehender Zuſtand, gewiſſermaßen als Kinderkrankheit der Kanaliſation nothgedrungen in den Kampf genommen.

Auch im Schiffsbau hat die Firma gute Erfolge zu ver⸗ zeichnen und ſeit 30 Jahren eine große Menge von

und Handbaggern, Elevatoren, Taucherſchiffen, Prähmen gee liefert, auch gegenwärtig ſind wieder eine größere Zahl von Flußfahrzeugen in Arbeit. Die große mit den beſten Ma⸗ ſchinen eingerichtete Gießerei liefert neben den zur Maſchinen⸗ fabrikation nöthigen Gußſtücken bis zu den größten Dimen⸗ fionen Bau- und Handelsguß.

Die Maſchinen⸗ und Keſſelfabrik von L. Zobel (Perterſon⸗ und Fiſcherſtraße⸗Ecke an der Brahe) fabrizirt hauptſächlich Dampfmaſchinen und Dampfkeſſel und hat ſich in dieſen Spezialitäten einen guten Ruf erworben, der weit über die Grenzen der Proving hinausgeht. Es werden jährlich ca. 50 Dampfkeſſel und Dampfmaſchinen, die nach Oſt⸗ und Weſtpreußen, Poſen, Brandenburg und Rußland gehen und dort aufgeſtellt werden, angefertigt. Ganz beſonders gut haben ſich die Schiffskeſſel und Schiffsmaſchinen eigener Konſtruktion eingeführt, fo daß allein nach den Seeſtädten 15— 20 Schiffs⸗ keſſel und Schiffsmaſchinen geliefert werden. Außer dieſen Spezialitäten werden nicht unbedeutende Lieferungen für königl. Behörden namentlich für Eiſenbahndirektionen als: Lokomotiv - Drehſcheiben, Lokomotiv⸗Schiebebühnen und Loko⸗ motiv⸗Hebewinden.

Die Maſchinenfabrik von Hermann Löhnert (Bahn⸗ hofſtraße) ift eine Spezialfabrik von Kugelfallmühlen (Patentirt) und beſchäftigt über 100 Arbeiter. Das Abſaßgebiet der ge⸗ nannten Fabrikate iſt Deutſchland, Oeſterreich⸗ Ungarn, alle induſtriellen europäiſchen Staaten, Amerika namentlich Chile ac. Innerhalb 8 Jahren hat die Fabrik 800 dieſer Kugel⸗Fall⸗ mühlen abgeſetzt.

Die Maſchinenfabrit von S. Zimmer (Wilhelmſtraße), wurde im Jahre 1884 durch den Civil⸗Ingenieur S. Zimmer begründet. Die Firma baut vorzugsweiſe Spezialartikel, führt aber auch umfangreiche Reparaturarbeiten aus und benutzt zu dem Betriebe ihrer Fabrik eine ca. 10pferdige Dampfmaſchine. Dauernd beſchäftigt werden in der Fabrik 30 Handwerker. Die erſte Spezialität der Fabrik und das Nennenswertheſte derſelben ſind die in ganz Deutſchland, Rußland ſogar in Amerika verbreiteten Zimmerſchen Patent⸗Strohelevatoren an Dampfdreſchmaſchinen. Weit über 1000 dieſer Maſchinen hat.

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ebenfalls

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falls in einem der Ueberſchwemmung a 80e Sradtibeile die Kanaliſation ausgeführt, die gut funktiontrt und keinen der hier zu Tage getretenen F gezeitigt hat. um Verhältniſſe liegen in Frankfuct a. ähnlich, wie bei uns. Der Stadttheil, auf welchen das ier einwirkt, {ft jedoch Heiner, als in Bolen; {ft die Lagerung der Bodenſchichten eine günſtigere. Längs dem tu arm, deſſen Einwirkung auf die Kanäle und auf den Grund- waſſerſtand unterbunden worden tft, führt eine Uferſtraße, in dem ein undurchläſſiger und gegen den Fluß geſchloſſener Kanal zur Aufnobte der Wirthſchaftswäſſer verlegt tft, der bis in die dort flach und ziemlich gleichmäßig gelagerte Letteſchicht binabrelcht. Ferner tft bel der Herftellung des Kanals eine - bis zur Straßen⸗ oberfläche reichende Lettewand ausgeführt, bie das Vordringen des Flußwaſſers in das Gelände verhindert. Zur Ableitung des von den höher liegenden Terralntheilen andrängenden Grundwaſſers ijt neben dem Kanal eine Drainage geführt, die in gewiſſen Ver⸗ baltnifien mit dem Abwäſſer⸗Kanal verbunden werden kann, in der Regel aber für ſich funktionirt. An dem unteren Ende belder Leitungen (ee ffen Pumpwerke die Abwäſſer fort. Die Abwäſſer⸗ fläche, um die es ſich dort handelt, hat eine Größe von 10 ha, die Grundwaſſerfläche beträgt 80 ha. Bei der geringen Größe der Gebiete reichen Pumpwerke geringen Umfanges aus. In Poſen liegen die Verhältniſſe allerdings etwas ſchwieriger. unächſt wird das E wir haben das linke artheufer im Auge nicht durch die Stadt begrenzt; von

Süden her kommt der Wildabach, von Weſten dle Bogdanka und

bringen die Abwäſſer aus ausgedehnten Gebieten nach der Stadt. Wollte man die Hochwaſſermengen dieſer Bäche vor die Pumpen bringen, fo würde man einer ſehr umfangreichen und koſtſpieligen Bumpftation bendthtgen. Es gilt deshalb zunächſt dieſe Abwäſſer während des Warthe⸗Hochwaſſers von der Unterſtadt fernzu⸗ halten. Zu dieſem Zweck iſt am Wildabachkanal im Wallgraben in der Nähe des Wildathors ein Schleber vorgeſehen, welcher bet einem Warthewaſſerſtande, der das Pumpen nothwendig macht, ge⸗ ſchloſſen wird, wodurch die Abwäſſer des Wildabachs gezwungen werden, ihren Weg nach den Wildaſümpfen zu nehmen, welche beim Hochwaſſer ſtets überſchwemmt find. Da die Abwäſſer des Baches dann jedesmal ſehr verdünnt ſind und ſie außerdem in das

ochwaſſer der Warthe gelangen, hat dieſe Ableitung gar keine

edenken. Weniger einfach 15 die Ableitung der Bogdanka. Hler iſt zunächſt die Umleitung des N oberhalb der Eiſen⸗ babnunterführung in Jerſitz nach dem Wierfebach geplant. Alle Abwäſſer die unterhalb jener Abzweigung von dem noch ziemlich ausgedehnten Gebtet in den Bach gelangen, kommen nach der Stadt und vereinigen ſich hier mit den Abwäſſern der Kor: für welche der Bogdankakanal als Sammler dient. Um dieſe Abwäſſer ebenfalls von den Pumpen fernzuhalten, wird die Anlegung eines Umleitungskanals von St. Adalbert nach dem Wierſebach, der in ein Monirrohr zu faſſen iſt, beabſichtigt. Langs dieſem Kanal ge⸗ langen die party es aus der Oberftadt und die der Gemeinde

ca auch bet Hochwaſſer durch eigenes Gefälle nach der Warthe.

bleibt dann noch übrig, Oochwaſſers auf die Unterſtadt entgegengutreten und bie A dieſes Eutwöſſer

heben. unmittelbare Eintritt des Warthewaſſers in die Kanäle

den unterirdiſchen rar en ded ingsgebtets durch Bumpen in die Warthe zu

Der ſoll durch Anbringung von Schieber an den Auslaßöffnungen in Verlängerung der Büttelſtraße, der Breitenſtraße und der Kleinen Gerberſtraße (Bogdanka) jowte durch Verfüllung der faulen Warthe nebſt Karmelitergraben verhindert werden. Es kann deshalb von der Warthe her in die Kanäle nur Sickerwaſſer (Qualmwaſſer) eindringen, deren Menge nach den bierort3 und 1 yok ge⸗ machten Erfahrung niet ſehr groß anzunehmen tft. $ Dualm- waſſer, das vom Abhange her vordringende e und endlich die Wirthſchaftswäſſer der Unterſtadt müſſen durch Pumpen vom Sammelkanal der Unterftadt abgezogen werden. Der Sammel⸗

wäſſer

woſelbſt eine Brain che Bund atlon in Ausſicht an of 8 . beträgt i u ö

eltar und die ih der Abwäſſer von dieſer Sluche wird eine „angemeſſene Maſchinenkraft beanſpruchen. 1

Aus Vorſtehendem geht hervor, welche g Schwierig⸗ u keiten noch zu überwinden ſind, um die Kanaliſation der Unterſtadt auch bei Hochwaſſer in ordnungsmäßigem Gange zu erhalten. Die große Zahl der Maßregeln kann nicht auf einmal ausgeführt, ſondern muß nacheinander erledigt werden. Wie bei allen großen Projekten ſind auch hier Mißſtände vor Fertigſtellung des ganzen Kanaliſationswerks nicht zu ver⸗ meiden. Die Grundeigenthümer, die darunter in dieſem Früh⸗ jahr zu leiden hatten, müſſen ſich zunächſt durch ſorgfältige Ausführung der Hausent väfferungsanlagen ſchützen. Exakte Anlagen ſind außerdem nöthig, damit nicht bei heftigem Gewitterregen, bei denen ebenfalls eine ziemlich ſtarke Span⸗ nung in den Kanälen eintritt, die Keller überſchwemmt werden.

Man hört vielfach den Einwand, daß es vortheilhafter geweſen wäre, die Kanaliſation von untenher, alſo mit Ein⸗ richtung der Pumpſtation anzufangen. Obgleich dies natürlich d ſcheint, iſt eine ſolche Reihenfolge bei den hierorts obwaltenden Verhältniſſen nicht möglich. Die Pumpſtation wurde bisher als ein Glied der Eindeichung betrachtet und konnte aus ihr u

ſchieden war. Sie kann auch erſt in Funktion kommen, wenn die oben geſchilderten, ziemlich umfangreichen Projekte ausge führt, welche ihrerſeits die vorherige Kanalisation des linken Wartheufers bedingen. Denn die ſaule Warthe und die an⸗ deren Waflerläufe und alten Kanäle in der Stadt, die mit der Warthe in Verbindung ſtehen, können erſt beſeitigt werden, wenn ihre Entwäſſerungsgebiete Erſatz in neuen Kanälen ge⸗ funden haben. Aus dieſem Grunde iſt auch eine möglichſt raſche Durchführung der Kanaliſation unbedingt erforderlich, um möglichſt bald zu geordneten Zuſtänden zu gelangen. Es wäre darum das verkehrteſte, die Weiterführung der Kanali⸗ ſation aufzuſchieben. Wir haben wiederholt die große Wichtig⸗ keit der Kanaliſation für die Geſundheitsverhältniſſe, die bei uns noch immer ſehr zu wünſchen übrig laſſen und vor⸗ nehmlich durch die Kanzlifation verbeſſert werden können, be⸗ tont und müſſen uns hier verſagen, näher darauf einzugehen. Nur ſoviel ſei bemerkt, daß die beim Hochwaſſer in der Ranalifation der Unterſtadt eingetretenen Mißſtände zu kurze Zeit währen und wahrlich nicht groß genug ſind, um den großen Vortheilen der Kanaliſation einen nennenswerthen Ab⸗ bruch zu thun.

Aus den Bädern.

Bad Reichenhall 6. Mat Der 1814 m hohe Zwieſel, 2 alljährlich von aie Hunderten von Touriften und Kurgifen iu ner herrlichen A Se ene wegen De 1 wird. erhält noch in dieſem Jahr nahe der Spitze eine Schutz hütte

Aus Bad Piſtyan (im ungar. Com. Neutra) wird uns unterm 5. d. Mts. geſchrteben: Mit heutigem Mittagseilzuge tft Prinzeſſin Pauline von Württemberg in Begleitung der Hofdame Frl. v. Riedel, des Oberſtabsarztes Dr. v. Baumgärtner und Gefolges

2 mebrwöchentlichem Kurgebrauch hier angelangt. Bei der Bahn⸗ drt

ation war kein offizieller Empfang, desbalb erſchien nur die Bade⸗ vertretung mit dem Badekommiſſär und Oberſtuhlrichter v. Koron⸗ taly an der Spitze, ferner Gendarmerie Oberſt v. Luklges und der Badepüchter Winter. Letzterer überreichte ein prachtvolles Bouquet. Die erſt 17jährige Prinzeſſin, einzige Tochter des Königs von Württemberg, welche zur Heilung ihres rheumatiſchen blerber kam, nahm in der Franzens Villa Abſteigequartiec; die

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A ee SES Re ðiV Die 23 Wiſſenſchaft hat, wie allgemein bekannt, in der letzten Zeit verſucht, mit einer ganz neuen Heilmethode die gefäbrlichſten Krankheiten wie die Tuberkuloſe, Diphkberle rc. ꝛc. zu bekämpfen. Die Senſation erregende Erfindung des Tuberkulins fowte die erſtaunlichen Berichte über die Erfolge des Heilſerums haben wohl das allgemeine Intereſſe in hohem Grade in Anſpruch genommen. Eine für die Geſundheitspflege höchſt werthvolle Er⸗ 1 [oft der neueren Zeit fit aber auch die Herſtellung des trbolin Das „Myrrbolin“ tft der nach einem patentirten Verfahren ge⸗ wonnene öllge Auszug des Myrrhenharzes. Dieſes enthält ſehr un Beſtandthelle, welche eine ganz ſpezifiſche Wirkung auf ay haben. Darin tft wohl auch der Grund zu fuchen, daß die Myrrhe ſchon im grauen Alterthum zu den geſchätzteſten Spe⸗ zerelen ebene daß fie, wie wir aus dem alten Teſtamente ere * einen Hauptbeſtandthell des heiligen oder Salb⸗Oeles bildete daß fie bei allen Kulturvölkern des Ulterthums als Konſer⸗

ſchen a chaft fiel es zu, dieſe auch von den großen G. ehrten Hufeland, Ruſt, Chelius, Fr. Hoffmann, Stahl ic. gekannten und » \gepriefenen werthvollen Eigenſchaften der Myrrhe aus der Bere geſſenheit becoorsuboten und mit welch großem Erfolg, das be- weiſen die Urthelle von nahezu 3000 deutſchen Profeſſoren und Aerzten, welche das „Myrrbolfn“ geprüft und daſſelde für ein une übertroffenes, unentbeörliches Mittel zur Pflege der Haut und bei den verſchiedenſten eg bezeichnet baben.

Aber ebenſo wichtig wie die Gewinnung des Myrrbollus war zu feiner praktiſchen Verwendung die Auffindung einer Form, welche für die Geſundheitspflege im Allgemeinen von weittragendſter Bedeutung werden wird.

Es war die Aufgabe zu löſen das Myrrholin mit ſeinen feinen und wirkungsvollen ätheriſchen Oelen für die Geſundheits⸗ und Saane ade der Haut ſo in Anwendung a pt bringen, daß ber

Gebrauch weder ſtörte noch irgend wie beläſt x und ee be Zweck vollſtändig W wurde. Die Löſung ge dad nad und mübſamen Verſuchen endlich dadurch in vorzüg er r Brie: daß man das Myrrholin einer ſehr feinen Tolletteſelſe iegte Hierdurch wird eine Tolfette-@elunbbeitäfeife zum täglichen eo brauch geschaffen, wie fie bisher nicht exiſtirte, die den weltgehendſten Anſprüchen an eine feine Tolletteſeiſe genügt, welche wegen großen Milde und Reizloſigkeit von den Aerzten als die Toiletteſeife namentlich für Frauen und Kinder bezeichnet wird.

Aus den Gutachten der Profefforen und Aerzte eine Ans zahl wird demnächſt in unſerem Blatte veröffentlicht geht hervor, daß die neue Patent⸗Myrrholin⸗ Seife berufen tit, eine vollſtändige Umwälzung im Gebrauch der Tolletteſeiſen herbetzuführen, denn jeder für ſeine Geſundhelt beſorgte Menſch,

aut und vorſichtige Mütter werden das r fiber in

8 find im. nur bie eee für den duden Gebrauch

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Johaun Hoff ſchen Malzertrakt⸗ Geſundheitsbieres dadurch als hetlſam erwleſen, daß es die Verdauung und außerdem dadurch die Ernährung des Körpers befördert. Dleſes Malzexkrakt⸗Geſund⸗ heltsbier tft daher bei allen Schwächezuſtänden in Anwendung zu ngen, mögen dieſelben die Folge lang andauernder Krankheiten fein, oder auf krankhafter Blutmiſchung beruhen, denn es beeinflußt in allen biefen Fällen die Konftitution in günſtiger Weiſe und hebt die Kräfte ſichtlich.

Die 1 a Johann Hoff'ſchen Malzpräparate bes findet ſich in Poſen bet R. Barcikowski, N Martin 20, Frenzel & Co., Aiter Markt 56, W. FFTTTTTTTTTTTTGTGT(TTbTbTbTbTTTTTTTTTTTTVVVVT—V—VTV—TVVVV+VTVVTV+T+—ꝓ—v—T—TTV 1... 2, J. Schleyer, Breiteſtraße 13.

nicht losgelöſt werden, ſo lange über das Projekt nicht en und Schönhettsmittel in hohem Anſehen ſtand. Der deul⸗

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die Firma ſeit dem Jahre 1884 abgeliefert und ß TT agile wae die engliſchen Apparate dieſer Art ſo gut wie verdrängt. Eine weiteres hervorragende Spezialität der Firma iſt die Ein⸗ richtung von Schmalz⸗Siederei⸗ und Raffinerie⸗ Anlagen, welche zur Maſſenherſtellung von ſogenanntem Berliner Bratenſchmalz und zur Reinigung des rohen amerikaniſchen Schweinefettes benutzt werden. Die erſten derartigen Anlagen in Deutſchland ſind aus dieſer Fabrik petporgegangen ; fie lieferte dieſelben nach und nach nach Landsberg, Poſen, Stettin, Berlin, Breslau und Bromberg. Auch in der Einrichtung von Waſſer⸗ leitungs⸗Entwäſſerungs⸗ und Centralheizanlagen hat genannte Firma ſchon vielfach hervorragendes geleiſtet. Von den größern Waſſerförderungsanlagen iſt beſonders die im hieſigen Gar⸗ niſonlazareth angebrachte hervorzuheben, welche mittels Gas⸗ motorbetrieb ſtündlich 30 Kubikmeter Waſſer 25 Meter hoch befördert; außerdem exiſtiren 30 derartige Ausführungen im kleineren Unfange in größeren Wohngebäuden. Das Neueſte zur Waſſerförderung in Wohnhäuſern iſt eine dem Inhaber der Fabrik geſetzlich geſchützte Pumpenkonſtruktion, welche epochemachend wirkt. Mit dieſem Pumpenſyſtem iſt es jedem Miether möglich, ſelbſt in den Küchen der höchſten Etagen ſich jelbjt friſches Brunnen⸗Waſſer pumpen zu können. Die hieſigen Beamtenwohnhäuſer beſitzen davon 27 Pumpen, außerdem ſind viele Anlagen im Bau begriffen. In der Heizungsbranche ſpeziell Centralheizungen für Wohn⸗ und Gewächshäuſer hat obige are vor 3 Jahren eine Spezialität aufgezeichnet, die

trotz der kurzen Zeit ſchon erfreuliche Reſultate zu verzeichnen hat.

Die Maſchinenfabrik von Gebr. Böhmer in dem an die tadt grenzenden Schröttersdorf fertigt als Spezialität Dezimal⸗, Centeſimal⸗ und Laufgewichts⸗Waagen und nennt ich dess alb auch 1, Oſtdeutſche Spezialfabrik für Brücken⸗ waagenbau Am 1. März 1892 übernahmen die Inhaber der Firma die Clauß 'ſche Dezimalwaagenfabrik, Gammſtraße hier, und arbeiteten daſelbſt mit 18 Mann bis zum Herbſte 1892.

Da die Kundſchaft wuchs und die Anforderungen ſich ſtetig Bl

ſteigerten, ſo wurde die Fabrik nach ihrem jetzigen Heim, der früheren Fließ'ſchen Pappenfabrik, nach Ankauf des Grund⸗ ſtucks, verlegt und durch entſprechende Um⸗ und Anbauten die gegenwärtige Fabrik geſchan n. Dieſelbe umfaßt 1375 Qua:

1 Morgen Hofraum. Während die Fabrikation in der Gamm⸗ ſtraße nur im Kleinen betrieben werden konnte und nur eben⸗ ſoviele Waagen gebaut wurden, als beſtellt waren, nahm die Fabrikation in Schröttersdorf einen bedeutend größeren Um⸗ fang an. Die Arbeiterzahl erhöhte ſich von 18 Mann auf 80 Mann und es mußte zeitweiſe ſogar Tag und Nacht ge⸗ arbeitet werden. Um die Arbeit zu bewältigen, ſind 35 Stück Arbeitsmaſchinen für Eiſen⸗ und Holzbearbeitung aufgeſtellt worden, wobei bemerkt wird, daß die 36 Theile zu jeder kleinen Brücken vaage fertig aus den größten Spezialfabriken für Facondreherei, 1 und Stanzarbeit bezogen wurden, während früher alles ſelbſt gemacht wurde. Die Firma hat auf ihre Waagen 14 Patente und 12 Gebrauchs⸗ muſter, durch welche die Konſtruktion ganz bedeutend verbeſſert und vereinfacht wird. Wegen ihrer überaus einfachen, ſach⸗ gemäßen und ſoliden Konſtruktion erfreuen ſich die Fabrikate der genannten Firma großer Verbreitung in den Provinzen Poſen, Oſt⸗ und Weſtpreußen und bis Schleswig⸗Holſtein und die Rheinprovinz. Auch die Centeſimalwaagen bis zu 30 000 Kilogramm haben ſich bei den verſchiedenen Eiſenbahndirek⸗ tionen, in Zuckerfabriken und bei Rittergutsbeſitzern der U m⸗ eee Eingang verſchafft und zählen zu ihrer feſten Kund⸗

Firma C. Blumwe u. Sohn in Prinzenthal (Brome berg). Die Chronik derſelben beginnt mit dem Gründungs⸗ jahre 1865 und fällt demnach mit dem Beginn der wirth⸗ ſchaftlichen Entwickelung der öſtlichen Provinzen zuſammen. In richtiger Erkenntniß der Verhältniſſe wurde bald nach Gründung der Fabrik die Fabrikation von Sägegattern und Holzbearbeitungsmaſchinen aufgenommen, wofür ſich bei dem Domizil der Firma im Centrum der oſtdeutſchen Holzinduſtrie das günſtigſte Feld bot. Seitdem hat nun die Firma C. umwe u. Sohn mit dieſer als alleinige Spezialität betrie⸗ benen Fabrikation eine Reihe der glänzendſten Erfolge zu ver⸗ zeichnen. Die ſich fortgeſetzt ſteigernden Anforderungen in Folge der ſich ſtetig erweiternden Abſatzgebiete hatten im Jahre 1878 eine Ueberſiedelung des Fabrikbetriebes aus dem Grün⸗

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dungsheim (Bromberg, Wilhelmſtr.) nach dem käuflich erwor⸗ benen, weſentlich umfangreicheren Etabliſſement in Prinzen⸗ thal zur nothwendigen Folge. Die einzelnen Werkſtätten enthalten eine große Anzahl der modernſten Eiſen⸗ und Metall⸗ bearbeitungsmaſchinen, als Drehbänte, Hobel Bohr-, Frais- u. ſ. w. Maſchinen, von den kleinſten bis zu den größten Dimenſionen, verſchiedene auto matiſche Maſchinen feſſeln das Auge des Zuſchauers. In der Schmiede arbeiten zwei große Dampfhämmer, überhaupt werden alle nur denkbaren Arbeiten mittelſt Spezialmaſchinen ausgeführt, deren Ausfüh⸗ rung und Funktion Staunen erregt. In den Montage⸗Räumen ſieht man die Leiſtungen der einzelnen Werkſtätten und Hilfs⸗ maſchinen zu vollkommenem Ganzen ſich geſtalten, die größten Sägegatter, wie die ſonſtigen für die Holzbearbeitung dienenden komplizirteſten Maſchinen mit einem großartigen Mechanismus bis zur einfachſten Bandſäge werden daſelbſt montirt. Sehr intereſſant ift die Beſichtigung der in einem großen Saale untergebrachten, permanenten Ausſtellung der verſchiedenſten Holzbearbeitungsmaſchinen, welche jederzeit Käufern im Be⸗ triebe vorgeführt werden können. Die Eiſengießerei dient aus⸗ ſchließlich zur Ergänzung des eigenen Bedarfs der Firma in den verſchiedenſten Gußſtücken. Der Betrieb der Werkſtätten erfolgt mittelſt zweier Dampfmaſchinen von 60 und 30 Pferde⸗ ſtärken und eines entſprechenden Dampfkeſſels, gegenwärtig wird noch eine große Compound⸗Dampfmaſchine von 100 Pferde⸗ ärken und ein entſprechend großer Dampfkeſſel aufgeſtellt, um den geeigneten Anforderungen zu genügen. In der Fabrik werden zur Zeit 210 Arbeiter, außer dem Beamtenperſonal, welches aus 5 Ingenieuren, 6 Kaufleuten, 4 Werkführern be⸗ ſteht, beſchäftigt. Die Abſatzgebiete erſtrecken ſich über ganz Deutſchland; auch mit dem Auslande, beſonders mit Oeſterreich⸗ Ungarn, Rußland, auch Italien und Belgien ſteht die Blum⸗ weiche Fabrik in enger Geſchäfteverbindung. Das Fabrik⸗ etabliſſement hat elektriſche Beleuchtung. feierte die Fabrik ihr 25jähriges Geſchäftsjubiläum.

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Musführlſch Proſp ke darch die Badedirektion. J. Hamburger, Markt 2. Druck und Verlag der Dofbuchdruckerel von W. Decker u. Co. A. Röftel) in Polen.

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Nr. 330.

Aus der Proving Poſen. - © Riffa, 9. Mal. Vakanz. Btertontrotte] An der bleſigen evangeliſchen Schule iit gegenwärtig die Stelle eines Konrektors vakant. Dieſelde ſoll mit einem Mittelſchullehrer bes werden. Vor Kurzem wurde es verſucht, ein großes Quan⸗ tum Grätzer Bier in unſere Stadt einzuführen, obne die fett dem 1. April in Kraft getretene Steuer dafür zu entrichten. Man brachte die Entſchuldigung vor, nicht die Wobnung des betreffen⸗ en Bierkontrolleurs zu wiſſen. Aus dieſem Anlaß hat die ſtädtiſche Verwaltung on den Wohnungen der Bierkontrolleure 9 mit der Aufſchrift „Städtiſche Bierkontrollſtelle“ anbringen e

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1 10. Mai. [Landarabenverband. Artil⸗ rl Stadtverordnetenſitzung.] Am 27. und 28. d. Mes. findet die diesjährige Hauptſchau der beiden zur Bartich führenden Landaräben ftatt. Die Schau beginnt an beiden Tagen

um 9 Uhr. Der Schaudirektor, Rlittergutsbeſitzer Krauſe⸗ Oderteversdorf, ſtellt den Mitgliebern des Landaraben⸗Verbandes die Theilnahme an der Schau anheim. Am 20. d. Mts rückt die hiefige Artilerte auf 6 Wochen zu den biestäbrigen Schleß⸗ üdungen nach Faltenberg 1. Schl. aus. n der vorgeſtern ab⸗ gehaltenen Stadtverordnetenſitzung tit beſchloſſen worden, den Zins. ſuß für Wechſeldarlehne aus der ftädtiſchen Sparkaſſe von 6 auf 4½% Prozent Herabsulebert. In derſelben Verſammlung wurde ein Antrag der biefigen Fleiſchertnnung, von auswärts eingeführte Fleiſck und Wurſtwagren dom Marktverkehr auszuſchließen, als geſetwidrig abgelebnt, ſodann wurde der Magiſtratsbeſchluß be⸗ treffend die Ahbaltung eines Schwarzviehmarktes an jedem Frei⸗ tage benätigt, ee des ſtädtiſchen Lazareths n . ge Rawilſch, 10. Mal. [Lotteriekollette. Land: tplime Verfügung. Rechenſchafts bericht. Mit Beginn der nächſten Lotterie geht die Verwaltun der biefigen Kollekte der preußiſchen Staatslotterſe von den Eiben des ver⸗ ſtorbenen Kollekteurs Puſch auf den Major von Mltſchke hierſelbſt über. Der hieſige Landratb weiſt in einer Bekanntmachung die Gemeinde Vorſteher feines Kreiſes darauf bin, daß nach § 114 der Sonboemeinbeordnung Gemeindebeſchlüſſe über die Veräußerung oder weſentliche Veränderung von Gegenſtänden, welche einen be⸗ ſonderen wiſſenſchaftlichen, geſchichtlichen oder Kunſtwerth haben, der Genehmigung des Reglerungspräſidenten bedürfen und vere anlaßt ſie, in vorkommenden Poca die erforderliche Genehmigung durch ſeine Vermittelung nachzuſuchen. Nach dem Bericht des 1 Vereins, der ſich zur Aufgabe gemacht hat, zur terszeit den Armen warme Suppen zu verabreichen, ſind in der Zeit vom 14. Januar bis 27. März d. Js. an biefige Arme ca. 10000 Portionen Suppe a 1 Liter zur Vertheilung gelangt. Berausgabt' wurden hierfür 554,70 M. ez l. Feuerung. Zur Deckung dieſer Ausgaben gab der Magtſtrat einen baaren Zuſchuß von 15 M. und außerdem das erforderliche Lokal und die Feuerung; eine Sammlung freiwilliger Gaben brachte 211,45 M. tin; an Binfen und bon dem Vereinsvermögen wurden 193,25 M. verbrauckt. Letzteres beträgt 2250 M. ;

V. Sranftadt, 9. Mal. [Umtseinfübrumg. Säul- beiträge. Borftandd-Gikung) Heute Nachmittag wurde der von der Regierung zu Poſen, der Patronin der hiefigen katboliſchen Kirche, zum Kirchenvorſteber ernannte Krelsſekrekär Mädlich hierſelbſt vom Propſt Hildebrand als Vorſitzender des Kirchenvorftandes in fein Amt eingeführt. Seit dem Jahre 1889 war die Regierung nicht mehr im Kirchenvorſtande vertreten. Die Schulbelträge dei der biefigen katholiſchen Schulgemeinde find für dieſes Jahr in der heutigen Sigung 110 Prozent der Einkommen⸗ und halbe

n Grund» und

ftener feſtgeſetzt worden. Im vorigen Jahre betrug dieſe Steuer] noch jede Spur.

Berliner Brief. Von Philipp Stein.

Nachdruck verboten. Berlin, 10. Mat. Irn Monat Mai noch eine neue, große, den Abend fül⸗ lende Oper und ein Erfolg dazu das iſt immerhin ein Er⸗ eigniß, bei dem man ſchon etwas länger verweilen muß. Die Oper oder wie fie bezeichnet iſt, das muſitaliſche Schauspiel Heißt „Der Evangelimann “. Dichter und Kompo⸗ niſt iſt Wilhelm Kienzl. Der Handlung liegt, wie es auf dem Zettel heißt, eine wahre Begebenheit zu Grunde. Das iſt kein Vorzug, eher des Dichters. Schon daß zwiſchen dem 1. und 2. Akt ein Zeitraum von 30 Jahren liegt, iſt gerade kein Vortheil. Zwei Brüder, Johannes und Matthias, lieben ein Mädchen, Martha, das Mündel des „Juſtiziärs“ im nieder öſterreichiſchen Kloſter St. Othmar. Johannes wird vom Juſtiziär protegirt, Matthias, ein armer Schreiber, ſoll das Mädchen, das ihn wiederliebt, verlaſſen und in die Ferne ziehen. In der Laube nehmen in einem muſikaliſch ſehr ſchönen Duett die Lieben, den von einander Abſchied Johannes, der die Beiden be: lauſcht, wird von eiferſüchtiger Wuth gepackt und zündet das hinter der Laube ſtehende Haus an. Die „wabernde Lohe“ erhebt ſich hinter den Liebenden, Matthias will entfliehen, die aufgeregten Dörfler aber packen ihn und ſchleppen ihn fort erſter Akt. Im zweiten Akt ſitzt Magdalene, der verſtorbenen Martha Freundin unter herbſtlich belaubten Bäumen vor ihrem Häuschen und ſpielt reſignirt mit den Kindern. Drinnen liegt krank ſeit Jahren von Gewiſſensnoth gepeinigt Johannes. Da kommt des Wegs daher ein Evangelimann, der bettelnd und Evangelien ſingend von Ort zu Ort zieht. Er lehrt die x ein Lied und Magdalene erkennt ihn es tft Mat: ins der nun in langem Berichte fingt, wie er zwanzig Jahre dag erker geſchmachtet hat und nun ſeit zehn Jahren bettelnd ibm Land durchzieht. Die Kinder ſingen, was ſie von er nt haben: „Selig find, die Verfolgung leiden, um er Grrechtigkeit willen“ und der Evangelimann fingt weiter „Herr erbarme Dich meiner; tilge meine Miſſethat.“ Die ſänſtigenden Töne dringen zum Ohr des Kranken und den Evangelimann zu ſich kommen, um ihm zu beichten, was fo ſchwer ihn bedrückt. Je mehr er mittheilt, deſto bekannter erſcheinen die Geſchehniſſe dem Evangelimann, bis er endlich erkennt, für wen er im Kerker gebüßt und weſſen Schuld ſein Leben zerſtört hat. Jäh fährt er auf, doch zum

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des Schulvorſtandes auf Gaſthofsbeſitzer Dicht Gebäude⸗ Privatwohnung 2000 M. geſtohlen worden, don den Dieben fehlt

ein Hemmniß für die Geſtaltungs kraft 10

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100 Prozent. Künftigen Gonrtag findet im Licheſchen Hotel bier- ſelbſt eine Vorſtandsſitzung des ſtändigen deutſchen Wahlvereins der Kreiſe Frauftadt, Liſſa, Rawitſch, Goſtyn ſtatt.

V. Frauſtadt, 10. Mai[Eiſenbahnbau Zülllchan⸗ Frauſta dt. Unfall.] Heute weilt der hieſige Bürgermeiſter Simon in Freyſtadt, um mit dem dortigen Kreis⸗Ausſchuß wegen des Bahnbaus Zällichau⸗Frauſtadt zu verhandeln Herr Simon iſt Vorſitzender des engeren Ausſchuſſes für Herſtellung dieſer Bahn. Die Vorarbeiten, welche der Kommandit⸗Geſellſchaft zum Bau und Betrieb von Eisenbahnen Soenderop u. Co.⸗Berlin übertragen worden waren, find nunmehr für die ganze Strecke beendet. Geſtern fiel ein junges Mädchen mit der rechten Hand in eine

enſterſcheibe und zerſchuitt fic dabei die Adern des Handgelenks. ur dem Umſtande, daß ſogleich ürztliche Hilfe zur Stelle war, t es zu verdanken, daß ſich die Unglückliche nicht verblutet hat.

g. Aus dem Kreiſe Goſtyn, 9. Mal. [Prämlirung.] Bei den am 1., 2. und 6. d. Mets. im biefigen Kreiſe abgehaltenen Körterminen wurden 60 Zuchtſtiere angelört. In welcher Weiſe die Rindyſehzucht im hiefigen Kreiſe ſich gehoben hat, zeigte die mit der Körung verbundene Prämitrung von Färſen; es konnten deren 88 mit Prämien bedacht werden. Im Ganzen wurden 668 Mark Prämſen vertheilt. Beſonders zeichnete ſich die Punitzer Ge⸗ gend durch gutes Vieh aus. Der Kreis hat jetzt 35 Stationsfttere.

O. Rogaſen, 10. Mat. [Beſitz⸗ Veränderung] Das Grundſtück des Rentners Caſſube in der Kleinen Poſenerſtraße hier, tft beute durch freihändigen Verkauf an den Omnibus, Beſitzer Abramowski für den Preis von 4800 M. übergegangen

p. Kolmar i. Poſ., 9. Mai. [Wahlen. Kreis⸗Schul⸗ infpettiond« Bezirk.] Bei der heutigen Wahl wurden zu Repräſentanten der hieſigen jüdiſchen Gemeinde folgende Herren wieder⸗ reſp. neugewählt: Rechtsanwalt Cohn, Fabrikbeſitzer Heim, Rentier Joſeph Zander, Kaufmann H. T. Heilmann, Lederhändler Lewin, Kaufmann Julius Hirſchberg, Gaſtwirty Taust, Gafiwirty David Aronſohn, Kaufmann Salomon Gerſon. Kaufmann S. Eng⸗ länder und Bäckermelſter Hammer; zu Stellvertretern Klempner⸗ meiſter Wolff, Pferdehändler Marcus Cohn, Kürſchnermeiſter Mendheim, Rentler Crohn, Kaufmann Eugen Iſaaclohn, Händler Lewin Hirſch und Schneidermeiſter Schwarz. Zu Vorftebern der jüd. Gemeinde wurden gestern die Herren Kaufmann Sally Salomon, Kaufmann Hermann Cohn und Kaufmann Joſeph Simon gewählt. Zu dem neu eingerichteten Kreis ⸗Schulinſpektions⸗ Bezirk Exin gehören vom gingen Kreiſe die evangel. Schule zu Lindenwerder, die paritätiſche Schule zu Liepe und die kathol. Schule zu Joktorowo.

X. Wreſchen, 10. Mat. [(Bezirks konferenz. Atteſte. Rothlauf. Diebſtahl. Neubau. Auswanderung.) Unter Vorſitz des Kreisſchulinſpektors, Oberpfarrers Bock, fand geſtern Nachmittag in der hleſigen evangeliſchen Schule die erſte dſesjährige Bezirkskonſerenz der evangeliſchen Parodie Wreſchens ſtatt, zu welcher neben dem Vorſitzenden 5 Paſtoxen und 16 Lehrer erſchienen waren. Lehrer v. Taſchitzti⸗ Gr. Bilary hielt mit den Kindern der erſten Klaſſe eine Lehrprobe. Die Lehrer Irgang⸗ Sokolnit und v. Taſchlitzki lieferten hierauf Referate über „Der orthographiſche Unterricht in der einklaſſigen Schule.“ Lehrprobe, wie Referate riefen eine lebhafte Debatte hervor. Die nächſte Be⸗ zirks konferenz tit in der evangeliſchen Schule zu Miloslaw. Seitens des Landrathsamtes werden die Difriktskom miſſarien darauf wiederholt hingewieſen, daß Urſprungsatteſte nur für ſolches Vieh ausgeſtellt werden, welches thatſächlich während der letzten vier Wochen am Orte geſtanden hat. Unter den Schweinen des Dominiums Mlodzlejewice tft der Rothlauf ausgebrochen. Dem in Schroda ſind dieſer Tage aus ſeiner

Auf dem Anſiedelungsgute Malachowo Kempe,

Fenſter klingen mild und füß die Kinderſtimmen herauf „Selig ſind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer iſt das Himmelreich.“ So verzeiht er dem Bruder, der in ſeinen Armen verſöhnt ſtirbt.

In die düſtere Handlung ſind geſchickt friſche, fröhliche Epifoden eingewoben. So im erſten Akt das volksthümliche Treiben im Garten, die Kegelbahnſzene, im zweiten Akt die Kinderſzenen. Mufttalifch iſt das jedesmal ſehr hübſch illu⸗ ſtrirt; ergötzlich und originell, wenn das Trommelgewirbel den Königswurf bezeichnet, ſchlicht und lieb, wenn der Komponiſt das Spiel der Kinder, weihevoll und innig, wenn er die Sang⸗ robe der Kinder vor dem Evangelimann ſchildert. Ergreifend ift die muſikaliſche Ausgeſtaltung der großen Schlußſzene der beiden Brüder. Beſonders beachtenswerth erſcheint mir, daß hier zum erſten Male der Verſuch gemacht iſt, auf den Mo⸗ nolog in der Oper zu verzichten. Da Martha von ihrem Vormund den Befehl erhalten, Johannes zu heirathen und Matthias zu verlaſſen, bleibt ſie allein auf der Szene. Die Gefühle, die fie bewegen, ſpricht nur allein die Muſik aus, während Martha in ſtiller Verzweiflung ſich über den Tiſch

beugt. Jedenfalls ſteht der Muſiker Kienzl weit höher als der

Dichter Kienzl und erſterem allein galten wohl die zehnmaligen Hervorrufe. Die Aufführung ſelbſt war vorzüglich. Pierron gab darſtelleriſch und geſanglich die Martha ganz

vorzüglich. Schlicht und innig fang unſere prächtige rie ul 5

Frau Götz e, während die feindlichen Brüder von und Sylva vorzüglich verkörpert wurden.

Was die Woche an Theatergaben ſonſt gebracht hat eine Operette „Figaro bei Hof“, ein neues Wee deſſen Titel ich vergeſſen habe, ein engliſches Schauspiel „Die zweite Frau“ von Pinero, nach Rezepten der Birch: Pfeiffer und was ziemlich daſſelbe jagen will, Ohnets gearbeitet, dann die Wiederausgrabung von Scheridans „Läſterſchule“ das ſind alles Verſuche nur ephemerer Natur, mit deren Detaillirung

ich Sie nicht behelligen will.

* * *

Die Bühne des Lebens aber bot in dieſer Woche zwei Kapitel aus dem großen Martyrium der Prole⸗ Frau. Eine ſchwache, hilfloſe Frau, deren bischen Mitgebrachtes der Mann längſt vertrunken. hat, wird mit ihren Kindern von dem Mann, der nicht arbeiten will, mißhandelt, brutal, immer wieder. Eines Tages ees war im Februar or ſeinen

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kommt der Mann wieder betrunken nach Haufe.

Sonntag, 3. Beilage zur Poſener Zeitung.

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12. Mai 1895.

Kreis Witlowo, fol ein neues einklaſſiges Schulhaus errichtet werden. Der Submiſſionstermin zur Vergebung der Arbeiten ijt in Poſen, im Bureau der Anſiedelungskommiſſton am Sonnabend, 18. d. M. Nachmittags 1 Uhr. Die Auswanderung aus der Provinz Poſen bat im letzten Jahre ſehr nachgelaſſen. Nach der Statiſtik gingen 2623 Perfonen, 1893 7665, 1892 15211 Per⸗ ſonen nach Amerika.

X. Wreſchen, 10. Mal. [Spielere i. Verhaftung.) Das jährige Söhnchen eines hieſigen Bürgers fpielte mit einer metallenen Oeſe, wie ſolche zum Schließen von Beinkleidern benutzt wird, und verſchluckte dieſelbe. Die Eltern holten ſchnell den Kreis⸗ phyfikus Dr. Michaelſohn, da die Oeſe noch im Halſe jak und das Kind leicht erſticken konnte. Den Bemühungen des Arztes iſt es

ft gelungen, die Oeſe zu entfernen. Das Kind befindet fich jetzt wieder

außer aller Gefahr. Der jugendliche Arbeiter P., ein ſchon mehrfach beſtrafter Menſch, tft heute verhaftet worden, weil er im Vereine mit drei anderen Burſchen auf der Chauffee einen Arbeiter überfiel und ihn ohne Urſache arg zerichlug. Außerdem beabfich- tigten dieſe Strolche, den Arbeiter an berauben, indeſſen beſaß er nur 12 Pf. Nach den anderen Burſchen wird gefahndet. 5

8. Kempen, 10. Mal. [Kommunales] In der geſtrigen Stadtverordneten⸗Sitzung wurde nach dem Vorſchlage des Ma⸗ giſtrats beſchloſſen, zur Deckung der Gemeinde⸗Bedürfniſſe für das Etatsjahr 1895 96 einen Zuſchlag von 162 Prozent zur Ein⸗ kommenſteuer und von 157 Prozenk zu den Realſteuern zu erheben. Da dieſe Beſchlüſſe jedoch der ſtaatlichen Genehmigung bedürfen und zur Beſtreitung der laufenden Bedürfniſſe die Geldmittel fehlen, fo wurde ferner beſchloſſen, einſtweilen einen Zuſchlag bon. In a zu der Einkommenſteuer und den Realſteuern zur. erheben.

© Argenau, 10. Mai. [Termin. Einbruch. Städ⸗ tiſches. Lehrerverein. Rothlauf. Kleinkin⸗ derſchule.] Vor einiger Zeit brannte auf der hieſigen Bropitet eine Scheune nieder. In Folge einer bei der Staatsanwaltſchaft eingereichten Denunziation wurde eine Unterſuchung eingeleitet und auf die Entdeckung des Urhebers des Brandes eine Belohnung von 300 Mk. ausgeſetzt. Geſtern nun fand vor einer in dieſer Angele⸗ genheit hierher entſendeten Gerichtskommiſſion an Ort und Stelle ein Termin ftatt, der aber, trotzdem von Vormittag 10 Uhr bie Nachmittag gegen 5 Uhr über 30 Zeugen vernommen wurden. allem Anſcheine nach ein negatives Refultat ergab. Heute Nacht brachen Diebe in den Keller des Kaufmanns Witkowskl ein und entwendeten für etwa 50 Mk. Wein und Speck. Das Kellerfenſter, durch welches fie in den Keller gelangten, ijt klein, aber unvergit⸗ tert. Heute Vormittag wurde auf ortsübliche Weiſe, namlich durch Ausklingeln, bekannt gemacht, daß die beiden ſtädtiſchen Nacht⸗ wächterpoſten ſofort neu zu beſetzen find. Die beiden bisherigen Nachtwächter haben wegen zu niedrigen Gehaltes ihr Amt plötzlich niedergelegt. Unter den Schweinen eines in der Zuckerfabrik wohnenden Beamten iſt der Rothlauf ausgebrochen. Die unter Leitung einer Diakoniſſin ſtebende, exit vor Kurzem gegründete Kleinkinderſchule wird jetzt ſchon von etwa 40 Kindern aller Kon⸗ feffionen beſucht.

O Pleſchen, 10. Mal. [Kriegerdenkmal Prüfung! Das für die Stadt und den Kreis Pleſchen zu errichtende Krieger⸗ Denkmal fol noch im Laufe dieſes Jahres errichtet werden. Da man zur Einweihung den Reglerungspräſidenten und andere Gäſte erwartet, fo bat man vom 2. September, dem für die Einweihung anfangs in Ausſicht genommene Termin, Abftand genommen, da die Sedanfeler, die in dieſem Jahre wohl überall größer als ſonſt begangen werden wird, viele auswärtige Gäſte vom Beſuch zurück⸗ halten würde. Die Einweihung findet deshalb an einem Tage der letzten Woche des September ſtatt. Das Denkmal, ein Sockel mit Krone, wird nach einem vom Profeſſor Niedling in Aſchaffenburg

Mißhandlungen flüchtet die Frau an dieſem Tage zwei⸗, drei⸗

mal zu den Nachbarn. Der Trunkene ſchläft ein. Doch die

Frau findet keine Ruhe; verzweifelt denkt ſie daran, was ihr

Alles ſchon geſchehen, wie ſie mit den Kindern hinausge⸗

worfen ward auf die kalte. ſchneebedeckte Straße, wie das

Mitleid der Nachbarn ſie quält und beſchämt und die Schande,

die Schande! ... Sie kann nicht einſchlafen. Was wird

ihr und den Kindern noch die Zukunft bringen! Jeden Tag

das gleiche Elend, morgen und übermorgen, ohne Ende! Ohne

Ende? Die Verzweiflung und der Haß gegen den Elenden, der

da betrunken vor ihr liegt, verſchnüren ihr den Athem, eine

fieberhafte Erregung raſt ihr durch den Körper ein Ende, ein Ende all dieſer Noth! Drüben in der Ecke ſunkelt die

kalte Scheide des Beils, es lockt und lockt, ſie ergreift es und

ſinnlos gemacht von ihrem Leid ſchlägt ſie mit dem Beil auf den Trunkenen ein, mit der Kraft des Paroxismus ſchlägt fie

dem Elenden den Schädel ein.

Und jetzt vor Gericht geſteht ſie ihre That ein: „ja, meine Herren, es thut mir leid, aber ich war zu unglücklich.“ Das Gericht hat die Unfelige wie bekannt freigeſprochen es war ein Todtſchlag aus dem Gefühl der Nothwehr, aus Sinnloſig

keit . Nun hat fie ihr Martyrium weiter zu tragen mit

ihren Kindern. Wird man fie, die e nicht cheuen, wird die hartherzige, erbarmungsloſe Schuljuzend Kinder nicht beſchimpfen und peinigen? Wird fie ſich durch⸗

arbeiten können und die verhetzten Kinder erziehen können zu

nützlichen Gliedern der Geſellſchaſt? N Eine andere Frau iſt dleſer Tage erlahmt im Kampfe um die Exiſtenz, im Kampfe für ſich und ihr uneheliches Kn d. Ein Findelhaus haben wir noch immer nicht, das gilt als umfittlic und um das familienlofe, von allen Jugendfreuden ausgeſchloſſene Kind kümmert ſich die Sittlichkeit unſerer Ger, ſellſchaft nicht. Die Frau ſah keinen Ausweg da warf ſte bekanntlich das Kind aus dem vierten Stock hinaus auf den Hof und ſtürzte ſich hinterdrein. Mutter und Kind find todt.

Vor einigen Wochen warf eine Mutter ihren Knaben in den Tegler⸗See. Das Kind ertrank. Die Mutter ſelbſt ward ver⸗

hindert, ihm nachzuſpringen. Die Noth, die Furcht vor der

düſtern Zukunft hat die beiden Mütter gezwungen, ihr pee core um es zu ſchützen vor dem Fluch, den die Und wie troſtlos, daß in⸗

zu opfern. Wie heiß und brennend dieſe Mutterliebe, die

Kind vernichtet, Zukunft ihm zu bringen droht! mitten des glänzenden Weltſtadtgetriebes ſolche thaten reifen müſſen!

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auf, in feine vier Kugeln abgeſchoſſen. Wildes Geſchrei aus

gten Entwurfe von dem Bildbauer

jeitet. Von Montag bis gefte

m Vorſitze des Geb. Reglerungs⸗ und die zweile Lehrerprüfung ſtatt. Das Reſultat der Prüfung iſt ein ſehr ungünſtiges geweſen, denn von den 30 zur Prüfung exichie- nenen Lehrern traten 2 nach der ſchriftlichen Prüfung zurück, und von den 28 in die mündliche Prüfung eingetretenen erhielten nur 15 Qualifikation.

Uſch, 10. Mai. Pensky⸗Schneidemühl ſämmtliche Klaſſen der bieftgen kath. Schule: desgleichen hlelt Kreisſchulinſpektor Weckwarth⸗Frledheim in der ev. Schule zu Uſchhauland brat N Wongrowitz, 10. al.

im Kreiſe vieler Angehörigen und Bekannten am 6. d. Mets. das Maurer Conſtantin Samolinskiſche Ehepaar in Lekno bie goldene Hochzeit. Dem Jubelpaax wurde die filberne Ehejubiläums⸗ medaille verliehen. Die Auszeichnung überreichte der Diſtrikts⸗ Kommiſſar Peſchke in feierlicher Weile am Feſttage. Beim Aus⸗ heben der Erde zu einer Fundamentsanlage auf dem Grundſtücke des Kaufmann Abraham Schwinke iſt dieſer Tage eln noch gut erhaltenes menſchliches Skelett ausgegraben worden.

—i. Gneſen, 10. Mai. [Stadtverordneten ⸗Ver⸗ ſammlung. Feuer.] In der geſtern abgehaltenen Stadt⸗ verordneten⸗Verſammlung wurden als unbeſoldete Magiſtratsmit⸗ er der bisherige Stadtrath Kietzmann und der praktiſche Arzt

r. Czarnecki auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. Auch nahm die Verſammlung u. A. davon Kenntniß, daß das Katfer Friedrich⸗ Denkmal nicht wie früher beabſichtlat, im Stadtpark, ſondern gegenüber dieſem, auf dem von den Geheimrath Nollauſchen Erben don der Stadt vor Kurzem erworbenen Terrain aufgeſtellt werden fol, womit ſich die Stadtverordneten⸗Verſammlung hiermit ein⸗ verſtanden erklärte. In der vergangenen Nacht gegen 12 Uhr ertönten wieder Feuerſignale. In dem benachbarten Dorfe Ka⸗ wiary bei dem Wirth Adamski iſt auf bisher unaufzeklärte Wetſe Feuer ausgebrochen. Die hleſige Feuerwehr begab fim baldiaſt nach Kawlaly und es gelang derſelben das Feuer auf ſeinen Herd

u beſchränken und die geführdeten Nebengebäude zu retten. Es rannte jedoch das Wohnhaus und die 1 des A. total ab. Leider haben einige der Mannſchaften bet den Loͤſch⸗ und Rettungs⸗ arbeiten nicht unerhebliche Verletzungen davongetragen. N

* Bromberg, 10. Mat. [Durch einen Piſtolen⸗ ja verletzt.] Am geſtrigen Nachmittage wurde dem „Br.

gl.“ zu Folge ein Herr, welcher die Anlagen an der Karlſtraße pafſirte, und ſich daſelbſt auf einer Bank niedergelaſſen batte, plötzlich von einer Piſtolenkugel getroffen, welche den Hut durch⸗ löcherte und ihn am Kopfe leicht ſtreifte, aber doch einen erhebllchen Blutverluſt hervorrief. Vermuthlich bat ein Burſche in der Nähe mit einem Piſtol geſpielt. Die Recherchen nach dem Thäter ſind polizeilicherſeits im Gange.

B. Aus dem Kreiſe Bromberg, 10. Mal. [Flögerei⸗ verkehr. Saatenſtand. Verein der ond⸗ brüder] Der Flößerelverkehr auf der oberen Brahe hält fim bis jetzt in ſehr mäßigen Grenzen, was wohl in dem Darnieder⸗ liegen des Holzhandels feinen Grund hat. 3 läßt ſich indeſſen erwarten, daß der Verkehr bald einen größeren Umfang annehmen wird. Die anhaltende Dürre beginnt nachtheilig auf die Saaten in unſerem Kreiſe zu wirken; der Boden iſt an manchen Stellen vollſtändig ausgetrocknet. Die Stadt Crone an der Brahe wird ſich allo doch ohne einen „Verein der Mondſchein⸗ brüder“ behelfen müſſen. Der „Plattenmenſch“, der es mit ſeinen kahltöpfigen Leidensgenoſſen fo gut meinte, hat feinen Aufruf um⸗ ſonſt in die Welt geſetzt, es leiſtete nämlich kein einziger Kahlkopf dem Aufruf Folge.

Aus den Nachbargebieten der Provinz. „Danzig, 10. Mal. [Rücktritt.] Stadtrath Dr. Sams ter, welcher ſeit Mitte Dezember 1875 dem hieſigen Magiſtrat als beſoldetes Mitglied angehörte, hat wegen vorgerückten Alters und

Kränklichkeit feine Benfionirung zum 1. Oktober d. J. beantragt. Derfelbe gehörte bis zum Jahre 1870 dem s e an ank.

und wurde dann Direktionsmitglied der Oſtdeutſchen * Aus der Rominter Heide, 9. Mal. [Dem Aber- 1 fiel in vergangener Woche ein blühendes tler eg ädchen zu Iszladßen pe Opfer. Die Tochter des Käthners W. hatte ſich in den Wald begeben,

um Morcheln zu ſammeln, trat dabei auf eine Kreuzotter und wurde gebiſſen.

Anſtatt ſich nach

en fand in Koſchmin unter Se und Provinzialſchulraths Luke 3 [Revtfton) Heute revidirte Schulrath

[Goldene Hochzeit. G Ausgegrabenes Gerippe.] Bei guter Gelundbett epd

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Aus dem Gerichts ſaal.

2 Poſen, 9. Mat. [Schwurgericht.] Einfacher und betrügerſſcher Banker ot twerden der Handelsfrau Amalie Sael geb. Katz aus Poſen und Beihülfe zum betrügeriſchen Bankerott ihrem Ehemann, dem Hausbeſitzer Saly Jagel vorgeworfen. Die Angeklagten verbeiratheten fi im Jahre 1866 und ſchloſſen dabei die Gemeinichaft der Güter und des Er⸗ werbes aus; Saly Igel betrieb bis zum Jahre 1886 ein Schnittwgaren geſchäft, gerieth dann in Konkurs und wurde, weil er als Kaufmann nicht ordnungsmäßig Bücher geführt und Bilanzen gezogen hatte, wegen einfachen Bankerotts zu einer Woche Gefüngnig verurtheilt. Die Ehefrau ſetzte das Geſchäft unter der Firma „A. Jagel“ fort. Während die Frau hauptſächlich den Waarenverfauf beſorgte, hatte der Ehemann die Korreſpondenz und Buchführung zu beſorgen. Am 12. Dezember 1894 wurde nun über das Vermögen der Amalie Joel der Konkurs eröffnet, eine kaufmänniſche Buchführung hat in dieſem Geſchäft nicht ſtattgefunden, Bllanzen find überhaupt niemals gezogen worden. Der zum Verwalter beſtellte Kaufmann Fritſch ſchätzt den jährlichen Umſatz auf 25 000 bis 30 000 M. und hält daber die Frau Igel für einen Vollkaufmann, welcher nach dem Handelsgeſetze kaufmänniſche Bücher zu führen verpflichtet tit. Dieſe Verpflichtung konnte ihr umſomehr unbekannt fein, als die Verurtheilung ihres Mannes fie darüber hinlänglich belehrt baben mußte. Bei Abſchluß ihrer Ehe brachte die Angeklagte Frau Igel eine Ausſtaltung und baares Geld, im Geſammtvermögen don 18 000 M. mit, ein ſolcher Betrag wurde auch für die Frau auf den Grundſtücken Poſen Altſtadt Nr. 188 und Nr. 376 hypothekariſch eingetragen. In Veranlaſſung der Verheirathung ihrer Tochter Johanna trat die Frau Igel dieſer am 3. Auguſt 1893 die Hälfte ihrer Hypotbek zum Eigentbum ab. Am 3. Oktober 1894 cedirte fie die andere Hälfte ihrer noch unverheiratheten Tochter Flora. Mit dieſer letzteren Ceffion fol ſich Amalie Yoel des betrügeriſchen Bankerotts ſchuldig gemacht haben.

as Geſchäft war damals ſchon ſtark im Rückgange; von Anfang Auguſt v. J. an ſind überhaupt nur noch geringfügige Beträge abgeſandt worden. Unter folchen Umſtänden wird angenommen, daß die Frau Igel ſchon am 3. Oktober über ihre Geſchäftslage ſehr wohl informirt war; cedirte ſie trotzdem ihrer 17 Jahre alten Tochter Flora den Reſt ihrer Hypothek, jo kann dies nur geſchehen fein, um ſolche den Zugriffen der Gläubiger zu entziehen. Auch der Ehemann Igel mußte die Geſchäftslage genau kennen und hat dadurch, daß er der von feiner Frau verlautbarten Ceſſion bei⸗ getreten iſt, ſich der Beihilfe des betrügeriſchen Bankrotts ſchuldia gemacht. Die Angeklagten beftretten ihre Schuld. In erſter inte führen ſie aus, daß ſie nur einen Kramladen gehabt hätten; der jährliche Umſatz habe höchſtens 12 000 bis 15000 M. betragen; als Vollkaufmann im Sinne des Geſetzes fet Amalie Yael daher nicht anzuſehen. Diefe behauptet auch, daß fie bet Ausſtellung der Ceſſion vom 3. Oktober v. J. ſich deſſen nicht bewußt geweſen fet, daß fie jo kurz vor dem Konkurſe ſtehe; ſie habe noch fortwährend bis in den Dezember hinein ihre Verpflichtungen gedeckt. Der Staatsanwalt hielt die Anklage im vollen Umfange aufrecht. Die Vertheidiaung ftellt den Ausführungen des Staatsanwalts entgegen, daß dem Konkursverwalter eine ſichere Grundlage für die Be⸗ urthetlung des Umſatz 's fehle; die Angaben der Frau Igel ver⸗ dienten in dieſer Hinſicht vollen Glauben. Für die Geringfügta⸗ keit des Geſchäfts ſpreche der Umſtand, daß es Frau Igel allein, ohne jede fremde Hilfe geführt und nur 12 M. Gewerbe⸗ ſteuer gezahlt habe. Unmbalich könne aber bet Ausſtellung der Ceffion vom 3. Ottober 1894 die Abſicht obgewaltet h ben, die Gläubiger zu bintergehen. Wäre das beabſichtigt worden,

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„noch er, dle darüber hätten Aufſchluß geben können, fehlten. Die Tochter ſollte

damals in der That hetvathen; nur um dieſe Verheirathung zu erleichtern, ift damals ſchon die Ceffion derjenigen 9000 M., die längſt vorher für dieſes Kind beſtimmt waren, ausgeſtellt worden, während die ältere Tochter ſchon vorber lore Hälfte erhalten batte. Bis zur Konkurseröffnung hat die Igel ſämmtliche fällige Forde⸗ rungen bezahlt, keine Zwangsvollſtreckung tft gegen fie veranlaßt, nicht einmal ein Prozeß gegen fle angeſtrengt worden. Das zwei⸗ malige Verſetzen von Waaren hatte nur den Zweck, eine augen⸗ blicklſche Verlegenheit zu beſeitigen. Würde die Angeklagte nicht die Ueberzeugung gehabt haben, daß ſie ihr Geſchäft fortführen könne, dann würde fle doch die Waaren nicht für einen verhältniß⸗ mäßla geringen Betrag verſetzt, ſondern verkauft haben. Im Sep⸗ tember v. J. hatten ſich die fälligen Wechſel ſehr gehäuft, weil es bet dem Fehlen einer geordneten Buchführung an jeder Ueberſicht mangelte, außerdem war der ſonſt befte Geſchäftsmonat, der Sep⸗ tember, im vorigen Jahre für Schnittwaarengeſchäfte ſehr ftill. Die cedirte Hypothek hat aber nach dem Gutachten des Konkurs⸗ verwalters faft gar keinen Werth und die Angeklagte Igel hat nach Einleitung des Konkurſes erklärt, daß die Hypothek zurück⸗ cedirt werden würde. Der Mann könne aber um b weniger einer ſtrafbaren Handlung re werden, denn fein Beitritt zur Ceſſton war werthlos, da die Frau nach dem Ehevertrage das alleinige Verfügungsrecht über ihr Vermögen beſaß. Die Geſchworenen er⸗ achteten die Frau Igel des einfachen und betrüneriichen Bankerutts, den Ehemann der Beihilfe zum betrügeriſchen Bankerutt unter Bus billigung mildernder Umſtände für ſchuldig, Wmalte Jgel wurde zu vier Monaten, Saly Yael zu zwei Monaten Ges fänaniß verurtheilt.

n. Poſen, 10. Mat. In der heutigen Sitzung der zweiten Strafkammer wurde zunächſt in zweiter Inſtanz gegen den Maurer und Hausbeſitzer Joſef Budzinski aus Glowno wegen Hausfriedensbruchs verhandelt. Ein Miether des Angeklagten hatte am 14. Dezember v. J. den Ofen in ſeiner Wobnung umſetzen laſſen. Darüber war der Angeklagte empört, er begab ſich zu dem Miether und hob die Stubenthür aus, mit der er ſich entfernte. In diefer Handlungsweiſe hatte das Schöffengericht einen Hause fciedensbruch erblickt und den Angeklagten zu ze ox Mark Geld⸗ ſtraſe event. zwei Tagen Gefängniß erkannt. Der Angeklagte halte gegen das U-thell Berufung eingelegt, indem er ſeine Frei⸗ ſprechung beantragte. Die Strafkammer nahm nicht Hausfriedens⸗ bruch, fondern Nöthigung an, es wurde aber auf dielelbe Strafe erkannt. Die Wittwe Marianna Schulz in Rogaſen hatte am 3. Dezember v. J. ihrem Arbeitsgeber aus einem unverſchloſſenen Stall einen Hahn geſtoblen und denſelben an den Mützenmacher Lewin für 40 Pf. verkauft. Das Schöffengericht in Rogaſen hatte Lewin wegen Hehlerei zu vierzehn Tagen Gefängniß verurtbeiltz die von ihm eingelegte Berufung wurde verworfen. Durch ein an den Maalſtrat zu Bolen gerichtetes Schreiben bat der Güter⸗ Agent Wilhelm Flachshar den Bezirksvorſteher Schleyer in oröblicher Weiſe beleidigt. Das Schöffengericht in Poſen hatte Flachshar deshalb zu dreißig Mark Geldſtrafe verurtheilt. Der Verur t heilte legte Berufung ein, der Gerichtshof verwarf aber die⸗ ſelbe. Der zweimal wegen Diebſtahls vorbeſtrafte Arbeiter Joſef Reſpondek aus Opalenica befand ſich am 11. April d. J. in Samter, um dort Arbeit zu ſuchen. Bet dleſer Gelegenheit ent» wendete er einem Schuhwagrenhändler ein Paar Damengamaſchen im Werthe von ſechs Mark. Der Dlebſtahl wurde bald bemerkt und der Dieb mußte die Gamaſchen wieder herausgeben. Der Staatsanwalt beantragte ſechs Monate Gefänaniß, der pay ſchenkte aber den Angaben des Angeklagten, daß er ſich in No befunden babe, Glauben, und erkannte nur a vier onate Gefäng nig. Hierauf ſollte gegen den Tiſchler Mor KRG | new aus Krzyzownlk wegen unternommener Verleitung zum Meineſde verhandelt werden. Da die Hauptbelaſtungszeugen nicht erſchienen waren, mußte die Verhandlung vertagt werden. Der Angeklagte beantragte, ihn aus der Haft zu entlaſſen, der Staatsanwalt wider⸗ ſprach dem, der Gerichtsdof beſchloß aber, den Angeklagten aus der Haft zu entlaſſen, weil er die Vertagung nicht verſchuldet bat und weil er ein anſaſſiger Handwerker iſt, der außerdem eine große Familie

zu ernähren hat. O Liſſa i. P., 9 Mat. In der letzten Sitzung der hieſigen Strafkammer hatte ſich der 15 jährige Häuslerſohn Franz

Mocek wegen fahrläſſtiger Tödtung zu verantworten.

.

Im Schutze des Zauberers. Erzählung von E. A. we i Vom Verfaſſer genehmigte Verdeutſchung. (88. Fortſetzung.) [Nachdruck verboten.]

„Herr Bathurſt, wollen Sie vielleicht hinunter gehen und Kapitän Doolan ſagen, er ſolle ſeine Mannſchaft auf dieſe Seite bringen? Ich werde eine von des Doktors Raketen steigen laſſen, und wenn wir bet deren Licht meine Vermuthung beſtätigt ſehen, ſo kann ſofort die erſte Salve abgegeben wer⸗ den. Nun, meine Herren, die Gewehre zur Hand und an die Schutzwehr! Schießen Sie möglichſt raſch ſo lange die Rakete uns leuchtet.“

Der Doktor brachte die Raketen, deren er in der vorigen Woche drei Dutzend angefertigt hatte, herbei; ſie ſollten dem Zwecke dienen, die Bewegungen des Feindes auch bei Nacht wahrnehmen zu können.

„Ich lehne fie hier an die Säcke“, ſprach er. „Alles

„Alles bereit.“ Der Doktor entzündete mit ſeiner Cigarre die erſte. Zunüchſt eine kleine Pauſe dann ein Ziſchen und die Rakete ſtieg hoch in die Luft, platzte dort und vier weiße Feuerkugeln erhellten für einige Sekunden die Gegend, nach der alle ſchauten. >

„Da find fie!” rief der Major, „gerade rechts vom Bun⸗ galow. Es müſſen weit über hundert Leute ſein.“ a

Sowohl vom Dache als unten über die Mauer weg krachten in raſcher Folge die Schüſſe. Eine neue Rakete ſtieg

und ehe ihr letzter Schein erloſch, hatte jeder der Ver⸗

bereit, Major?!

Richtung, wo der Feind fic) befand, bewies, daß viele der Kugeln getroffen hatten. Faſt unmittelbar darauf wurde aus den nahen Büſchen rings umher ein lebhaftes Gewehr⸗ feuer eröffnet.

„Kümmern Sie ſich nicht um die Kerle in den Büſchen“, ſagte der Major, „ſondern richten Sie Ihre Schüſſe nur nach der Batterie hin. Wir kennen ja nun die Richtung genau, wenn wir ouch nichts deutlich ſehen önnen.“

„Warten Sie, bis ich etwas Phosphor Heraufgeholt habe“, rief der Doktor. „Wenn man gar nichts ſieht, iſt ja doch das Feuern faſt ganz umſonſt.“

Er kehrte bald zurück, und als alle Vifire mit Phosphor beſtrichen waren, begann das Schießen von neuem. Wilſon mußte hinuntergehen und die dortigen Schützen ebenfalls mit Phosphor verſehen.

Als Bathurſt ſeine Beſtellung an Doolan ausgerichtet hatte und nach oben zurückkehrte, ſagte der Major eben: „Ich glaube, ſie unterbrechen ihre Arbeit. Nun, beſter Doktor, und Sie, Hunter, Bathurſt und Farquharſon, gehen Sie und legen Sie ſich für einige Stunden nieder; dann können Sie uns hier ablöſen. Und ſagen Sie unten auch Doolan, er möge die Hälfte ſeiner Mannſchaft ruhen bu F

„Erſt könnte ich wohl noch eine Rakete anzünden, Major, um zu ſehen, was ſie jetzt thun.“

Die Rakete ſtieg, und man ſah die Stelle, wo die Leute gearbeitet hatten, leer.

„Ich dachte mir gleich, daß es ihnen ſo nahe bei uns bald zu heiß werden würde.“

„Um ſo beſſer, Doktor. Hin und wieder wollen wir auch noch ein paar Schüffe abgeben, damit ſie ſehen, daß wir fie nicht vergeſſen haben. Aber hauptſächlich müſſen wir auf: paſſen, daß ſie nicht Leitern herbringen und einen Einfall wagen.“

„Ich glaube, das ſteht für heute nicht zu befürchten“, ſagte der Doktor. „Sie hätten nicht die Arbeit unternommen, eine Schanze zu errichten, wenn fte irgend daran gedacht, die Mauer auf Leitern zu erklettern. Das kommt erſt ſpöter. Alſo in vier Stunden werden Sie uns rufen laſſen, Major?“

„Jawohl, Sie können deſſen ſicher ſein.“

Der Morgen dämmerte gerade, als die Ablöſung erfolgte. Alles war ganz ſtill. y

„Rintoul, kom- andiren Sie jetzt hier“, ſagte der Major. „Ich denke, Doktor, er wäre das beſte, wenn wir Bathurſt die Aufficht über das Hausweſen zuweiſen. Wir haben zwar reichliche Vorräthe, aber die Dienſtleute werden ſie unnütz ver⸗ ſchwenden, wenn ihnen niemand auf die Finger ſieht. Viel⸗

für ſie ſelbſt und für uns. Auch könnten Sie aufpaſſen, daß die Pferde richtig behandelt werden, und den Brunnen beob⸗ achten, ob etwa das Waſſer eine verdächtige Färbung zeigt Kurz, es gäbe auf dieſem Gebiet eine Menge zu thun.“

„Ich danke Ihnen, Herr Major“, ſagte Bathurſt. „Ich weiß Ihre Freundlichkeit wohl zu ſchätzen, und für jetzt will ich auch ſehr gern auf Ihren Vorſchlag eingehen. Aber ein Gedanke hat mich ſeit geſtern fortwährend beſchäftigt, und ich möchte je eher deſto lieber mit Ihnen darüber ſprechen, wenn Sie ein paar Minuten Zeit haben.“

„Gewiß! Was iſt es denn?“

„Ich denke, wir find darüber einig, daß wir dieſen Platz wohl eine Zeit lang vertheidigen können, daß wir aber früher oder ſpäter entweder im Kampfe erliegen oder zu entkommen ſuchen müſſen. Ueber die Möglichkeit des Entkommens habe ich nun nachgedacht. Unſere Lage wird immer bedenklicher; wir werden täglich enger eingeſchloſſen, und wenn die Belagerer erſt dicht an der Mauer ſind und ſie zu ſtürmen anfangen. dann dürfte es den meiſten von uns unmöglich werden, zu entrinnen. Höchſtens kämen einige, die die Hinduſprache gut verſtehen, mit dem Leben davon.“

„Ja, das iſt ſehr richtig“, ſagte der Major.

„Mein Vorſchlag iſt nun, daß wir ſofort eine Mine zu graben anfangen, einen un' erirdiſchen Gang vom Keller aus, und daß wir ihn fo weit hren, wie es nur irgend angeht. Ich denke, zehn bis vierzehn Tage haben wir noch vor uns, ehe es zum Aeußerſten kommt, und in dieſer Zeit könnten wir wohl, wenn Tag und Nacht gearbeitet wird, achtzig bis hundert Schritt weit graben. Als Ziel müßten wir ein dichtes Buſchwerk wählen, z. B. eins in Farquharſons Garten, das ungefähr die richtige Lage haben wird. Dort könnten wir uns bei Nacht vielleicht herausarbeiten. Im Pulverraum müßten wir vorher eine lange Lunte anzünden, ſo daß etwa zwei Stunden nach unſerer Entfernung eine Exploſton erfolgt. Es ift genug Pulver da, um das Haus zum Einſturz zu bringen; und die Hindus würden dann denken, daß wir alle unter den Trümmern begraben ſeien.“

„Dieſe Idee finde ich ganz vorzüglich, Bathurſt. Was

leicht theilen Sie ihnen alles rationenweiſe zu, Bathurſt, jagen Sie dazu, Doktor?“

oe > See hi > le Kun = iy 393 *

Am 27. Dezember v. J. wollte zich der Angeklaate die Füße] Winters das Waller fo boch anzuſtauen, daß es die umliegenden = ia: er Teste qa biden Zweck einen Topf, in dem ſich heißes] Wiefem vollſtändig unter Waſſer ſetzte. 3 bis 4 Kilometer unters Am ‚zinubesaut der Stadt Poſen. Waſſer befand, auf den Rand des Bettes, in welchem feine zwei⸗ halb dieſer Mühle liegt, ebenfalls am Lankefluß, die H. ſche Date Mat wur met a a 2 5 Schweſter schlief; da der Rand, auf dem der Topf ſtand, Mable. Dieſe war es, welche am Morgen des 19. April v. J. Arbeiter Rafimir gi ; Mn ii ole we tnapp 3 Centimeter breit war, fo mußte der Topf bei der geringften durch die Fahrläſſtakeit des Angeklagten in Gefahr certeth. Der St ‘len 3 Dab 11 mit ga 11 = 90 ene ofinSfa. aurer Berührung umfallen. Das gefdah denn auch, als eine Schweiter | Angeklagte batte nämlich am Abend vorher beſchloſſen, mit der Stantslau ert mit Apollonia Nowacka. des Angeklagten einen Spaten in der Nähe des Bettes umfallen allmäblichen Ablaſſung des Waſſers zu beginnen und, ohne der Ebeſchließungen: ließ. Das heiße Waſſer ergoß ſich über das Geſicht des ſchlafen⸗ Hintermühle vorher ſeine Abſicht mitzutbellen, die große Frei⸗ Arbeiter Ignatz Klops mit Wladislawa Babsdstty. tegeleis den Kindes welches derarkige Verletzungen davontrug, daß es ſchleuſe gezogen. Das Waſſer lief nun in das Hauptbett der Kante beſitzer Arthur Herrnſtadt mit Eliſabeth Pauly. Arbeiter Stanis⸗ nach zwei Tagen ſtarb. Der Angeklagte gab den Thatbeſtand zu, und in den Mühlteich der Hintermühle. Die Schleuſen dieſer laus Walkowiak mit Anna Weſolowska. erklärte aber, nicht geglaubt zu haben, daß der Topf fo leicht um⸗ Mühle waren aber Abends wie a, geſchloſſen worden, und g Geburten: fallen könne. In Anbetracht der Jugend des Mocet lautete das ſo kam es, daß das aus dem Teiche überlaufende Waſſer ſich zwei Ein Sohn: Pferdehändler Abraham Friedländer. Schub⸗ Urtheil des Gerichtsbofes wegen fahrläſſiger Zödtung auf einen neue Wege bahnte und nicht nur das Hſche Gehöft, fondern auch macher Valentin ar Portier Hermann Vater. Schneider Verweis. Um 29. Dezember v. J. ſtahlen zwei Urbeiter- ein benachbartes Feld und die vorüber führende Straße über: Joſef Valtin. Arbeiter Wilhelm Günther.

frauen aus Czempin Kartoffeln aus einer dem Dominium Borowloſchwemmte. Wenn während der Nacht jemand die Straße palfixt Eine Tochter Arbeiter Paul Krauſe. Kutſcher Michael ebörigen Rartoffelmtethe. Die Angeklagten wurden auf frischer hätte, fo wäre er Gefahr gelaufen, zu ertrinken. In der fünften Kozlowskl. Arbeiter Martin Dominiak. Bureaus Diener Auguſt Than ertappt. Zur Verhandlung war nur eine der Angeklagten,. Morgenſtunde wurde endlich in der intermühle die Ueber⸗ Rolle. Stellmacher Anton Kurkowiak. Schneider Adalbert Zamiara. die Arbefterfrau Z. erſchlenen, welche den verübten Dlebſtahl auch iGinemmung entdeckt und man traf {dnell Vorkehrungen, das Sterbefälle:

eingeſtand. Die Angeklagte wurde wegen Diebſtahls im] Waſſer wieder ablaufen zu laſſen. Nachher aelgte es ſich, daß Ehefrau Amalie Baumgärtner geb. Linte 58 J. Otto Olinskt wiederholten Rückfalle zu ſechs Monaten Gefänaniß ver⸗ ganze Partien Erde fortgeſch zemmt und große Löcher entſtanden 14 Tage. Reinhold Dolezal 7 Mon.

* ite DieBitbrige Scöwurgerictspe- gelegte Neri Ilen nde ben Aion eure ung ein-

.Die zweite ge wurge e= gelegte © on entbie e Rüge materieller Geſetzes⸗ see ; co ws PM gi Be Kandgerſch beginnt am 17. Juni. Zu derſelben perletzung. Das Reichsgericht konnte jedoch einen RectSirrthum Ermässigung der Preise für

ſchworene beſtimmt worden: Kaufmann in dem Urthelle nicht finden und erkannte deshalb heute auf Be re 0 @ lo man Gobir Nawiſch Serguei wer ung der Revifton. itz von Boberfeid- „Weingroßhändler Hah mele Leipzig, 10. Mal. Wegen fabrlälliger PA Stietergutsbefiber d Moltereibefiger Plefte⸗ Tödtun g tit bom 1 Poſen am 4. März die Aus⸗ 0 2 i Q 7 iS

beriteuer-Revijor Herde-L.ffa, Kreisſchulinſpekter die Thätigteit einer Hebamme und hat am 15. S. tember v. J. atiirli finer: Jass a HE Profeſſor Ballod Frauſtadt, Rittergutsbefitzer eine Frau Z., weſche ll entbunden hatte, an . Ara erben Natürlich kohlensaures Mineral Wasser.

gyn, Weingroßhändler Ludwig⸗Rawitſch, Ritter⸗ foffen. Das Gericht nahm die Verletzung einer Gewerbepflicht an, Im Einzelnverkauf wird das obige Wasser, jetzt wie folgt berechnet:

. Leumann, Blyanowice, Rittergutsbeſitzer v. Mycielsti⸗ well die Angeklagte das Gewerbe einen Hebamme an = = m . 8 * poamy, Kaufmann Glaß⸗Koſten, Seiſenfabrikant Koberne⸗Raroltſch, hatte. Gegen dieſe Annahme richtete ſich die Rebtfion der a re Pade Si 115 Zeig Rittergutsbefiger Bitih-Schröner-Daleszin, Müblenbeſtzer Bobl- | Yngetlagten. Das Reichsgericht erkannte deute auf Verwerfung BU saat ae er | Her ae Juſchwitz, Kaufmann Ollendorf⸗Rawitſch, Sdulrath Feblbera-Liffa, des Rechtsmittels. . ½ Flasche 9 PR id x Profeſſor Siar an Wenne ee gary oh page es | | 1 S 30 Pf. 5 Pl. 25 Pi. ‚Ra ergutsbeſitzer Schulz⸗ 2 5 De fee Haleman,Schmicge, 1 Vater⸗Klein. Landwirthſchaſtliches. : Gries oe 3 m Tillendorf, MittergutSbefiber v. Morawskl⸗Oporowo. * Berlin, 10, Mat. Das Preisgericht der Maft>| */, Krug 35 5 F. Oftrowo, 10. Mat. In der heutigen Straſtammerſitzung plebausſtellung bat nun auch die am zweiten Ausſtellungs⸗

Hatten fh die Gebrüder Lo denz und Andrens Kubiak aus tage geſch lacht BR Thte Y beurtbeilt. Für dab hehe ½ Krug 1.86 » Sn | 23 ,,

Kucharkt bei Pleſchen wegen Schmuggelnz zu ee Verhällniß zwiſchen Lebend⸗ und Schlachtgewicht der Schafe er⸗ Käuflich bei allen Apothekern und Mineralwasser Händlern.

tefer er, welcher ſein Gutachten dabin abgab, daß durch bie enge Be⸗ auch bet der Konkurrenz um das beite Verhältniß zwiſchen Lebend ihrer antiſeptiſchen Wirkung, nicht minder aber auch auf ihrem

prech 1 nungswidriakeit, die fic) dieſelben durch Verabſäumung der Ve: Herter Burſchen für 10 werde duc Kardonadenſchweine aus einem | Iris bet Raubheit Riſſen und Sprüngen der Haut, dleſen kleinen 8 erwirken zu wollen. und Di

mi pl der Mülergeſelle Midael Priebe für j&uldig erachtet in Vor ahr. Die Ber ouerung in der Bepflanzung rührt von dem jeden Dame. Erfolgreich kann pleſes Streben aber

und des alb zu 8 a Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte kalten Frühjahre und dem trockenen Wetter ber. naturgemäßer Lebenßweſſe, bei Anwendung von Mitteln bie oe war feit langer Zeit mit der ſelbſtändigen Leitung der an der die Creme Iris auch wirklich geeignet find, dieſes Streben wirkſam Lanke gelegenen ſogen. Obermühle betraut und hatte während des zu unterſtützen.

„Ausgezeichnet. Wir haben hier ſandigen Boden, der Den Tag über verhielt ſich der Feind ruhig; aber man ſahen blaß aus, aber ſie banaten weniger für fich als für ſich gut wird ausgraben laſſen. Wie viele können wohl gleich fürchtete, daß er irgendwo in größerer Entfernung eine andere ihre Gatten oben auf dem Haufe Frau Hunter bemerkte: zeitig arbeiten, Bathurſt?“ Batterie aufſtellen könne, die man erſt beim Beginn einer neuen „Wir wollen wenigſtens für ſie beten, ſagen Sie ihnen

„Ich denke, zwei auf einmal, wobei einige der Dienftleute Kanonade entdecken werde. das, Kapitän Rintoul.“ Dann begab fie fic) mit ihren dann immer die Erde forttragen müßten. Nach vierſtündiger Weitere vierundzwanzig Stunden verliefen ohne Störung; Geſährtinnen zunächſt ins Kinderzimmer und von da mit den ry müßten zwei os antreten und dann wieder zwei; ae gef . ei 5 der Nacht das Geräuſch von Axt - Kleinen und Wärterinnen hinab in den Vorrathsraum. es ließe ſich bequem einrichten.“ eben und fallenden Bäumen. „Ich wär e Iſabella zu

„Wollen Sie die Anordnung dieſes Werkes über⸗ „Sie machen ſich den Platz frei vor ihrer Batterie“, u „Bir ae ae en An ar nehmen?“ ie fagte der Major, der gerade mit feiner Abthellung auf Wache mit anzuſehen, was vorgeht, wäre doch weit weniger ſchrecklich,

„Mit Vergnügen, Herr Major. a war. „Morgen früh wird es ernſtlich losgehen. Das als fo eingeſperrt zu figen und ſich das Schlimmſte aus⸗

„Nun gut. Wilſon, Richards und die drei jüngiten | Geräuſch kommt genau von da, wo wir den Feind vermut heten. zumalen.“

totliften ſollen Ihnen zur Verfügung ſtehen und von anderem Es ift diefelbe Richtung, in der ſie zuerſt ſtanden, nur etwas are ine ow hr ange von “ite a ei Be se

ngeiff unternimmt. Und von den Dienſtleuten wollen wir ls es Tag wurde, ſah man, daß die Bäume und b reifen, daß wir ebenſo muthig ſind wie ſie.“ die zwölf ſtärkſten ausſuchen. Ich will ihnen für dieſe ſchwere Sträucher weggehauen waren, und etwa vierhundert Schritte 1 See Ae die Mut a 1 der Straße, an Arbeit eine halbe Rupie Lohnzulage pro Tag verſprechen. So vom Haufe befand fic) eine Schanze mit feds Kanonen der die Bungalows geſtanden hatten. Nun wurden auf der wären ge d den Bee . e wns be ie at 2 0 oben eeiherit daß Schanze drüben unter gewaltigem Trommelwirbel Flaggen auf⸗

„Gewiß, r Major. r ba nach der Seite der Batterie hin zweckm verwendet, ſoda d als Antwort hiera ſchon.“ die Schichten alle höher und breiter 9 55 Dieſes G. ſchäft e hierauf hißte man auf dem Dace konnte ungeſtört vollendet werden, and Kapitän Forſter rief

ſtehen “ad nicht. Vielleicht werden fie es doch noch einmal

„Ein Hurrah für die alte Fahne, Kameraden“, rief der Mojor, und ein kräftiger Freudenruf ertönte nun da oben, wo mit Ausnahme von Bathurſt die ganze kleine Beſatzung bei⸗ ſammen war. Wildes Geſchrel der Eingeborenen antwortete ihnen, nicht bloß von der Batterle her, ſondern auch aus den umliegenden Gärten und Bifchen.

„Jetzt nur nach den Kanonen gezielt“, ſagte der Major; „beim Laden müſſen die Leute ſichtbar werden.“

Alle Inteten hinter den Säcken, unter deren oberſter Reihe man einen Zwiſchenraum freizulaſſen gewußt, nieder. Der Doktor ſchoß zuerſt; und als ob dies ein Signal geweſen wäre, donnerten faſt in demſelben Augenblicke fünf Kanonen⸗ ſchüſſe, denen dann noch ein einzelner folgte. Drei Kugeln ſchluzen in die Mauer, die anderen gingen über das Haus weg.

„Ich habe meinen Mann getroffen“, ſagte der Doktor. „Könnten wir ſie doch am Laden verhindern.“ (Fortſetzungzfolgt.)

„Warum, zum Kuckuck, fangen denn die Kerle nicht an?“ „Sie warten jedenfalls auf den Rajah und einige andere „Dieſe Arbeit gefällt mir weit beſſer“, ſagte Wilfon, „als vornehme Grundbeſitzer“, erwiderte der Major, „denn denen das Sitzen und Lauern auf die Feinde. Wie groß ſoll das gehören die Kanonen, und fie wollen fie wohl von ihren

bangen kann. Je enger der Gang tft, deſto leichter ift die a un 4

„Dann kann aber nur einer auf einmal arbeiten!“

Als Wilſon nun mit ſeinem Inſtrument weiter bohrte, war er erfreut, auf Erde zu ſtoßen; Bathurſt aber meinte, für ihn durch die Mauer ſchlagen; aber man muß immer vor: fei die Beſorgniß es könne Felſengrund fein, von vornherein |fichtig fein.“

ausgeſchloſſen gewefen, da in jenem Falle gar keine gemauerte Kapitän Rintoul brachte den Damen die Beſtellung. Sie Kellerwand exiſtirt haben würde. waren über die neue Lage der Dinge ſchon unterrichtet. Einige

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